Es gibt Flugzeuge, die sind einfach nur ein Transportmittel. Man steigt ein, sitzt seine Stunden ab, landet und hat das Thema im besten Fall direkt wieder vergessen. Und dann gibt es Flugzeuge wie die Boeing 747. Die 747 ist kein normales Flugzeug. Sie ist ein Symbol. Ein Mythos. Eine Maschine, die über Jahrzehnte die Langstrecke geprägt hat wie kaum ein anderer Jet. Und genau deshalb wollte ich unbedingt noch einmal selbst mit ihr fliegen, bevor dieses Kapitel endgültig zu Ende geht.
In diesem Artikel geht es also um meine ganz persönlichen Lufthansa 747 Erfahrungen auf dem Flug von New York JFK nach Frankfurt. Genauer gesagt saß ich in einer Lufthansa Boeing 747-400, einem echten Klassiker, der inzwischen fast schon ein fliegendes Museum ist, ohne dabei natürlich seine Aufgabe als Linienflugzeug verloren zu haben. Aber genau diese Mischung macht den Reiz aus. Man sitzt in einem Stück Luftfahrtgeschichte, erwartet aber gleichzeitig ein Produkt, für das eine Airline wie Lufthansa nach wie vor Premiumpreise aufruft.
Übersicht
Die Frage ist also: Wie gut ist so ein Flug heute wirklich noch? Ist das Ganze ein magisches Erlebnis, weil man endlich einmal mit der Queen of the Skies unterwegs ist? Oder merkt man der Maschine ihr Alter inzwischen einfach deutlich an? Genau das schauen wir uns hier ausführlich an.
Mit der Lufthansa 747 zurück nach Deutschland
Meine Zeit in New York war leider schon wieder vorbei. Drei richtig schöne Tage lagen hinter mir, und dann hieß es wie so oft: zurück in die Realität. In meinem Fall bedeutete das erst einmal die Rückreise vom Hotel in Manhattan zum Flughafen. Konkret ging es von der 42. Straße aus zum JFK Airport, und zwar mit der Kombination aus Subway und AirTrain.
Für mich ist das zwischen Manhattan und JFK nach wie vor einer der besten Wege, wenn man nicht gerade mit mehreren Koffern unterwegs ist. Es ist meist schneller als man denkt, deutlich günstiger als Taxi oder Uber und gerade für Alleinreisende schlicht die sinnvollste Option. Falls ihr euch dafür interessiert: Ich habe dazu auch schon einen ausführlichen Guide, wie man zwischen Manhattan und JFK mit der Bahn fährt, inklusive Artikel und Video. Wenn ihr also selbst nach New York reist oder wissen wollt, wie ihr am besten vom Flughafen in die Stadt kommt oder umgekehrt, schaut da unbedingt mal rein.
Da ich auf diesem Rückflug nur mit Handgepäck unterwegs war, konnte ich mich am JFK direkt auf den Weg zur Sicherheitskontrolle machen. Und das war tatsächlich angenehmer als gedacht. Trotz damaligem Shutdown lief die Security relativ fix und insgesamt auch freundlich ab. Ganz ohne die üblichen kleinen Absurditäten eines Flughafentages ging es aber natürlich nicht. Dank Stichprobe oder vielleicht auch wegen irgendeinem Mini-Fetzen Papier in meiner Hose kam ich in den Genuss eines kleinen Extra-Checks. Sagen wir mal so: leichtes Petting durch die Security ist jetzt nicht das, was man sich als Highlight vor dem Nachtflug wünscht, aber gut. Damit muss man an Flughäfen wohl einfach leben.

Erster Eindruck am Gate: Die Queen steht bereit
Ich war relativ früh am Gate und hatte dadurch noch genug Zeit, mir unser Flugzeug in Ruhe anzusehen. Und da stand sie dann: Lufthansas Boeing 747-400 mit der Kennung D-ABVY. Genau in solchen Momenten merkt man, dass die 747 eben nicht irgendein Flieger ist. Diese Nase, dieser Buckel, diese ganze Präsenz auf dem Vorfeld – das ist schon etwas Besonderes.
