Wenn man in Italien an schnelle Züge denkt, denken viele zuerst an Trenitalia. Aber es gibt eben noch einen zweiten großen Namen auf den Schienen – und zwar Italo. Genau den habe ich auf einer längeren Strecke getestet: von Bozen nach Rom, früh am Morgen, quer durch beeindruckende Landschaften, später über die Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu 300 km/h. Und weil viele von euch immer wieder nach meinen Italo Erfahrungen, nach dem Unterschied zwischen Italo und Trenitalia, nach der Prima Class und nach dem allgemeinen Komfort im italienischen Hochgeschwindigkeitszug fragen, gibt’s hier jetzt den ausführlichen Blogartikel zum Video.
Überblick
In diesem Beitrag nehme ich euch also noch einmal in Ruhe mit auf diese Reise. Es geht nicht nur darum, wie der Zug aussieht oder wie schnell er fährt, sondern vor allem darum, wie sich eine echte Fahrt mit Italo im Alltag anfühlt. Ist die Prima Class bei Italo den Aufpreis wert? Wie gut ist der Service? Wie bequem sitzt man wirklich? Wie modern ist der Zug? Und lohnt sich Italo überhaupt, wenn man durch Italien reist?
Außerdem binde ich euch hier natürlich auch das passende Video mit ein. Wenn ihr meinen Content rund um Züge, Airlines, Reisen und ehrliche Reviews mögt, schaut auch gern auf meinem YouTube-Kanal vorbei und lasst dort ein Abo da.
Mein Video zur Italo Fahrt von Bozen nach Rom
Hier könnt ihr das passende Video direkt in den Artikel einbinden:
Italo Erfahrungen auf einen Blick: Meine Reise von Bozen nach Rom
Heute geht es um eine Zugfahrt, auf die ich mich wirklich gefreut habe. Nicht nur, weil Italien bei Bahnreisen ohnehin oft ziemlich viel richtig macht, sondern auch, weil Italo für viele immer noch so ein bisschen spannend und besonders wirkt. Ein privater Hochgeschwindigkeitszug in Italien, mit modernem Design, mehreren Komfortklassen und dem Ruf, eine echte Alternative zur Staatsbahn zu sein – das klingt erstmal ziemlich interessant.
Los ging es in Bozen, und zwar sehr früh am Morgen. Der Bahnsteig war noch ziemlich leer, die Luft noch kühl, und vor uns stand schon dieser dunkelrote Zug, der optisch einfach direkt was hermacht. Schon in diesem Moment hatte ich das Gefühl: Das hier wird keine gewöhnliche Zugfahrt, sondern eher so eine Reise, bei der das Verkehrsmittel selbst schon Teil des Erlebnisses ist.
Und genau das ist ja oft der Punkt bei guten Bahnfahrten. Es geht nicht nur darum, möglichst effizient von A nach B zu kommen. Es geht auch darum, wie sich die Reise anfühlt. Gerade wenn man mehrere Stunden unterwegs ist, machen Dinge wie Sitzkomfort, Ruhe, Design, Service und Gesamtatmosphäre eben einen riesigen Unterschied.
Meine Italo Erfahrungen auf dieser Fahrt waren insgesamt wirklich positiv – aber natürlich gab es auch ein paar Punkte, über die man ehrlich sprechen muss. Genau das machen wir hier jetzt ausführlich.

Was ist Italo überhaupt? Privater Hochgeschwindigkeitszug in Italien
Für alle, die Italo bisher nur am Rande kennen: Hinter der Marke steckt das Unternehmen NTV, also Nuovo Trasporto Viaggiatori. Und Italo ist damit eben nicht die klassische Staatsbahn, sondern ein privater Anbieter im italienischen Fernverkehr. Das allein macht das Ganze schon interessant, weil man hier direkt merkt, dass das Produkt anders positioniert ist.
Italo möchte nicht nostalgisch sein, nicht verspielt, nicht überladen, sondern eher modern, reduziert und hochwertig wirken. Genau das merkt man auch ziemlich schnell, sobald man einsteigt. Die Züge setzen stark auf klare Formen, warme Farben, Lederoptik und ein Ambiente, das eher Richtung Business und Vielfahrer geht als Richtung klassischer Familienausflug.
