Wenn man sich aktuell bei den neuen Mährobotern umschaut, dann merkt man schnell: Die Hersteller versuchen sich gerade alle irgendwie voneinander abzuheben. Die einen setzen auf immer bessere Navigation, die anderen auf noch einfachere Einrichtung, und wieder andere packen neue Funktionen drauf, die auf dem Papier erst mal ziemlich spektakulär klingen. Beim Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro ist das ganz klar der Trimmer an der Seite. Genau das ist auch der Punkt, der dieses Modell so spannend macht.
Überblick
Denn natürlich stellt sich sofort die Frage: Ist das wirklich endlich die Lösung für das leidige Thema Randmähen? Oder ist das am Ende wieder eher so ein Feature, das in Werbebildern super aussieht, in der Praxis aber nur so halb funktioniert? Genau darum geht es in diesem Test. Ich habe mir den Mähroboter in Ruhe angeschaut, ihn eingerichtet, kartiert, im Garten fahren lassen und natürlich ganz genau beobachtet, wie gut er beim eigentlichen Mähen und vor allem beim Kanten- beziehungsweise Randschnitt performt.
In diesem Artikel teile ich meine Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen ganz ausführlich mit euch. Es geht um den Lieferumfang, die Verarbeitung, die Einrichtung, die Navigation, die Mähleistung, den Akku, die Kartierung per App und natürlich um das große Highlight beziehungsweise das große Fragezeichen: den seitlichen Trimmer.
Mein Video zum Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro
Bevor wir einsteigen, hier könnt ihr euch auch direkt mein Video zum Gerät anschauen:
Warum der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro überhaupt so spannend ist
Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro gehört zu den Mährobotern, die sofort Aufmerksamkeit erzeugen. Nicht nur wegen des Namens, nicht nur wegen der LiDAR-Navigation, sondern vor allem wegen des zusätzlichen seitlichen Trimmers. Und genau da wird’s interessant. Denn wer einen Mähroboter nutzt, kennt das Problem: Die eigentliche Fläche kriegen viele Geräte mittlerweile ziemlich gut hin. Die Schwachstelle ist oft der Rand.
Da bleibt dann hier noch ein Streifen stehen, da wird eine Kante nicht sauber erwischt, und am Ende darf man doch wieder selbst mit dem Trimmer ran. Wenn jetzt also ein Hersteller sagt: Wir bauen gleich einen Trimmer an den Mähroboter, dann ist das natürlich erst mal eine ziemlich starke Ansage.
Ich war deshalb sehr gespannt, ob der Goat O1200 wirklich einen echten Mehrwert liefert oder ob das Feature in der Praxis noch nicht ganz ausgereift ist. Genau deshalb habe ich mir das Gerät nicht nur kurz angeguckt, sondern es im echten Garten ausprobiert. Und ich kann schon vorwegnehmen: Meine Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen sind in einigen Punkten wirklich positiv, in einem ganz bestimmten Punkt aber auch ziemlich eindeutig.
Lieferumfang: Nicht riesig, aber zweckmäßig
Fangen wir ganz vorne an. Der Lieferumfang ist okay, aber jetzt auch nicht besonders üppig. Das ist nicht zwingend als Kritik gemeint, aber andere Hersteller haben das hier teilweise schon ein bisschen schöner oder umfangreicher gelöst.
Positiv ist auf jeden Fall, dass die Ladestation bereits komplett aufgebaut und verkabelt ist. Da muss man also nicht erst lange herumstecken oder einzelne Teile zusammensetzen. Das macht direkt einen ordentlichen Eindruck und spart Zeit beim Aufbau. Die Station wirkt wie aus einem Guss und ist erst mal solide.
Dazu kommen das Netzteil, Erdnägel für die Befestigung der Basisstation im Boden und Ersatzklingen samt Schrauben. Gut fand ich, dass die Klingen noch einmal extra so verpackt waren, dass sie nicht lose im Karton herumfliegen. Klingt banal, ist aber tatsächlich nicht selbstverständlich. Ich hatte schon andere Geräte hier, bei denen einem beim Öffnen des Kartons quasi direkt die Klingen entgegengekommen sind. So etwas muss einfach nicht sein.
