Wenn man nach einem USA-Trip wieder nach Hause fliegt, hofft man im Idealfall auf einen möglichst unspektakulären Reisetag. Koffer abgeben, durch die Security, einsteigen, schlafen, ankommen. Genau so war der Plan auf unserem Rückweg von Las Vegas nach Hannover. Bekommen haben wir stattdessen einen Reisetag, der wirklich alles dabei hatte: nervigen Self-Service am Flughafen, eine echte Karen am Check-in, hilfsbereite Amerikaner, einen Startabbruch auf der Runway, einen überraschend angenehmen Inlandsflug, einen fast fabrikneuen Dreamliner auf dem Weg nach London und am Ende doch ein ziemlich positives Gesamtfazit.
Genau deshalb passen meine American Airlines Erfahrungen hier auch so gut. Denn dieser Rückflug war nicht einfach nur irgendeine Verbindung von A nach B, sondern eine dieser Reisen, bei denen man am Ende deutlich mehr über eine Airline, über Flughäfen und ehrlich gesagt auch über die amerikanische Mentalität gelernt hat, als man vorher gedacht hätte.
Überblick
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American Airlines Erfahrungen auf dem Rückflug aus den USA: Darum geht es in diesem Artikel
Wir waren insgesamt eine Woche in den USA unterwegs. Den Großteil der Zeit haben wir in Los Angeles verbracht, bevor es weiter Richtung Wüste ging und wir die letzten beiden Tage in Las Vegas verbracht haben. Allein dieser Reiseverlauf war schon spannend, weil er zwei komplett unterschiedliche Seiten des amerikanischen Westens zeigt: Auf der einen Seite Los Angeles mit seiner riesigen Ausdehnung, seiner Filmkulisse und seinem typischen kalifornischen Chaos, auf der anderen Seite Las Vegas, also dieser komplett künstliche, überdrehte Ausnahmeort mitten in der Wüste.
Falls ihr übrigens selbst eine ähnliche Route plant, dann schaut euch unbedingt auch meinen Artikel über die Strecke zwischen Los Angeles und Las Vegas mit dem Flixbus an. Dazu gibt es bei mir nicht nur einen ausführlichen Artikel, sondern auch ein passendes Video. Gerade wenn ihr wissen wollt, ob sich diese günstige Verbindung wirklich lohnt, wie anstrengend die Fahrt ist und worauf man achten sollte, findet ihr dort alle wichtigen Infos aus erster Hand.








Zurück ging es bei uns dann am 19. August von Las Vegas über Chicago und London nach Hannover. Also kein entspannter Direktflug, sondern gleich drei Teilstrecken an einem Tag beziehungsweise über eine Nacht. Normalerweise wäre genau das ein Punkt, bei dem viele direkt sagen würden: bloß nicht, viel zu stressig. Ich sehe das inzwischen etwas entspannter. Klar, direkt ist bequemer, aber gerade auf sehr langen Strecken finde ich Zwischenstopps manchmal sogar angenehmer, weil man wenigstens zwischendurch mal aus dem Flugzeug rauskommt und sich kurz wieder wie ein Mensch fühlen kann.
Trotzdem war natürlich völlig klar: So eine Verbindung steht und fällt mit dem ersten Flug. Und genau da begann unser Tag schon deutlich chaotischer, als ich es mir gewünscht hätte.
Las Vegas Airport: Zwischen Glücksspiel, Eiskaffee und Check-in-Frust
Las Vegas ist einer dieser Orte, die man wahrscheinlich wirklich mal gesehen haben sollte. Einfach weil es so absurd ist. Die riesigen Hotels, diese Dauerbeschallung, die grellen Farben, die Hitze, die Kugel mitten in der Wüste – all das ist schon beeindruckend. Aber gleichzeitig ist es auch ein Ort, der mich schnell anstrengt. Gefühlt kostet alles zu viel, ständig will jemand etwas von dir und selbst ein banaler Einkauf fühlt sich sofort überteuert an.