Der Jumbo ist seit dem 11. Dezember 2000 für Lufthansa unterwegs. Das heißt, die Maschine ist inzwischen rund 25 Jahre alt. Und natürlich stellt man sich da automatisch die Frage: Wie viel merkt man dem Flugzeug innen eigentlich noch an? Wurde da zwischenzeitlich modernisiert? Fühlt sich das Produkt noch zeitgemäß an? Oder sitzt man am Ende eher in einer Art nostalgischer Hülle, die zwar emotional funktioniert, aber beim Komfort nicht mehr mit aktuellen Langstreckenprodukten mithalten kann?
Genau das war für mich einer der spannendsten Punkte an diesem Flug. Denn meine Lufthansa 747 Erfahrungen sollten ja nicht nur von dem Mythos leben, sondern auch von dem, was man an Bord wirklich bekommt.

Boarding der Boeing 747-400: Einsteigen in einen Klassiker
Pünktlich ging das Boarding los, und dank meiner Behinderung durfte ich das Preboarding nutzen. Das ist immer angenehm, weil man einfach deutlich entspannter einsteigen kann, ohne das typische Gedränge im Gang und ohne dieses nervige Stop-and-go beim Verstauen des Handgepäcks.
Also ging es hinein in den Flieger und dann relativ weit nach hinten, konkret in Reihe 46. Schon beim Einsteigen war mein erster Eindruck durchaus positiv. Die Kabine machte keinen völlig heruntergerockten Eindruck, wie man ihn bei einem alten Flugzeug vielleicht befürchten könnte. Der Sitz wirkte ordentlich, der Sitzabstand war auf den ersten Blick okay und auch die Crew war direkt freundlich und gut drauf.
Was relativ schnell klar wurde: Dieser Flug war alles andere als ausgebucht. Die Lufthansa 747-400 hat in dieser Konfiguration 371 Sitzplätze, und laut Flugbegleiterin blieben auf diesem Flug über 100 Plätze frei. Das ist schon eine Hausnummer. Gerade auf einem Nachtflug ist das natürlich Gold wert. Viele Passagiere konnten sich über eine ganze Reihe freuen, und auch ich hatte Glück: Bei mir blieb zumindest der Mittelsitz frei.

Das klingt vielleicht nach einem kleinen Detail, macht aber gerade in der Economy einen riesigen Unterschied. Ein freier Mittelsitz kann einen Langstreckenflug gefühlt direkt um eine halbe Klasse aufwerten. Die Bewegungsfreiheit ist größer, man sitzt entspannter, und die gesamte Atmosphäre ist automatisch angenehmer.
Lufthansa Economy Class in der 747: Wie gut ist der Sitzkomfort?
Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte, wenn man über Lufthansa 747 Erfahrungen spricht: dem eigentlichen Sitzprodukt in der Economy Class.
Mein Eindruck war hier zweigeteilt. Positiv war ganz klar: Der Sitz war bequem genug, um mehrere Stunden ordentlich darin auszuhalten. Ich saß nicht schlecht, der Sitzabstand war in Ordnung und für einen Nachtflug im klassischen Drei-Klassen-Langstreckenbetrieb konnte man damit arbeiten. Wunder darf man natürlich nicht erwarten, aber völlig problematisch war es auch nicht.
Gleichzeitig merkt man eben schon, dass man hier nicht in einem komplett neuen Produkt sitzt. Es fehlt ein bisschen dieses frische, moderne Gefühl, das manche neueren Langstreckenjets mittlerweile vermitteln, wie beispielsweise der neue Dreamliner bei American Airlines. Und das ist im Grunde auch der Kern vieler Lufthansa Economy Erfahrungen auf älteren Maschinen: Es ist nicht katastrophal, aber eben auch nicht unbedingt etwas, bei dem man am Ende sagt, wow, das war jetzt auf Premium-Niveau.
In meinem Fall wurde der Flug durch den freien Mittelsitz massiv aufgewertet. Hätte neben mir jemand gesessen, wäre mein Eindruck wahrscheinlich etwas nüchterner ausgefallen. Das muss man fairerweise dazusagen. Der Sitz an sich ist solide. Aber das Raumgefühl, die Ruhe und der zusätzliche Platz haben hier definitiv geholfen.
Der erste kleine Dämpfer: Technikprobleme beim Inflight Entertainment
So schön der erste Eindruck war, einen kleinen Schluckauf gab es dann doch noch vor dem Start. Die Hälfte der Bildschirme funktionierte zunächst nicht. Auch meiner war betroffen. Und das ist natürlich genau die Art von Problem, die man bei einem älteren Flugzeug nicht unbedingt sehen möchte, wenn eine Airline sich nach außen weiterhin als Premiumanbieter positioniert.