Dann gibt es noch diese Bürstenabdeckung für das seitliche Mähwerk beziehungsweise den Trimmerbereich. Die ist optisch schon speziell und fällt direkt auf. Ich war mir beim Auspacken erst nicht ganz sicher, wie genau das montiert wird, aber das klärt sich dann recht schnell, wenn man sich das Gerät genauer ansieht.
Erster Eindruck: Schickes Design, solide Verarbeitung
Der erste Eindruck vom Mähroboter selbst ist gut. Das Design ist modern, das Gerät wirkt hochwertig und ordentlich verarbeitet. Wie bei anderen Goat-Modellen ist das Ganze in Weiß gehalten, dazu kommen die großen, griffigen Räder, die direkt nach brauchbarer Traktion aussehen.
Oben sitzt die Bedieneinheit mit Display, der große rote Stopptaster und natürlich der LiDAR-Sensor. Dazu kommen vorne noch Kameras. Schon beim ersten Blick wird klar: Ecovacs will hier technisch einiges auffahren. Das Gerät wirkt jedenfalls nicht billig oder lieblos zusammengeschustert, sondern ziemlich durchdacht.
Was aber natürlich sofort am meisten ins Auge fällt, ist das seitliche Trimmer-System. Und da war ich ehrlich gesagt überrascht. Ich hatte anhand einiger Produktbilder zunächst gedacht, dass dort so etwas wie ein zusätzliches Messer sitzt, ähnlich wie man es von anderen Konzepten kennt. Tatsächlich ist es aber wirklich eher ein echter Trimmer. Das ist schon spannend, weil sich daraus direkt Folgefragen ergeben.
Zum Beispiel: Wie sieht es mit den Verbrauchsmaterialien aus? Was kostet das im Alltag? Ist das auf Dauer teurer als klassische Ersatzklingen? Das sind Punkte, die man mitdenken sollte, wenn man sich für so ein Gerät interessiert. Denn neue Technik klingt immer erst mal gut, kann aber in der Praxis später eben auch Folgekosten mitbringen.

Einrichtung und App: Erst mal typisch Ecovacs, dann wird’s hakelig
Kommen wir zur Einrichtung. Grundsätzlich funktioniert das Einbinden in die Ecovacs-App erst mal so, wie man es kennt. QR-Code scannen, Gerät hinzufügen, Netzwerkinformationen eingeben, Pin-Code vergeben und los. Das ist vom Ablauf her nicht besonders spektakulär und sollte eigentlich relativ zügig machbar sein.
Auch die Verbindung selbst war schnell hergestellt. Wenn man schon mal mit Deebots oder anderen Ecovacs-Geräten zu tun hatte, kennt man das in ähnlicher Form. Ein Firmware-Update wurde natürlich direkt auch noch fällig, was ebenfalls nicht überraschend ist. Das Update hat bei mir ungefähr zehn Minuten gebraucht, dazu kamen dann noch ein paar Minuten für die Installation.
Soweit also alles im Rahmen. Danach ging es ans Kartieren. Und genau da wurde es dann deutlich weniger entspannt.
Kartierung: Genau hier hatte ich Probleme
Einer der Punkte, die in meinen Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen ganz klar negativ aufgefallen sind, ist die Kartierung beziehungsweise die Zuverlässigkeit beim Start dieses Prozesses. Auf dem Karton wird mit automatischer Kartierung geworben, was natürlich erst mal gut klingt. In der Praxis war das bei mir aber nicht so einfach.
In der App musste ich am Ende doch manuell kartieren, obwohl die automatische Kartierung eigentlich als Feature kommuniziert wird. Noch ärgerlicher war aber etwas anderes: Ich bin in ein Problem gelaufen, das ich in ähnlicher Form schon bei einem anderen Gerät von Ecovacs hatte. Die App bzw. das Zusammenspiel aus App und Mäher reagierte teilweise merkwürdig, ich konnte bestimmte Dinge nicht vernünftig starten und kam an einer Stelle schlicht nicht weiter.