Genau dieses Gefühl zieht sich irgendwie bis zum Flughafen weiter. Schon auf dem Weg zum Gate läuft man in Las Vegas noch an Spielautomaten vorbei. Das ist einfach maximal Vegas. Wer auf dem letzten Meter vor dem Rückflug noch Geld verlieren möchte, bekommt dazu auch am Airport noch die Gelegenheit. Dazu dann ein kleiner Eiskaffee bei Dunkin’ Donuts – klein natürlich im amerikanischen Sinne, also ungefähr in der Größenordnung eines halben Wassereimers – und eigentlich könnte man meinen, der Reisetag startet halbwegs entspannt.
Tat er aber nicht.
Denn schon beim Check-in merkte ich: Heute läuft hier irgendetwas anders. Oder besser gesagt: gar nicht. Die Self-Service-Terminals, an denen man den Koffer aufgeben sollte, funktionierten bei uns schlicht nicht richtig. Ich musste noch Gepäck bezahlen, aber keine meiner Karten wollte. Weder American Express noch Mastercard noch meine deutsche EC-Karte. Nichts ging. Und das ist genau die Art von Situation, die man vor einem langen Rückflug aus den USA wirklich nicht braucht.
Noch unangenehmer wurde es durch eine Mitarbeiterin von American Airlines, die leider genau das verkörperte, was man landläufig als Karen bezeichnet. Also nicht hilfsbereit, nicht lösungsorientiert, sondern eher in der Kategorie: Was haben Sie jetzt eigentlich vor, anstatt Ihnen einfach zu helfen? Gerade wenn man mit Kindern reist und sowieso schon genug Gepäck, genug Gedanken und genug Zeitdruck hat, ist das einfach unnötig.
Und dann passierte das, was ich an den USA immer wieder faszinierend finde.
USA-Reisen zwischen Wahnsinn und Herzlichkeit: Genau das haben wir am Flughafen erlebt
Während uns die American-Airlines-Mitarbeiterin eher genervt als geholfen hat, haben zwei Amerikaner die Situation mitbekommen. Einfach fremde Menschen. Die haben erst versucht, uns mit einem pragmatischen Tipp zu helfen und meinten, wir sollten die Gepäckgebühr über die App bezahlen. Hat natürlich auch nicht funktioniert. In der App hieß es dann sinngemäß, wir sollen das am Flughafen erledigen – was ja genau das war, was eben nicht geklappt hat.
Die beiden haben das ebenfalls gesehen und dann etwas angeboten, das ich wirklich bemerkenswert fand: Sie wollten den Koffer für uns bezahlen und wir hätten ihnen das Geld einfach per PayPal geschickt. Das ist so ein Moment, der für mich diese widersprüchlichen American Airlines Erfahrungen beziehungsweise allgemein USA-Erfahrungen perfekt zusammenfasst. Auf der einen Seite Systeme, die kompliziert wirken, auf der anderen Seite Menschen, die komplett unkompliziert helfen wollen.
Am Ende sind wir dann doch an den Schalter gegangen. Obwohl uns vorher gesagt wurde, dass das dort nicht möglich sei, ging es plötzlich ganz problemlos. Karte durchgezogen, bezahlt, erledigt. Also genau so, wie es von Anfang an hätte laufen können.
Das war gleichzeitig nervig und irgendwie auch bezeichnend. Denn wenn man in den USA unterwegs ist, erlebt man oft beides gleichzeitig: unpraktische Prozesse und extrem hilfsbereite Menschen. Und genau diese Mischung sollte sich durch den restlichen Reisetag weiterziehen.

American Airlines Inlandsflug: Von Las Vegas nach Chicago mit der Boeing 737-800
Nachdem das Gepäck endlich weg war, lief der Rest am Flughafen Las Vegas erstaunlich reibungslos. Die Sicherheitskontrolle ging schnell, der Flughafen war deutlich ruhiger als die Stadt selbst und wir konnten uns langsam auf den ersten Flug konzentrieren. Es ging mit American Airlines von Las Vegas nach Chicago, Flug 2258, durchgeführt von einer 15 Jahre alten Boeing 737-800.