Inzwischen ist Italo längst kein kleiner Außenseiter mehr. Die Marke hat sich etabliert und gehört für viele Reisende in Italien ganz selbstverständlich zum Fernverkehr dazu. Auch deshalb taucht der Name inzwischen immer öfter bei uns in Deutschland auf. Immer wieder gibt es Berichte darüber, dass Italo perspektivisch auch nach Deutschland kommen könnte oder sogar innerdeutsche Verbindungen interessant wären. Noch ist das Zukunftsmusik, aber die Idee allein ist natürlich spannend. Denn ein privater Hochgeschwindigkeitsanbieter als Konkurrenz zum ICE – das wäre schon ein interessantes Szenario.
Der Italo AGV 575: Mit welchem Zug war ich unterwegs?
Bei meinem Zug handelte es sich um einen Italo AGV 575, also um die erste Hochgeschwindigkeitsgeneration von Italo. Gebaut wurde dieser Zug von Alstom, in Betrieb ging er ab 2012. Regulär ist dieser Zugtyp mit bis zu 300 km/h unterwegs und damit klar auf den italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecken zuhause.
Genau solche Züge fahren vor allem auf den großen Achsen zwischen Städten wie Mailand, Rom, Neapel oder Venedig. Auf meiner Verbindung von Bozen nach Rom kommt noch ein ganz spannender Punkt dazu: Am Anfang der Reise geht es noch etwas entspannter durch Norditalien, bevor später die richtig schnellen Abschnitte kommen. Das macht diese Route für mich fast noch interessanter als eine reine Vollgas-Strecke zwischen zwei Metropolen.
Denn ganz ehrlich: Wenn du durch Norditalien fährst, mit diesen wirklich schönen Aussichten, dann ist es eigentlich sogar ganz angenehm, dass der Zug nicht von der ersten Minute an mit Höchstgeschwindigkeit durch alles hindurchschießt. Du hast erstmal diesen ruhigeren Reisebeginn, bevor Italo später zeigt, was technisch wirklich drinsteckt.
Einstieg, Design und erster Eindruck: So modern wirkt Italo an Bord
Schon von außen sieht Italo richtig gut aus. Dieser dunkelrote Zug hat einfach etwas. Er wirkt elegant, modern und schnell, auch wenn er noch am Bahnsteig steht. Und genau dieses Bild setzt sich innen fort.
Beim Einsteigen fällt sofort auf, dass Italo ein sehr klares Konzept verfolgt. Hier will niemand mit übertriebenem Luxus beeindrucken. Stattdessen wirkt alles ziemlich stimmig, ruhig und wertig. Innen gibt es warme Farben, eine moderne Gestaltung, klare Linien und ein Ambiente, das angenehm professionell wirkt.
Das ist nicht der Zug, der dich mit irgendwelchen verrückten Designideen überraschen will. Stattdessen ist es eher so: Du steigst ein und merkst direkt, dass hier viele Dinge einfach bewusst auf angenehmes Reisen ausgelegt sind. Es fühlt sich ordentlich an, durchdacht und insgesamt ziemlich erwachsen.
Gerade wenn man öfter Bahn fährt, weiß man so etwas zu schätzen. Denn am Ende bringt dir das schönste Marketing nichts, wenn der Zug innen billig wirkt, laut ist oder wenig durchdacht. Bei Italo hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass das Produkt eine klare Linie hat – und das ist erstmal ein sehr guter Start.
Italo Prima Class Erfahrungen: Lohnt sich die Buchung?
Ich war auf dieser Fahrt in der Prima Class unterwegs. Und das ist direkt einer der Punkte, die mir wirklich gut gefallen haben. Denn in dieser Klasse gibt es eine 2+1-Bestuhlung. Das bedeutet: auf einer Seite Einzelsitze, auf der anderen Seite Doppelsitze.
Gerade wenn man alleine reist, ist das wirklich angenehm. Du hast mehr Platz, mehr Ruhe und einfach ein deutlich besseres Reisegefühl als in klassisch engeren Sitzkonfigurationen. Für eine längere Strecke wie Bozen nach Rom macht das absolut Sinn.
Der Sitz selbst war ebenfalls überzeugend. Es gibt ordentliche Beinfreiheit, einen großen Tisch, Steckdosen am Platz und eine Leselampe. Also genau die Dinge, die man auf einer längeren Fahrt tatsächlich braucht. Nicht als Marketing-Gag, sondern ganz praktisch.
Was mir dabei gut gefallen hat: Die Prima Class wirkt nicht unnötig abgehoben. Es ist nicht so, dass man hier plötzlich in einem absurd luxuriösen Setting sitzt. Stattdessen ist es eher die Art von Komfort, die im Alltag wirklich einen Unterschied macht. Du sitzt bequemer, du hast mehr Raum, du kannst besser arbeiten oder entspannter reisen, und genau dadurch fühlt sich die Fahrt hochwertiger an.