Das war besonders nervig, weil genau solche Fehlerbilder bei einem Produkt in dieser Preisklasse einfach nicht passieren sollten. Wenn man einen Mähroboter neu einrichtet, dann will man ja nicht erst mal anfangen, mit verschiedenen Smartphones oder Workarounds zu experimentieren.
Und genau das musste ich am Ende tun.
Android statt iPhone: Damit ging es plötzlich
Interessant war dann, dass das Kartieren mit einem Android-Smartphone am Ende funktionierte. Das ist natürlich schön, weil man überhaupt weiterkommt. Es ist aber gleichzeitig auch wieder so eine Sache, bei der man sich fragt: Warum muss das überhaupt sein?
Wenn ein Gerät auf einem Smartphone oder mit einem bestimmten Betriebssystem Schwierigkeiten macht, auf einem anderen aber läuft, dann ist das aus Nutzersicht einfach unnötig frustrierend. Man will ja nicht den halben Haushalt an Geräten durchprobieren, nur damit ein Mähroboter seine Karte sauber anlegt.
Als das Kartieren dann lief, war aber auch direkt zu merken, dass die Steuerung nicht perfekt ist. Diese Ein-Hand- oder Ein-Finger-Steuerung ist machbar, aber wirklich angenehm fand ich sie nicht. Eine schöne, saubere Linie hinzubekommen, ist schon etwas fummelig. Es geht, klar, aber da gibt es definitiv Luft nach oben.
Mähleistung: Hier macht der Goat O1200 einen guten Job
Sobald der Mäher dann aber endlich richtig loslegt, wird das Bild deutlich positiver. Denn bei der eigentlichen Mähleistung macht der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro aus meiner Sicht einen guten Eindruck.
Er fährt die Fläche ordentlich ab, arbeitet auf fein eingestellter Fahrstufe gründlich und kommt auch mit verschiedenen Bereichen des Gartens gut zurecht. Schon nach der ersten Runde war zu sehen, dass das Grundprinzip funktioniert. Die Fläche wurde sauber bearbeitet und auch das allgemeine Fahrverhalten war erst mal überzeugend.
Interessant war dabei auch der Akkuverbrauch. Der Mäher hatte nach einem ersten Durchgang rund die Hälfte der Fläche geschafft und musste dann bei niedrigerem Akkustand wieder in die Station zurück. Das ist jetzt erst mal nichts Außergewöhnliches. Man muss dabei ja auch berücksichtigen, dass Kartierung und viele Drehbewegungen zusätzlich Energie kosten. Gerade am Anfang verbraucht so ein Gerät oft mehr Akku, weil es noch nicht besonders effizient arbeitet.
Was ich aber gesehen habe: Wenn man die Mährichtung später sauber auf das Grundstück anpasst und das Ganze optimiert, dann dürfte da noch etwas mehr Effizienz rauszuholen sein.
Navigation: Wirklich stark, auch an schwierigen Stellen
Wenn ich einen Bereich aus meinen Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen klar loben muss, dann ist es die Navigation. Und das meine ich nicht nur so halb nett, sondern wirklich deutlich.
Der Mäher kam in meinem Test mit einigen Situationen gut klar, an denen andere Geräte gerne mal ins Straucheln geraten. Unter Bäumen zum Beispiel. Gerade dort haben viele Mähroboter Probleme, sei es wegen schlechter Orientierung, zu vorsichtigem Verhalten oder unnötigem Stoppen. Der Goat O1200 hat sich davon erstaunlich wenig beeindrucken lassen.
Auch enge Stellen, Bereiche mit wenig Platz zum Drehen und Passagen nahe an Hindernissen hat er insgesamt ziemlich souverän gemeistert. Das fand ich wirklich stark. Gerade wenn man einen Garten hat, der nicht einfach nur aus einer rechteckigen Bilderbuchfläche besteht, sondern Bäume, Kanten, Wege und etwas anspruchsvollere Bereiche mitbringt, ist so etwas viel wert.