Klingt erstmal nicht nach etwas, worüber man viele Worte verlieren muss. Klassischer US-Inlandsflug, älteres Narrowbody-Flugzeug, voll besetzt, fertig. Tatsächlich war dieser Flug aber deutlich interessanter, als ich gedacht hatte.
Zum einen war die Maschine komplett ausgebucht. Das lag nicht daran, dass American Airlines an diesem Tag plötzlich besonders günstig oder beliebt gewesen wäre, sondern daran, dass am Vortag sämtliche Flüge von Las Vegas nach Chicago gestrichen worden waren. Ursache war eine massive Gewitterzelle, die Chicago O’Hare für Stunden lahmgelegt hatte. Heißt im Klartext: Viele Passagiere vom Vortag saßen jetzt mit auf unserem Flug.
Damit war eigentlich schon vor dem Boarding klar, dass heute wenig Puffer existieren würde. Und wenn man in Chicago nur rund zwei Stunden Umsteigezeit hat, wird so etwas schnell unangenehm.
Startabbruch bei American Airlines: Wenn der Flug plötzlich wieder zurück zum Gate fährt
Wir rollten also ganz normal zur Startbahn. Alles sah nach einem normalen Abflug aus. Nichts deutete darauf hin, dass gleich etwas passieren würde. Doch kurz vor dem Start wurde es hektisch an Bord, und der Abflug wurde abgebrochen.
Zurück zum Gate.
In so einem Moment fängt natürlich sofort das Gedankenkarussell an. Technisches Problem? Irgendetwas an der Maschine? Doch relativ schnell stellte sich heraus, dass ein Passagier ohnmächtig geworden war und über mehrere Minuten nicht mehr ansprechbar gewesen sein soll. Also ging es zurück, Sanitäter kamen an Bord und zum Glück konnte der Mann das Flugzeug später auf eigenen Beinen wieder verlassen.
Natürlich war das für unsere knappe Verbindung alles andere als ideal. Gleichzeitig war das genau die richtige Entscheidung. Lieber eine Stunde später los als irgendetwas zu riskieren. Danach wurde noch nachgetankt, auf einen neuen Slot gewartet und etwa eine Stunde später rollten wir erneut Richtung Startbahn.
Diesmal ging es dann wirklich los.
Solche Situationen gehören leider auch zu realistischen American Airlines Erfahrungen dazu, wobei man fair sagen muss: Das war kein organisatorisches Airline-Versagen, sondern einfach ein medizinischer Notfall. Die Reaktion war nachvollziehbar, professionell und am Ende auch beruhigend.
Überraschend gut: Entertainment und Komfort auf dem American-Airlines-Inlandsflug
Was mich auf dem Flug nach Chicago dann wirklich positiv überrascht hat, war das Entertainment-System. Bei europäischen Airlines ist man auf solchen Strecken oft froh, wenn der Sitz überhaupt halbwegs bequem ist und das WLAN vielleicht irgendwie funktioniert. American Airlines hat hier auf diesem Inlandsflug ein WLAN-basiertes Entertainment-System angeboten, das man auf dem eigenen Gerät nutzen konnte – und zwar mit einer wirklich großen Auswahl.
Noch besser: In den Sitzen gab es sogar eine Tablet-Halterung. Und zwar nicht irgendwie halbherzig, sondern so, dass auch größere Geräte vernünftig befestigt werden konnten. Das klingt erstmal nach einem kleinen Detail, ist im Alltag aber tatsächlich ziemlich angenehm. Gerade wenn man längere Zeit Inhalte schauen will, möchte man nicht dauerhaft das Tablet oder Handy in der Hand halten.
Weniger überzeugend waren die USB-Anschlüsse. Die haben so wenig Strom geliefert, dass man eher das Gefühl hatte, das Gerät entlädt sich nur langsamer, anstatt wirklich zu laden. Das ist dann wieder so ein Punkt, bei dem man merkt: Gute Idee, aber nicht ganz zu Ende gedacht.