Ich habe für mein Ticket übrigens 70 Euro bezahlt, gebucht ungefähr 10 Tage vor Abfahrt. Für eine längere Hochgeschwindigkeitsfahrt in dieser Klasse fand ich das absolut okay. Natürlich hängt so etwas immer stark von Strecke, Auslastung und Buchungszeitpunkt ab, aber in diesem Fall war das für mich ein fairer Preis.

Die Italo Klassen im Überblick: Smart, Comfort, Prima und Club Executive
Ein großer Vorteil bei Italo ist, dass der Anbieter mit seinen verschiedenen Klassen ziemlich viele Bedürfnisse abdeckt. Es gibt insgesamt vier Klassen:
Smart
Das ist die günstigste Variante. Wer einfach möglichst preiswert mit dem Hochgeschwindigkeitszug durch Italien fahren möchte, ist hier richtig.
Comfort
Eine Zwischenstufe mit etwas mehr Platz und etwas angenehmerem Reisegefühl, ohne direkt in die höheren Klassen zu gehen.
Prima
Die Klasse, in der ich unterwegs war. Für mich ist das so ein bisschen die Business-Class-Version bei Italo. Mehr Platz, mehr Ruhe, Service am Platz und insgesamt ein deutlich angenehmeres Setup für längere Fahrten.
Club Executive
Ganz oben angesiedelt, mit noch mehr Privatsphäre und einem exklusiveren Ambiente.
Spannend fand ich übrigens, dass Club Executive in meinem konkreten Fall vermutlich gar nicht so viel gebracht hätte. Denn irgendwann stieg eine Gruppe amerikanischer Touristen ein, die sich mehr als lautstark über Europa unterhalten hat. Und obwohl ich gar nicht direkt dort saß, konnte man trotzdem erstaunlich gut mitbekommen, was im Club-Executive-Bereich so besprochen wurde. Das zeigt ganz gut: Auch die teuerste Klasse schützt einen am Ende nicht immer zuverlässig vor lauten Mitreisenden.
Service bei Italo: Snacks am Platz statt klassischem Bordrestaurant
Was mir an Italo relativ schnell aufgefallen ist: Das gesamte Konzept wirkt schlanker und direkter als bei manch anderen Anbietern. Es gibt kein klassisches Bordrestaurant, wie man es etwa aus manchen anderen Hochgeschwindigkeitszügen kennt. Stattdessen läuft vieles einfacher.
In der Prima Class bekommt man Snacks und Getränke direkt am Platz. Und das war tatsächlich ziemlich angenehm gelöst. Es blieb nämlich nicht bei einer einzigen Runde. Das Personal kam im Verlauf der Fahrt mehrfach vorbei, ungefähr alle paar Stationen, fragte nach Getränken und brachte kleine Snacks.
Genau das hat für mich gut funktioniert. Du musst nicht aufstehen, musst keinen Wagen suchen, musst dich nicht irgendwo anstellen, sondern kannst einfach sitzen bleiben und wirst versorgt. Gerade auf einer längeren Strecke ist das wirklich komfortabel.
Der Service selbst war freundlich, aber zurückhaltend. Also nicht aufgesetzt, nicht übertrieben geschniegelt, nicht künstlich geschniegelt wie in manchen Premiumprodukten, sondern einfach angenehm unaufgeregt. Und ich finde, das passt ziemlich gut zum gesamten Charakter von Italo. Der Zug will modern und entspannt wirken, nicht geschniegelt und theatralisch – und genau so hat sich auch der Service angefühlt.
Der große Schwachpunkt: Der Kaffee an Bord ist wirklich enttäuschend
So positiv meine Italo Erfahrungen insgesamt waren – über einen Punkt muss man wirklich ehrlich sprechen. Und das ist der Kaffee.
Der war leider furchtbar.
Und ja, das ist besonders bitter, wenn man bedenkt, dass wir hier in Italien unterwegs sind. Da erwartet man natürlich zumindest einen halbwegs ordentlichen Kaffee. Aber das, was ich hier bekommen habe, war wirklich schwach. Instantkaffee, dazu Pulvermilch, geschmacklich irgendwo zwischen Automat und Notlösung.
Ganz ehrlich: Das wird dem Land einfach nicht gerecht.