Auch das Verhalten an Plattenwegen war interessant. Der Mäher fährt durchaus über solche Wege, wenn sie in die kartierte Fläche eingebunden sind. Wer also gehofft hat, dass er so etwas automatisch grundsätzlich meidet, sollte das im Hinterkopf behalten. Das ist aber nicht zwingend ein Nachteil, sondern einfach eine Frage davon, wie man die Fläche anlegt.

Regensensor: Ein echter Pluspunkt
Ein weiteres Detail, das man dem Goat O1200 zugutehalten muss, ist der echte Regensensor. Das klingt erst mal nach einer kleinen Sache, ist im Alltag aber durchaus relevant. Denn manche Geräte verlassen sich hier eher auf Wetterdaten oder auf weniger direkte Lösungen. Ein echter Regensensor ist da aus meiner Sicht schon die bessere Variante.
Im Test war das auch direkt relevant, weil das Wetter nicht komplett mitgespielt hat. Als der Nieselregen einsetzte, war es interessant zu sehen, wie das Gerät reagiert. Solche Situationen gehören im Gartenalltag eben dazu. Ein Mähroboter muss nicht nur bei Sonne auf dem Vorzeige-Rasen funktionieren, sondern auch dann, wenn das Wetter etwas unentschlossener ist.
Das große Thema: Wie gut funktioniert der Trimmer wirklich?
Und damit kommen wir zu dem Punkt, wegen dem die meisten wahrscheinlich überhaupt auf dieses Gerät schauen: der Trimmer.
Genau hier war ich am neugierigsten. Denn wenn das System wirklich funktioniert, wäre das ein echter Fortschritt. Dann hätte man endlich ein Gerät, das nicht nur die Fläche ordentlich mäht, sondern auch die Kanten spürbar besser in den Griff bekommt. Das wäre schon eine ziemlich starke Sache.
Und ja, der Trimmer funktioniert grundsätzlich. Man hört ihn deutlich, wenn er startet, und man sieht auch, dass da tatsächlich gearbeitet wird. Das ist also kein Fake-Feature oder irgendeine Alibi-Lösung, bei der man sich fragt, ob überhaupt etwas passiert. Der Trimmer läuft. Er arbeitet. Und an manchen Stellen sieht man auch, dass er wirklich etwas macht.
Aber leider ist das nur die halbe Wahrheit.

Das Problem beim Randschnitt: Zu inkonsequent
Denn das große Problem ist nicht, dass der Trimmer gar nicht funktioniert. Das Problem ist, dass er aus meiner Sicht zu inkonsequent arbeitet. Und genau dadurch wird aus einem eigentlich spannenden Feature im Alltag eher eine halbgare Lösung.
Im Test ist mehrfach aufgefallen, dass der Trimmer ohne klar erkennbaren Grund zwischendurch ausgeschaltet wurde, dann fuhr der Mäher ein Stück weiter und schaltete ihn später wieder ein. Das führt natürlich dazu, dass bestimmte Passagen am Rand gar nicht oder nur unvollständig bearbeitet werden.
Besonders ärgerlich ist dabei, dass diese ausgelassenen Stellen offenbar nicht zuverlässig nachgearbeitet werden. Genau das wäre aber wichtig. Wenn das System an einer Stelle aus welchen Gründen auch immer kurz aussetzt, dann müsste die Software eigentlich erkennen: Hier fehlt noch etwas, das arbeiten wir am Ende noch einmal nach.
Genau das habe ich in meinem Test aber so nicht überzeugend gesehen.
Gute Idee, aber noch kein perfekter Randschnitt
Und das ist dann auch der entscheidende Punkt meines Fazits. Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro hat beim Thema Randmähen eine interessante Idee. Das Konzept ist da. Die Hardware ist da. Man sieht auch, dass Ecovacs hier wirklich etwas Neues probiert.