Trotzdem muss ich sagen: Für einen Inlandsflug war das Gesamtpaket überraschend ordentlich. Gute Unterhaltung, völlig okay für die Strecke, und der Flug über Nevada war landschaftlich sowieso schön.

Überbuchung auf dem Transatlantikflug: 2250 Euro für einen freiwillig abgegebenen Sitzplatz?
Während des Fluges nach Chicago kamen immer wieder Nachrichten von American Airlines aufs Handy. Gesucht wurden Freiwillige, die ihren Platz auf dem Flug von Chicago nach London aufgeben würden. Im Gegenzug gab es einen zusätzlichen Tag in den USA und etwa 2250 Euro.
Ganz ehrlich: Da gibt es deutlich schlechtere Angebote.
Natürlich habe ich es probiert und uns für das höchstmögliche Angebot angemeldet. Nicht unbedingt, weil wir zwingend noch einen weiteren Tag gebraucht hätten, sondern weil das schon eine sehr ordentliche Summe ist. Gerade wenn man halbwegs flexibel ist, kann so etwas durchaus interessant sein.
Am Ende wurde unser Gebot aber nicht angenommen.
Spannend war dafür der Hintergrund der Überbuchung: Der London-Flug am Vortag war wegen technischer Probleme am Bugfahrwerk am Boden geblieben. Also saßen auch dort wieder Passagiere vom Vortag in der Kette, und entsprechend wurde es eng.
Im Nachhinein war ich ehrlich gesagt sogar ganz froh, dass unser Angebot nicht gezogen wurde. Denn zusätzliche Unwägbarkeiten auf so einer langen Heimreise braucht man auch nicht unbedingt.
Chicago O’Hare Erfahrungen: Der Flughafen aus Kevin allein zu Haus
Die Landung in Chicago war angenehm, aber die Verspätung war natürlich noch da. Aufgeholt wurde praktisch nichts. Und damit war auch klar: Viel Zeit, um O’Hare ausführlich zu erkunden, würden wir nicht haben.
Trotzdem bleibt dieser Flughafen für mich besonders. Allein schon, weil er eine gewisse ikonische Wirkung hat. Wenn man dort unterwegs ist, hat man tatsächlich schnell dieses Gefühl von „Flughafen aus Kevin allein zu Haus“. Riesig, busy, irgendwie geometrisch, fast wie ein Schachbrett aufgebaut und dazu voller Flugzeuge aus allen Richtungen.
Leider hieß es für uns nicht gemütlich umschauen, sondern direkt weiter zum Gate. Genau das ist eben die Kehrseite solcher Umsteigeverbindungen. Theoretisch spannend, praktisch manchmal einfach nur ein Wettrennen von einem Abschnitt zum nächsten.
Dreamliner-Erlebnis mit American Airlines: Fast fabrikneu über den Atlantik
Der eigentliche Höhepunkt unserer American Airlines Erfahrungen kam dann aber auf dem Langstreckenflug von Chicago nach London.
Ich hatte diesen Flug vorher gar nicht großartig recherchiert. Für mich war das ehrlich gesagt einfach nur der nächste Abschnitt auf dem Weg nach Hause. Ich hatte auch gar nicht geplant, daraus groß etwas Besonderes zu machen. Aber schon beim Betreten des Flugzeugs war klar: Das hier ist anders.
Der Dreamliner wirkte komplett neu. Nicht „relativ modern“, nicht „vor Kurzem überholt“, sondern wirklich neu. Ein kurzer Blick auf die Daten bestätigte den Eindruck: Diese Boeing 787 war gerade einmal drei Wochen alt. Wir saßen also auf einem Flugzeug, das praktisch noch frisch aus dem Werk kam und gerade mal seinen neunten Flug absolvierte.
Und das merkt man sofort. Nicht nur optisch, sondern auch vom gesamten Eindruck her. Sitze, Geruch, Kabine, alles wirkte frisch. Selbst die Crew hatte teilweise noch diesen Eindruck von: Wir sind selbst gerade dabei, uns an diesen Flieger zu gewöhnen. Nicht unsicher, aber eben noch nicht komplett in der Routine.