Das ist jetzt natürlich kein Punkt, der die gesamte Fahrt ruiniert. Aber es ist schon so ein Detail, bei dem man sich denkt: Come on, Leute. Ihr habt hier einen schicken Hochgeschwindigkeitszug, ein modernes Markenbild, ein hochwertiges Interieur, eine angenehme Prima Class – und dann serviert ihr so einen Kaffee? Das passt einfach nicht zusammen.
Vielleicht ist es am Ende genau deshalb so auffällig, weil der Rest der Fahrt eben so ordentlich ist. Da fällt so ein Ausreißer direkt doppelt auf.
Komfort, Ruhe und Atmosphäre: Wie angenehm ist eine lange Italo Fahrt wirklich?
Abgesehen vom Kaffee war die Fahrt aber wirklich angenehm. Und zwar nicht nur oberflächlich, sondern über mehrere Stunden hinweg. Genau das ist ja oft der entscheidende Punkt. Viele Züge machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck, aber nach zwei oder drei Stunden merkt man dann, wo die Schwächen liegen.
Bei Italo hatte ich eher das Gefühl, dass das Produkt auf längeren Strecken tatsächlich Sinn ergibt. Der Wagen war ruhig, der Sitz bequem, das Licht angenehm, die Atmosphäre entspannt. In der Prima Class kommt dann eben noch dazu, dass man mehr Platz hat und der gesamte Reisecharakter ein Stück ruhiger wird.
Das ist für mich übrigens einer der wichtigsten Punkte bei Bahnreisen: Wie schnell vergeht die Zeit an Bord? Wenn man nach mehreren Stunden aussteigt und denkt, dass die Reise eigentlich ziemlich unkompliziert und angenehm war, dann hat der Zug vieles richtig gemacht. Genau dieses Gefühl hatte ich hier.
Man merkt einfach, dass Italo ein durchdachtes Produkt auf die Schiene gestellt hat. Nicht überluxuriös, nicht verspielt, sondern in vielen Bereichen ziemlich sinnvoll. Und manchmal ist genau das viel mehr wert als irgendwelche spektakulären Ausstattungsdetails.
Die Strecke von Bozen nach Rom: Landschaft trifft Hochgeschwindigkeit
Was diese Fahrt besonders spannend macht, ist die Kombination aus schönen Landschaften und späterer Hochgeschwindigkeit. Am Anfang verlässt man Bozen und rollt erstmal Richtung Trient und Verona. Hier geht es noch nicht durchgehend mit voller Power voran, aber genau das mochte ich an dieser Verbindung eigentlich sehr.
Du hast zuerst diesen entspannteren Abschnitt durch Norditalien, in dem du noch etwas mehr von der Umgebung mitbekommst. Und das lohnt sich wirklich. Die Kulisse ist beeindruckend, und es wäre fast schade, dort direkt überall mit 300 km/h vorbeizuschießen.
Je näher man dann Richtung Rom kommt, desto mehr spielt Italo das aus, wofür der Anbieter bekannt ist: schnelle Verbindungen zwischen den großen Städten Italiens. Der Zug nimmt spürbar Tempo auf und zeigt dann auch technisch, was in ihm steckt.
Irgendwann sind wir dann tatsächlich nahe der Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h, und das ist natürlich gerade für Zugfans ein echtes Highlight. Wenn ein moderner Hochgeschwindigkeitszug richtig aufdreht und dabei gleichzeitig ruhig bleibt, dann ist das einfach ein starkes Reiseerlebnis.
Italo und die Sache mit der Fahrtrichtung: Tipp für empfindliche Reisende
Ein kleiner Punkt, der vielleicht nicht jedem sofort einfällt, der aber in der Praxis durchaus relevant sein kann: In Italien wechseln Züge wegen der vielen Kopfbahnhöfe mehrfach die Richtung.
Das bedeutet: Wenn euch beim Rückwärtsfahren schnell schlecht wird, dann habt ihr bei solchen Verbindungen unter Umständen wirklich schlechte Karten. Auch das gehört für mich zu ehrlichen Italo Erfahrungen dazu. Es ist kein Problem des Unternehmens selbst, sondern eher eine Eigenheit der Streckenführung und Bahnhöfe – aber man sollte es wissen.
Wer empfindlich ist, sollte bei der Platzwahl also ein bisschen aufpassen oder zumindest im Hinterkopf behalten, dass sich die Fahrtrichtung unterwegs ändern kann.