Aber die Umsetzung wirkt aktuell noch nicht komplett fertig.
In der App kann am Ende zwar signalisiert werden, dass der Randschnitt zu hundert Prozent erledigt wurde, in der Praxis sah das bei mir aber ganz klar anders aus. Realistisch würde ich sagen, dass in manchen Situationen eher ungefähr die Hälfte wirklich zufriedenstellend bearbeitet wurde. Teilweise wich der Mäher Hindernissen aus, wo eigentlich gar keine relevanten Hindernisse waren. Teilweise ließ er Ecken aus. Teilweise nahm er eine Art Shortcut und trimmte eben nicht durchgehend so, wie man es sich wünschen würde.
Das ist schade, weil man ständig das Gefühl hat: Da steckt Potenzial drin. Aber es ist eben noch nicht konsequent genug umgesetzt.
Wie nah fährt er schon beim normalen Mähen an die Kante?
Was man fairerweise sagen muss: Der Goat O1200 fährt schon beim normalen Mähen ziemlich nah an die gesetzten Grenzen heran. Und das hilft ihm natürlich. Denn wenn das Gerät ohnehin schon relativ sauber bis an den Rand mäht, dann ist der zusätzliche Bedarf für den Trimmer gar nicht mehr ganz so groß.
Gerade in meinem Fall, wo ich einige gut überfahrbare Grenzen habe, relativiert das die Schwäche des Randschnitts etwas. Denn wenn ohnehin nur ein kleiner Rest stehenbleibt, ist das Problem kleiner, als wenn der Mäher generell weit von Kanten entfernt bleibt.
Trotzdem bleibt dabei natürlich bestehen: Das große Verkaufsargument dieses Modells ist eben gerade der Trimmer. Und wenn genau der noch nicht konstant stark performt, dann ist das einfach relevant.
Verbrauchsmaterialien und Alltagstauglichkeit
Ein Punkt, den man bei so einem System ebenfalls im Blick haben sollte, sind die Verbrauchsmaterialien. Bei klassischen Mährobotern kennt man das Thema Klingenwechsel. Das ist etabliert, kalkulierbar und meist relativ unkompliziert.
Beim Trimmer-System stellt sich dagegen die Frage, wie teuer und wie aufwendig das Ganze langfristig wird. Gerade wenn man viele Kanten hat oder den Mäher intensiv nutzt, kann das durchaus ein Faktor sein. Es ist jedenfalls nicht nur eine Spielerei auf dem Papier, sondern potenziell auch ein Punkt, der bei den laufenden Kosten relevant wird.
Hier wird man wahrscheinlich erst mit längerer Nutzung wirklich belastbare Erfahrungswerte sammeln können. Aber wenn ihr mit dem Gedanken spielt, euch so ein Modell zu holen, dann würde ich das im Hinterkopf behalten.
Meine Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen im Alltag: Für wen lohnt er sich?
Die spannende Frage ist am Ende natürlich: Für wen lohnt sich das Gerät?
Wenn ihr einen modernen Mähroboter sucht, der eine gute Navigation bietet, sauber mäht, unter Bäumen ordentlich klarkommt und insgesamt einen technisch starken Eindruck macht, dann ist der Goat O1200 durchaus interessant. Gerade die Navigation hat mir im Test wirklich gefallen. Auch die allgemeine Mähleistung war überzeugend.
Wenn ihr aber gezielt sagt: Ich will dieses Modell vor allem wegen des Trimmers kaufen, weil ich hoffe, dass ich dann praktisch nie wieder selbst an die Kanten muss, dann wäre ich aktuell eher vorsichtig. Nach meinen bisherigen Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen ist das System dafür noch nicht konstant genug.
Das bedeutet nicht, dass das Gerät schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Es macht viele Dinge gut. Aber beim zentralen Alleinstellungsmerkmal sehe ich eben noch Verbesserungspotenzial.
Hoffnung auf Software-Updates?