Das gesamte System musste noch einmal neu gestartet werden, weil es hier ja nicht nur darum geht, ob man irgendeine Serie schauen kann, sondern auch um das Safety Briefing. Nach dem Neustart liefen die Bildschirme dann zum Glück wieder, also war das Problem am Ende lösbar. Komplett erledigt war die Sache für mich damit aber nicht, denn bei meinem Bildschirm funktionierte der Kopfhörerausgang nur, wenn ich den Daumen auf dem Stecker hielt.
Das sind genau diese kleinen Dinge, die in der Summe einen Eindruck prägen. Es ist nichts, was den Flug unsicher macht. Und das ist mir wichtig klarzustellen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Bedenken bei Sicherheit oder Wartung. Null. Es geht wirklich nur um das Produktgefühl an Bord. Und da sind kaputte Anschlüsse oder zickige Screens eben Dinge, die einfach nicht passieren sollten, wenn man als Airline Premiumpreise verlangt.

Mein Trick für Nachtflüge: Tablethalter statt Airline-Entertainment
Weil mich das Inflight Entertainment aus verschiedenen Gründen ohnehin nicht besonders reizt, hatte ich mir für diese Reise einen kleinen Tablethalter besorgt, den man am Sitz befestigen kann. Und ich kann ehrlich sagen: Das war eine richtig gute Anschaffung.
Gerade auf Flügen, bei denen man entweder der Bordtechnik nicht ganz traut oder das Entertainment-Angebot der Airline einfach nicht den eigenen Geschmack trifft, ist so ein Halter Gold wert. Ich konnte mein eigenes Programm schauen, war unabhängig vom Bordmonitor und hatte deutlich weniger Stress. Für mich war das eine der praktischsten Reiseanschaffungen dieses Trips.
Das passt vielleicht nicht direkt in klassische Lufthansa 747 Erfahrungen, aber es ist definitiv ein Tipp, den ich jedem mitgeben würde, der häufiger Langstrecke fliegt. Denn selbst wenn das Bordentertainment funktioniert, ist das eigene Tablet oft einfach die angenehmere Lösung.
Essen und Service auf dem Lufthansa Nachtflug
Etwa eine Stunde nach dem Start begann dann der Service, und ich entschied mich für das Nudelgericht. Und ich muss sagen: Das war absolut ordentlich. Kein kulinarisches Erweckungserlebnis natürlich, aber lecker genug, warm, völlig okay und insgesamt ein Essen, mit dem ich zufrieden war.
Auch der Service an sich war angenehm. Die Kabine war wegen der geringen Auslastung ruhig, entspannt und insgesamt deutlich angenehmer als auf einem vollen Flug. Und ich hatte den Eindruck, dass das auch auf die Crew abfärbte. Die Flugbegleiterinnen wirkten entspannt, freundlich und so, als würde ihnen dieser Flug mit weniger Gästen durchaus Spaß machen.
Genau das ist übrigens ein Punkt, den viele unterschätzen. Gute Lufthansa Langstrecke Erfahrungen hängen oft nicht nur vom Sitz oder vom Essen ab, sondern auch stark von der Stimmung an Bord. Und die war hier wirklich gut. Keine Hektik, kein Chaos, keine aggressive Enge, sondern einfach ein sehr ruhiger Nachtflug.
Später vor der Landung gab es dann noch ein warmes Panini und ein Getränk. Auch das war völlig okay. Nicht spektakulär, aber als kleiner Snack vor der Ankunft absolut ausreichend.
Boeing 747 Passagierflug heute: Ein Erlebnis mit Seltenheitswert
Irgendwann auf diesem Flug stellt man sich fast automatisch die Frage: Wie oft kann man sowas eigentlich überhaupt noch machen? Denn die 747 ist als Passagierflugzeug inzwischen fast komplett verschwunden.
Im regulären Linienverkehr wird sie weltweit nur noch von sehr wenigen Airlines eingesetzt. Genau das verleiht dem Erlebnis zusätzlich Gewicht. Man sitzt nicht einfach nur in einem Flugzeug, sondern in einem Typ, der aus dem normalen Alltag der Luftfahrt fast verschwunden ist.