American Airlines Economy Langstrecke: Sitze, Bildschirm, Bluetooth und Essen
Gerade auf Langstrecke kommt es in der Economy natürlich auf die Basics an. Wie bequem ist der Sitz? Wie gut ist das Entertainment? Gibt es genug Platz? Und wie fühlt sich der Flug insgesamt an?
Hier hat American Airlines für mich wirklich gepunktet.
Besonders positiv war zunächst der Bildschirm. Und zwar nicht einfach nur „okay groß“, sondern wirklich groß. Dazu modern, gestochen scharf und mit einer guten Auswahl. Das Entertainment-Angebot wirkte insgesamt hochwertig und zeitgemäß. Noch besser: Eigene Kopfhörer ließen sich per Bluetooth verbinden. Das ist so ein Feature, das man einmal nutzt und sich danach fragt, warum das nicht längst Standard ist. Keine billigen Airline-Kopfhörer, kein Gefummel mit Adaptern, kein Druck auf den Ohren nach 20 Minuten – einfach verbinden und los.
Auch die Sitze fand ich für Economy absolut in Ordnung. Keine Luxusklasse natürlich, aber bequem genug, ordentlich verarbeitet und mit vernünftiger Beinfreiheit. Der Dreamliner selbst ist angenehm leise, was auf Nachtflügen wirklich einen Unterschied macht. Geschlafen habe ich trotzdem nicht, aber das liegt mehr an mir als an der Airline. Ich kann in Flugzeugen einfach schlecht schlafen.
Beim Essen gab es Hähnchen mit Gemüse, und auch da war ich positiv überrascht. Flugzeugessen bleibt Flugzeugessen, aber für Economy war das wirklich absolut okay. Nichts Weltbewegendes, aber völlig solide und damit mehr, als man auf vielen Flügen bekommt.
Die inoffizielle Taufe des neuen Dreamliners
Und dann gab es auf diesem fast neuen Flugzeug noch einen Moment, den man so wahrscheinlich nicht in jeder Pressemitteilung zur Indienststellung lesen würde.
Kurz nach dem Start veränderte sich plötzlich der Geruch in der Kabine. Der typische Duft eines neuen Flugzeugs wurde langsam von etwas Süßlichem verdrängt. Dann liefen ein paar Flugbegleiterinnen etwas hektischer durch die Kabine und es wurde schnell klar, was passiert war: Ein kleiner Passagier hatte sich übergeben.
So unerquicklich das in der Situation natürlich ist, im Nachhinein war es irgendwie auch eine absurde Pointe dieses Flugs. Dieser fast neue Dreamliner hatte damit auf sehr eigene Weise einen weiteren Meilenstein erreicht. Offiziell eingeweiht, könnte man sagen.
Mir tat der kleine Passagier dabei natürlich vor allem leid. Aber man muss American Airlines auch hier zugutehalten: Die Crew hat das souverän gelöst, die Lüftung hat schnell für normale Luft gesorgt und kurze Zeit später war die Situation auch schon wieder entspannt.
Preis-Leistung bei American Airlines: Überraschend stark für die Hauptreisezeit
Ein Punkt, der bei meinen American Airlines Erfahrungen ebenfalls wichtig ist, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn am Ende kann ein Flug noch so modern sein – wenn er komplett überteuert ist, sieht die Bewertung schnell anders aus.
Unser Ticket war Teil eines Gabelflugs: Hin von Brüssel nach Los Angeles, zurück von Las Vegas nach Hannover. Gezahlt habe ich rund 440 Euro pro Person, dazu kamen jeweils 70 Euro pro Strecke für einen Koffer.
Und ganz ehrlich: Für Hauptreisezeit, USA, großer Carrier und diese Gesamtstrecke finde ich das wirklich stark. Klar, man darf nicht so tun, als wäre das ein luxuriöser Direktflug ohne Aufwand. Ist es nicht. Man kauft sich hier einen Preisvorteil eben über Umstiege und längere Reisetage ein. Aber wenn man das bewusst macht und nicht erwartet, nonstop und superkomfortabel durchgetragen zu werden, dann ist das Angebot mehr als fair.