Sauberkeit und WC im Italo Zug: Klein, modern, ordentlich
Natürlich habe ich mir unterwegs auch das Bad angesehen. Und hier gilt: klein, modern, sauber, völlig in Ordnung.
Das klingt erstmal unspektakulär, ist aber eigentlich ein gutes Zeichen. Denn bei Zügen will man an dieser Stelle oft gar nicht mehr hören als genau das. Niemand braucht ein Wellness-Erlebnis im Zug-WC, aber sauber und ordentlich sollte es eben schon sein. Genau diesen Eindruck hatte ich hier.
Gerade auf längeren Fahrten ist Sauberkeit an Bord ein echter Wohlfühlfaktor. Und auch da wirkte Italo insgesamt solide und gepflegt.
Ankunft in Roma Termini: Mein persönliches Fazit zu Italo
Nach mehreren Stunden näherten wir uns schließlich Roma Termini, und damit war es Zeit für ein Fazit.
Mein Eindruck ist insgesamt wirklich positiv. Italo macht das gut. Die Prima Class ist bequem, ruhig und für längere Strecken echt angenehm. Der Service am Platz ist praktisch, der Zug wirkt modern, und die ganze Reise fühlt sich insgesamt stimmig an.
Dazu kommt, dass Italo mit seinen verschiedenen Buchungsklassen eigentlich ziemlich viele Reisetypen abdeckt. Wer günstig fahren will, nimmt Smart. Wer mehr Komfort will, geht Richtung Prima oder Club Executive. Diese klare Staffelung macht das Produkt flexibel und nachvollziehbar.
Was mir besonders gefallen hat, ist diese konsequente Modernität. Italo wirkt nicht altbacken, nicht überfrachtet und nicht unnötig kompliziert. Stattdessen hat man hier das Gefühl, dass viele Dinge einfach direkt und sinnvoll gelöst wurden.
Natürlich ist nicht alles perfekt. Der Kaffee ist wirklich enttäuschend, und je nach Mitreisenden kann auch die Ruhe in höheren Klassen nicht garantiert werden. Aber unterm Strich bleibt für mich eine echt gute Erfahrung.
Wenn ihr also in Italien mit dem Zug unterwegs seid und mal etwas anderes als die Staatsbahn ausprobieren wollt, dann ist Italo definitiv einen Blick wert.
Italo Erfahrungen im Vergleich: Für wen lohnt sich der private Anbieter besonders?
Nach dieser Fahrt würde ich sagen: Italo lohnt sich besonders für bestimmte Arten von Reisenden.
Für Alleinreisende
Gerade die 2+1-Bestuhlung in Prima ist super, wenn man alleine unterwegs ist und mehr Ruhe will.
Für Business-Reisende
Die ruhige Atmosphäre, Steckdosen, Tische und das moderne Ambiente machen Italo gerade in den höheren Klassen attraktiv für Menschen, die unterwegs arbeiten wollen.
Für Zugfans
Wer moderne Hochgeschwindigkeitszüge mag, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Spätestens wenn der Zug nahe der 300 km/h unterwegs ist, macht das einfach Spaß.
Für Italien-Reisende mit Komfortanspruch
Wer bei einer längeren Reise nicht nur billig, sondern angenehm fahren möchte, findet bei Italo ein wirklich solides Produkt.
Für alle, die Alternativen testen wollen
Viele fragen sich bei Italien-Reisen: Italo oder Trenitalia? Genau dafür ist so eine Fahrt spannend. Denn man merkt schnell, dass Italo sich bewusst als modernes, schlankes Konkurrenzprodukt positioniert.
Italo oder Trenitalia? Warum Italo eine spannende Alternative ist
Auch wenn dieser Artikel in erster Linie meine Italo Erfahrungen beschreibt, kommt man an dieser Frage natürlich kaum vorbei: Italo oder Trenitalia?
Ich finde, Italo wirkt in seinem Markenauftritt und im Gesamterlebnis sehr bewusst als modernes Konkurrenzprodukt aufgebaut. Alles ist ein wenig schlanker, reduzierter und stärker auf einen klaren Premium-Alltag ausgerichtet. Nicht pompös, sondern effizient und angenehm.
Gerade die Prima Class bei Italo fand ich für diese Reise sehr überzeugend. Wenn man eine längere Strecke vor sich hat und Wert auf Platz, Ruhe und ein angenehmes Gesamtgefühl legt, ist das schon eine gute Wahl.