Lufthansa betreibt aktuell noch 26 Boeing 747, davon 8 ältere 747-400 und 18 neuere 747-8. Die 747-400 soll nach aktuellen Konzernplänen spätestens bis 2028 verschwinden, teils wird intern sogar 2027 genannt. Das hängt natürlich auch davon ab, wie schnell Boeing endlich die bestellten 777 und 787-9 liefert.
Die Lufthansa 747-8 soll dagegen nach heutigem Stand nicht kurzfristig aus der Flotte verschwinden. Im Gegenteil: Sie bekommt sogar noch das neue Allegris-Produkt und bleibt damit vorerst ein fester Bestandteil der Langstreckenflotte. Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Wer die klassische 747-400 noch erleben möchte, sollte das nicht ewig aufschieben.
Gerade deshalb sind solche Lufthansa 747 Erfahrungen heute eben mehr als nur ein normaler Tripreport. Sie sind auch ein Blick auf ein Flugzeug, das bald Geschichte sein wird.
Wie ruhig ist ein Nachtflug mit der Lufthansa 747-400?
Erfreulich ruhig. So simpel kann man es zusammenfassen.
Der Flug verlief völlig entspannt. Keine besonderen Zwischenfälle, keine erwähnenswerten Turbulenzen, keine unangenehmen Überraschungen. Die Kabine war ruhig, das Licht gedimmt, viele Reihen blieben teilweise oder ganz frei. Genau so stellt man sich eigentlich einen Nachtflug vor.
Für mich persönlich gibt es nur ein Problem, das auch die beste Airline und das beste Flugzeug nicht lösen können: Ich kann in Flugzeugen einfach nicht schlafen. Egal ob Economy, Premium Economy oder Business Class. Ich kann es einfach nicht. Andere Leute legen den Kopf schief und sind nach fünf Minuten weg, ich starre gefühlt sechs Stunden lang Löcher in die Kabinendecke und wundere mich, dass die Zeit trotzdem vergeht.
Aber auch wenn ich nicht schlafen konnte, war der Flug angenehm. Und das sagt schon einiges aus. Denn viele Nachtflüge sind selbst dann anstrengend, wenn man zumindest phasenweise dösen kann. Hier war die Gesamtstimmung an Bord schlicht entspannt.
Mein ehrliches Fazit: Nostalgie, Kritik und trotzdem ein besonderer Flug
An dieser Stelle muss ich etwas ausholen, denn meine Lufthansa 747 Erfahrungen sind nicht nur positiv verklärt. In meiner Anmoderation war ich bewusst ein bisschen kratzbürstig, und das kam nicht von ungefähr.
Ich war zu diesem Zeitpunkt etwas genervt von Lufthansa. Auf der einen Seite möchte man Premiumqualität abliefern, verlangt auch die entsprechenden Preise und liefert dann in manchen Bereichen nicht kontinuierlich ab. Mein Hinflug im A380 hatte bereits gezeigt, dass da eben nicht alles Gold ist, was glänzt. Dazu kam die Meldung, dass Lufthansa perspektivisch sehr viele Mitarbeiter entlassen möchte. Diese Kombination macht das Unternehmen für mich persönlich nicht sympathischer.
Und trotzdem muss man die Frage fair beantworten: Hat mir der Flug gefallen?
Ja. Hat er.
Die 747 hat für mich tatsächlich etwas herausgerissen. Nicht, weil alles perfekt gewesen wäre. Das war es nicht. Es gab Technikmacken, es gab kleinere Qualitätsprobleme und man merkt dem Produkt sein Alter in einigen Punkten durchaus an. Aber das Gesamtpaket hatte eben trotzdem Charme. Und vor allem hatte es Persönlichkeit. Das bekommt man in vielen modernen, effizienteren, leiseren Zweistrahlern in dieser Form einfach nicht mehr.
Gleichzeitig bleibe ich dabei: Auch wenn die Lufthansa Boeing 747-400 in den nächsten Jahren ausgeflottet werden soll, sollte das Produkt tadellos funktionieren. Ein defekter Kopfhöreranschluss oder Bildschirme mit Aussetzern sind keine Katastrophe, aber eben auch nicht das, was man von einer Premiumairline erwarten sollte.
Mein Eindruck ist deshalb am Ende ziemlich klar: Der Flug war für mich ein tolles Erlebnis, weil es die Queen of the Skies war. Würde ich Lufthansa auf genau dieser Strecke aber automatisch wieder wählen? Eher nicht. Da sehe ich persönlich andere Airlines auf der Transatlantikroute stärker. Aber als 747-Erlebnis war das Ganze definitiv etwas Besonderes.