Gerade im Vergleich zu vielen Europa-USA-Verbindungen, die in den Ferien schnell richtig teuer werden, war das hier aus meiner Sicht ein sehr gutes Paket.
Zwischenstopp in London Heathrow: ETA, Spotting-Tipp und letzter Flug nach Hannover
Nach dem Nachtflug landeten wir in London Heathrow, genauer gesagt an Terminal 5. Dank gültiger UK ETA verlief die Einreise schnell und unkompliziert. Das war für uns besonders angenehm, weil wir die Umsteigezeit tatsächlich für einen kleinen Spaziergang außerhalb des Flughafens genutzt haben.
Für einen ausgedehnten Besuch reichte die Zeit zwar nicht, aber es war trotzdem nett, einmal kurz frische Luft zu schnappen. Wenn ihr in Heathrow mehr Zeit habt und Flugzeuge beobachten wollt, dann kann ich euch den Klassiker rund um Hatton Cross wirklich empfehlen. Mit der Piccadilly Line kommt man schnell hin, und von dort aus erreicht man bekannte Spotting-Punkte, die in Europa wirklich Kultstatus haben.
Danach ging es für uns wieder zurück in den Flughafen – diesmal zu Terminal 3. Und ja, Heathrow war wieder so, wie Heathrow eben oft ist: voll. Sehr voll. Teilweise fast schon zu voll. Trotzdem lief die Sicherheitskontrolle erstaunlich schnell, was für mich wieder einmal gezeigt hat, wie stark die Briten beim Thema Warteschlangenmanagement sind. Klingt unspektakulär, macht aber in der Praxis einen riesigen Unterschied.
Der letzte Flug nach Hannover wurde dann von British Airways mit einem Airbus A320neo durchgeführt. Nach dem Dreamliner fühlte sich das natürlich wieder deutlich europäischer und kleiner an. Aber nach so einem langen Reisetag war uns das ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Kaum in der Luft, sind wir alle fast sofort eingeschlafen und wurden erst kurz vor der Landung wieder wach.
Und dann waren wir auch schon wieder da: Hannover.

Mein Fazit: Wie gut ist American Airlines wirklich?
Wenn ich diese Reise zusammenfasse, dann fallen meine American Airlines Erfahrungen insgesamt überraschend positiv aus.
Ja, der Start in Las Vegas war chaotisch. Ja, der Self-Service-Check-in war nervig. Ja, die eine Mitarbeiterin hätte man sich wirklich sparen können. Und ja, ein Reisetag mit drei Flügen bleibt anstrengend.
Aber gleichzeitig gab es auch eine Menge positiver Punkte. Der Inlandsflug war besser ausgestattet als erwartet. Das Entertainment-System auf dem eigenen Gerät war praktisch. Der Langstreckenflug im neuen Dreamliner war wirklich angenehm. Der Bildschirm, das Bluetooth-Audio, die Sitze, der allgemeine Eindruck des Flugzeugs – all das war stark. Dazu kam eine insgesamt gute Crew und ein Preis, den ich für Hauptsaison und Route wirklich fair finde.
American Airlines hat mich auf diesem Rückflug ehrlich gesagt positiver überrascht, als ich es vorher gedacht hätte. Es war kein perfekter Reisetag, dafür ist zu viel passiert. Aber genau deshalb war er eben auch aussagekräftig. Eine Airline zeigt sich nicht nur dann, wenn alles glatt läuft, sondern gerade dann, wenn Dinge nicht perfekt laufen.
Und genau da hat American Airlines für mich in Summe einen guten Eindruck hinterlassen.
USA, Menschen und die Frage, wie man ein Land bewertet
Eine Sache ist mir nach dieser Reise noch mal besonders klar geworden: Ein Land sollte man nie nach den lautesten, anstrengendsten oder unangenehmsten Menschen beurteilen. Weder am Flughafen noch irgendwo anders. Denn meistens sind es eben nicht diese Leute, die ein Land wirklich ausmachen.