Für viele Reisende wird am Ende natürlich auch der Preis entscheidend sein. Aber wenn Preis, Abfahrtszeit und Strecke halbwegs passen, würde ich Italo auf Basis dieser Fahrt definitiv wieder in Betracht ziehen.

Mein abschließendes Urteil: Würde ich wieder mit Italo fahren?
Ja, definitiv.
Nicht, weil alles perfekt war. Sondern weil das Gesamtprodukt einfach überzeugt hat. Die Fahrt war angenehm, der Zug modern, die Prima Class sinnvoll, der Service entspannt und die Reise insgesamt wirklich rund.
Das ist für mich immer der entscheidende Punkt. Nicht, ob irgendwo auf dem Papier jede Kleinigkeit perfekt ist, sondern ob ich am Ende aussteige und mir denke: Ja, das würde ich wieder machen. Und genau das ist hier der Fall.
Wenn ihr also gerade eine Italien Reise mit dem Zug plant, zwischen verschiedenen Anbietern überlegt oder euch fragt, ob Italo Erfahrungen eher Hype oder tatsächlich berechtigt sind, dann lautet mein Urteil ganz klar: Italo ist gut. Vor allem dann, wenn ihr eine moderne, ruhige und angenehme Alternative im italienischen Hochgeschwindigkeitsverkehr sucht.
Mein YouTube-Kanal für weitere Zug- und Reisevideos
Wenn euch solche ehrlichen Bahn- und Reiseberichte gefallen, schaut gern auch auf meinem YouTube-Kanal vorbei. Dort gibt es weitere Reviews, Zugfahrten, Airline-Erfahrungen und Reisevideos.
Check Reens Reviews bei YouTube
FAQ: Die 10 häufigsten Fragen zu Italo
1. Ist Italo besser als Trenitalia?
Das hängt stark von der Strecke, dem Preis und der gebuchten Klasse ab. Meine Italo Erfahrungen waren insgesamt sehr positiv. Besonders die moderne Atmosphäre, die Prima Class und der Service am Platz haben mir gefallen. Italo ist definitiv eine spannende Alternative zur Staatsbahn.
2. Lohnt sich die Prima Class bei Italo?
Ja, aus meiner Sicht schon – vor allem auf längeren Strecken. Die 2+1-Bestuhlung, mehr Ruhe, mehr Platz und der Service am Platz machen einen echten Unterschied.
3. Wie schnell fährt Italo?
Je nach Zugtyp und Strecke fährt Italo regulär mit bis zu 300 km/h. Auf meiner Fahrt Richtung Rom war der Zug zeitweise nahe dieser Höchstgeschwindigkeit unterwegs.
4. Wie viel kostet ein Italo Ticket?
Das variiert stark je nach Strecke, Klasse und Buchungszeitpunkt. Ich habe für meine Fahrt in der Prima Class 70 Euro bezahlt, gebucht etwa 10 Tage vor der Abfahrt.
5. Gibt es bei Italo ein Bordrestaurant?
Nicht in der klassischen Form. Statt eines klassischen Bordrestaurants setzt Italo eher auf ein schlankes Konzept. In der Prima Class bekommt man Snacks und Getränke direkt am Platz.
6. Wie ist der Sitzkomfort bei Italo?
Der Sitzkomfort war auf meiner Fahrt wirklich gut. In Prima gibt es bequeme Sitze, ordentliche Beinfreiheit, große Tische, Steckdosen und Leselampen. Gerade auf langen Fahrten macht das viel aus.
7. Ist Italo sauber?
Ja, mein Eindruck war gut. Der Wagen wirkte gepflegt, ruhig und ordentlich. Auch das WC war klein, modern und sauber.
8. Für wen lohnt sich Italo besonders?
Vor allem für Reisende, die in Italien schnell und komfortabel unterwegs sein möchten. Besonders geeignet ist Italo für Alleinreisende, Business-Reisende, Zugfans und alle, die eine Alternative zur Staatsbahn testen wollen.
9. Gibt es bei Italo gutes Essen und guten Kaffee?
Snacks und Getränke am Platz sind praktisch gelöst. Der große Schwachpunkt auf meiner Fahrt war allerdings ganz klar der Kaffee. Der war leider wirklich enttäuschend.
10. Würde ich wieder mit Italo fahren?
Ja, definitiv. Trotz kleiner Schwächen war das Gesamtprodukt überzeugend. Meine Italo Erfahrungen waren insgesamt klar positiv, und ich würde jederzeit wieder mitfahren.