Und vor allem: Ich kann die 747 jetzt endlich von meiner Bucketlist streichen.
Landung in Frankfurt: Punktlandung nach dem Nachtflugverbot
Die Landung in Frankfurt hatte dann noch einen kleinen extra interessanten Moment. Genau um 05:01 Uhr, also eine Minute nach Aufhebung des Nachtflugverbots, setzte unsere Königin in Frankfurt auf. Das ist schon irgendwie witzig. Fast so, als hätte man genau darauf gewartet, jetzt offiziell wieder landen zu dürfen.
Die Ankunft selbst war ruhig und unspektakulär, so wie man sich das nach einem Nachtflug wünscht. Keine Hektik, keine holprige Endphase, sondern ein entspannter Rollweg zum Gate.
Damit war meine Reise aber noch nicht vorbei. Denn Frankfurt war für mich nur der Umstieg. Es ging noch weiter nach Hannover. Und dieser zweite Flug sollte in seiner ganz eigenen Art mindestens genauso kurios werden.
Weiterflug nach Hannover: Fast wie ein Privatjet
Nach dem Aussteigen ging es mit dem Bus über den morgendlichen Flughafen. Und ich sage es immer wieder: Frankfurt ist für mich einer der wenigen Flughäfen, bei denen mich ein Busgate überhaupt nicht stört. Ganz im Gegenteil. Man sieht dort einfach unglaublich viele unterschiedliche Flugzeuge und bekommt noch einmal einen schönen Blick auf das Vorfeld.
Schon im Bus war relativ klar, dass auch der Anschlussflug alles andere als voll sein würde. Und als wir schließlich im kleinen Airbus saßen und kurz darauf schon das „Boarding completed“ ertönte, war die Sache endgültig klar. Wir waren vielleicht 15 bis 20 Passagiere. So wenig hatte ich auf einem solchen Flug auch noch nicht erlebt.
Hier hatte praktisch nicht nur jeder seine eigene Reihe, sondern fast jeder gefühlt auch seinen eigenen Notausgang. Das hatte schon etwas von Privatjet auf Linienflugniveau. Natürlich war das kein Luxusprodukt, aber das Raumgefühl war herrlich absurd. Für einen kurzen Inlandshüpfer beziehungsweise Deutschland-Zubringer war das schon ziemlich witzig.
In der Luft gab es dann das klassische Lufthansa Kurzstrecken-Standardprogramm: ein kleines Fläschchen Wasser und eine kleine Tafel Schokolade. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich ehrlich gesagt einen Kaffee hilfreicher gefunden, aber gut. Man nimmt, was man kriegt.
Und so ging es dann ganz entspannt weiter nach Hannover, wo ich schließlich ruhig aufsetzte und diese Reise endgültig beenden konnte.
Lufthansa 747 Erfahrungen: Lohnt sich so ein Flug noch?
Diese Frage werden sich viele stellen, die gezielt nach Lufthansa 747 Erfahrungen suchen. Meine Antwort lautet: Ja, aber mit der richtigen Erwartungshaltung.
Wer ein komplett hochmodernes, makelloses, state-of-the-art Produkt erwartet, der wird auf einer alten 747-400 vermutlich nicht restlos glücklich. Man merkt der Maschine ihr Alter an. Nicht dramatisch, nicht sicherheitsrelevant, aber im Detail eben doch. Das betrifft Technik, Entertainment und allgemein das Gefühl, wie frisch so ein Produkt noch wirkt.
Wer aber die 747 selbst erleben möchte, wer Freude an Luftfahrtgeschichte hat, wer sich für klassische Langstreckenjets begeistert und einfach noch einmal mit der Queen fliegen will, für den lohnt es sich definitiv. Denn dieses Gefühl, in einer 747 zu sitzen, lässt sich eben nicht ersetzen. Eine 787 ist objektiv moderner. Eine A350 vielleicht in vielen Punkten angenehmer. Aber eine 747 ist eine 747.
Und genau deshalb war dieser Flug für mich unterm Strich ein Erfolg. Nicht, weil er perfekt war. Sondern weil er besonders war.