Viel häufiger trifft man offene, hilfsbereite, interessierte Menschen. Menschen, die merken, dass etwas nicht funktioniert, und dann einfach helfen. Genau so wie die beiden Amerikaner am Check-in in Las Vegas. Und das war für mich fast schon sinnbildlich für diese Reise.
Die USA können anstrengend sein. Manches ist kompliziert, manches künstlich, manches einfach drüber. Aber gleichzeitig gibt es dort auch eine Form von Offenheit und Hilfsbereitschaft, die den Aufenthalt oft deutlich angenehmer macht. Ist diese Freundlichkeit immer komplett echt? Wahrscheinlich nicht. Aber sie ist Teil der Kultur. Und entweder man mag das oder eben nicht.
Ich für meinen Teil kann nach diesem Trip sagen: Los Angeles und American Airlines werden mich ziemlich sicher wiedersehen.
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Und wenn ihr eure Westküstenreise plant, dann ist auch mein Beitrag über die Strecke zwischen Los Angeles und Las Vegas mit dem Flixbus spannend. Dazu gibt es sowohl einen Artikel als auch ein Video. Gerade wenn ihr euch fragt, ob der Flixbus auf dieser Route eine sinnvolle Alternative zum Mietwagen oder Inlandsflug ist, bekommt ihr dort einen realistischen Eindruck.
FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen zu meinen American Airlines Erfahrungen
1. Wie waren deine American Airlines Erfahrungen insgesamt?
Insgesamt positiv. Der Rückflug war zwar chaotisch gestartet, aber American Airlines hat mich beim Entertainment, beim Dreamliner und beim allgemeinen Komfort auf Langstrecke wirklich überrascht.
2. Ist American Airlines auf Langstrecke gut?
Auf unserem Flug ja. Besonders der fast neue Dreamliner war sehr angenehm: große Bildschirme, Bluetooth für eigene Kopfhörer, ordentliche Sitze und insgesamt ein modernes Kabinenerlebnis.
3. Wie war der Service bei American Airlines?
Durchwachsen am Boden, gut in der Luft. Am Check-in in Las Vegas hatten wir eine unangenehme Erfahrung mit einer Mitarbeiterin, an Bord war die Crew aber insgesamt stark und professionell.
4. Wie ist das Entertainment bei American Airlines?
Überraschend gut. Schon auf dem Inlandsflug gab es ein starkes WLAN-basiertes Angebot fürs eigene Gerät. Auf der Langstrecke war das System im Dreamliner modern, groß und angenehm zu bedienen.
5. Lohnt sich American Airlines in Economy?
Für den Preis in unserem Fall ganz klar ja. Gerade wenn man ein gutes Angebot erwischt, bekommt man auf Langstrecke ein solides bis gutes Produkt.
6. Wie war der Flug von Las Vegas nach Chicago?
Trotz Startabbruch am Ende gut. Die 737-800 war voll, aber das Entertainment war besser als erwartet und der Flug selbst angenehm.
7. Warum wurde euer Start in Las Vegas abgebrochen?
Ein Passagier war ohnmächtig geworden und musste medizinisch versorgt werden. Deshalb ging es zurück zum Gate, bevor wir später mit Verspätung doch noch starten konnten.
8. Wie war der Umstieg in Chicago O’Hare?
Relativ stressig, weil wir durch die Verspätung kaum Zeit hatten. O’Hare ist riesig und spannend, aber in unserem Fall blieb leider keine Zeit zum entspannten Erkunden.
9. War der Flugpreis für die USA-Reise fair?
Ja, absolut. Rund 440 Euro pro Person für den Gabelflug plus Gepäck war in der Hauptreisezeit aus meiner Sicht ein starkes Angebot.
10. Würdest du wieder mit American Airlines fliegen?
Ja, würde ich. Vor allem auf Basis dieses Rückflugs. Nicht alles war perfekt, aber insgesamt war die Erfahrung deutlich besser, als ich es vorher erwartet hatte.