Was ich mir gut vorstellen kann: Dass Ecovacs hier per Software noch nachbessert. Genau danach sieht es für mich nämlich aus. Das Hardware-Konzept wirkt nicht unsinnig. Der Trimmer an sich arbeitet ja. Das Problem liegt eher in der Logik dahinter: Wann wird getrimmt, wann nicht, welche Stellen werden ausgelassen, und werden diese ausgelassenen Bereiche sauber erkannt und nachbearbeitet?
Wenn Ecovacs das noch sauber optimiert, könnte der Goat O1200 mit der Zeit deutlich stärker werden. Das wäre jedenfalls mein Eindruck nach dem Test. Im jetzigen Zustand ist das Feature interessant, aber noch nicht so verlässlich, wie ich es mir wünschen würde.
Mein Fazit zum Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro
Wenn ich meine Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen auf den Punkt bringen müsste, dann würde ich sagen:
Der Mähroboter ist insgesamt ein gutes und spannendes Gerät mit sehr ordentlicher Navigation und guter Mähleistung. Gerade in schwierigen Gartenbereichen zeigt er Stärken. Die Einrichtung und Kartierung waren bei mir allerdings nicht ganz problemlos, und das sollte man ehrlich so sagen.
Das größte Thema bleibt aber der Trimmer. Das ist eine coole Idee, und man merkt auch, dass Ecovacs hier etwas Neues probieren will. In der Praxis ist das Ergebnis aktuell aber noch nicht konstant genug, um zu sagen: Ja, das ist jetzt die perfekte Lösung für saubere Kanten.
Wer vor allem einen gut navigierenden Mähroboter sucht und das Trimmer-Feature eher als interessantes Extra betrachtet, kann sich den Goat O1200 durchaus anschauen. Wer dagegen genau beim Randschnitt maximale Perfektion erwartet, sollte die Entwicklung des Geräts und mögliche Software-Updates im Blick behalten.
Unterm Strich ist der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro also kein Reinfall, aber auch noch nicht der endgültige Durchbruch beim Thema Kantenmähen. Es ist eher ein spannender Schritt in die richtige Richtung, bei dem noch nicht alles fertig zu Ende gedacht wirkt.
FAQ zum Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro
Wie gut sind die Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen beim Mähen?
Meine Ecovacs Goat O1200 Erfahrungen beim eigentlichen Mähen sind insgesamt positiv. Die Fläche wird sauber bearbeitet, der Mäher arbeitet gründlich und die Navigation ist stark.
Wie gut funktioniert der Trimmer am Ecovacs Goat O1200?
Der Trimmer funktioniert grundsätzlich, arbeitet in meinem Test aber nicht konstant genug. Teilweise wurden Randbereiche sauber bearbeitet, teilweise ließ das System ohne klaren Grund Stellen aus.
Ist die Navigation des Ecovacs Goat O1200 gut?
Ja, die Navigation gehört für mich klar zu den Stärken des Geräts. Gerade unter Bäumen, an engen Stellen und in schwierigeren Bereichen hat sich der Mäher im Test gut geschlagen.
Gab es Probleme bei der Einrichtung?
Ja, bei der Kartierung gab es in meinem Test Probleme. Mit einem Android-Smartphone funktionierte es am Ende besser, was aber natürlich trotzdem nicht ideal ist.
Lohnt sich der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro?
Das hängt davon ab, was ihr sucht. Wenn ihr einen modernen Mähroboter mit guter Navigation wollt, ist das Gerät interessant. Wenn ihr ihn vor allem wegen des Trimmers kaufen wollt, würde ich aktuell noch etwas vorsichtig sein.
Ist der Ecovacs Goat O1200 besser als andere Mähroboter beim Randmähen?
Aktuell würde ich sagen: Er hat ein sehr interessantes Konzept, ist beim tatsächlichen Randschnitt aber noch nicht konstant genug, um klar vorne zu liegen.
Transparenzhinweis
Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir von Ecovacs für den Test bereitgestellt.