Mein Tipp für alle, die denselben Trip planen
Falls ihr selbst eine ähnliche Reise plant, also New York JFK nach Frankfurt mit Lufthansa oder allgemein zwischen Manhattan und JFK unterwegs seid, schaut euch unbedingt meinen separaten Guide zur Bahnfahrt zwischen Manhattan und JFK an. Dazu gibt es bei mir einen Artikel und ein Video, in denen ich genau erkläre, wie man die Strecke mit Subway und AirTrain fährt, worauf man achten sollte und warum das für viele Reisende die beste Option ist.
Gerade wenn ihr in New York ein bisschen aufs Budget schaut, keinen riesigen Koffer dabei habt oder einfach nicht im Straßenverkehr festhängen wollt, ist diese Verbindung oft die beste Lösung.
Fazit: Meine Lufthansa 747 Erfahrungen in einem Satz
Wenn ich meine Lufthansa 747 Erfahrungen auf einen Satz herunterbrechen müsste, dann wäre es dieser:
Nicht perfekt, nicht mehr ganz frisch, aber als Flug mit der Queen of the Skies trotzdem ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte.
Die Lufthansa 747-400 ist kein makelloses Premiumprodukt mehr. Dafür ist sie zu alt, zu speziell und in manchen Punkten auch schlicht nicht modern genug. Aber sie hat Charakter, Ausstrahlung und dieses ganz besondere Gefühl, das nur eine 747 vermittelt. Und genau deshalb war dieser Flug für mich mehr als nur der Rückweg nach Deutschland. Er war ein kleiner Haken auf meiner Luftfahrt-Bucketlist.
FAQ: Die 10 häufigsten Fragen zur Lufthansa 747
1. Welche Lufthansa 747 Erfahrungen hast du insgesamt gemacht?
Meine Lufthansa 747 Erfahrungen waren insgesamt positiv, auch wenn nicht alles perfekt war. Der Flug war ruhig, der Service freundlich, das Essen ordentlich und das Erlebnis an sich wegen der 747 natürlich besonders. Gleichzeitig gab es kleinere technische Probleme beim Entertainment-System und man merkt dem Produkt sein Alter an.
2. Welche Boeing 747 wurde auf deinem Flug eingesetzt?
Auf meinem Flug kam eine Lufthansa Boeing 747-400 mit der Registrierung D-ABVY zum Einsatz.
3. Wie alt war das Flugzeug?
Die Maschine ist seit dem 11. Dezember 2000 bei Lufthansa im Einsatz und war damit zum Zeitpunkt meines Flugs rund 25 Jahre alt.
4. Wie viele Sitzplätze hat die Lufthansa 747-400?
Die von mir geflogene Lufthansa 747-400 hat 371 Sitzplätze.
5. Wie war die Lufthansa Economy Class in der 747?
Die Lufthansa Economy Class in der 747 war solide. Der Sitz war bequem genug, der Sitzabstand okay und die Kabine wirkte nicht ungepflegt. Ein freier Mittelsitz hat das Erlebnis für mich allerdings deutlich verbessert.
6. Wie war das Essen auf dem Lufthansa Nachtflug?
Das Essen war besser als erwartet. Ich hatte ein Nudelgericht, das ordentlich geschmeckt hat, und vor der Landung gab es noch ein warmes Panini. Kein Gourmet-Erlebnis, aber absolut in Ordnung.
7. Funktionierte das Inflight Entertainment problemlos?
Nein, anfangs nicht. Ein Teil der Bildschirme funktionierte zunächst nicht und das System musste neu gestartet werden. Danach lief es zwar wieder, aber mein Kopfhöreranschluss hatte weiterhin einen Wackelkontakt.
8. Lohnt es sich noch, mit der Lufthansa 747 zu fliegen?
Ja, definitiv, wenn man die 747 selbst noch erleben möchte. Wer gezielt nach einem perfekten, hochmodernen Langstreckenprodukt sucht, wird vielleicht kritisch sein. Wer aber noch einmal mit der Queen of the Skies fliegen will, sollte die Gelegenheit nutzen.
9. Wie viele Boeing 747 hat Lufthansa noch?
Lufthansa betreibt aktuell noch 26 Boeing 747, davon 8 Boeing 747-400 und 18 Boeing 747-8.
10. Wird die Lufthansa 747-400 bald ausgemustert?
Ja, die 747-400 soll nach aktuellem Stand in den kommenden Jahren aus der Flotte verschwinden. Als Zeitraum werden meist 2027 bis 2028 genannt. Wer also noch mit ihr fliegen möchte, sollte das nicht zu lange aufschieben.