Ohne Fahrer von Downtown Los Angeles nach Hollywood: Schon die erste Fahrt macht mich neugierig auf mehr. Am Ende unserer knapp einwöchigen Reise nutzen wir Waymo jeden Tag mindestens zweimal. Meine Waymo Los Angeles Erfahrungen bestehen deshalb aus mehr als einem kurzen Ausprobieren. Für eine im Video gezeigte Strecke zahlen wir rund 20 Dollar, während mir Uber deutlich mehr anzeigt. Besonders gefallen mir die Ruhe, die persönlichen Einstellungen und die deutschen Ansagen. Eine hartnäckige Schleife bei der Suche nach einem Ausstieg zeigt aber auch die Grenzen. Dieser Bericht basiert auf meinem am 2. September 2026 veröffentlichten Video. Preise, Bedienoberflächen und verfügbare Strecken können sich seitdem geändert haben.
Inhaltsverzeichnis
Waymo in Los Angeles: aus der Probefahrt wird unser Alltag
Eigentlich wollte ich schon 2025 ein Video über Waymo machen. Damals bekomme ich die App mit meinem deutschen Zugang nicht so, wie ich sie für das Vorhaben brauche. Auf dieser Reise klappt es endlich. Ich kann den Fahrdienst nutzen und bestelle unsere erste Fahrt von Downtown Los Angeles Richtung Hollywood. Die angezeigte Fahrzeit liegt bei ungefähr 40 Minuten, der Preis bei rund 20 Dollar. Damit beginnt ein Versuch, auf den ich mich ziemlich freue.
Das Fahrzeug kommt nach wenigen Minuten. Wir müssen für den Abholpunkt noch einmal über die Straße. Dann stehen wir vor einem Auto, das uns gleich durch die Stadt bringen soll, ohne dass ein Mensch am Steuer sitzt. Die erste Entriegelung, das Einsteigen und der Start sind für uns entsprechend spannend. Auch wenn man die Technik schon auf Videos gesehen hat, fühlt sich der erste eigene Moment darin anders an.
Bei dieser einen Fahrt bleibt es nicht. In knapp einer Woche machen wir täglich mindestens zwei Fahrten. Während der Aufnahme einer späteren Szene spreche ich schon von ungefähr unserer zehnten Fahrt. Daraus rechne ich hier keine exakte Gesamtzahl zusammen, die ich im Video nicht sauber dokumentiert habe. Wichtig ist der Unterschied im Erleben: Aus dem neugierigen ersten Einsteigen wird eine Transportmöglichkeit, die wir wiederholt für unsere Wege in Los Angeles wählen.

Bestellen, Abholpunkt finden und Fahrt starten
Der Ablauf erinnert zunächst an andere Fahrdienste: Ich wähle mein Ziel, sehe die angebotene Fahrt und bestelle. Bei der Ankunft entriegele ich das zugeordnete Auto über die App. Im Fahrzeug kann ich die Fahrt starten. Dass dabei kein Fahrer fragt, wohin wir möchten, bleibt im ersten Moment ungewöhnlich. Stattdessen übernehmen App, Bildschirm und Ansagen einen großen Teil der Orientierung.
Der genaue Abholpunkt verdient Aufmerksamkeit. Unser Auto kommt nicht einfach genau dorthin, wo wir gerade stehen. Bei der ersten Bestellung müssen wir die Straßenseite wechseln. Für jemanden, der zum ersten Mal bestellt, würde ich deshalb empfehlen, nicht nur auf die verbleibenden Minuten zu schauen, sondern auch auf den markierten Ort. Mit Gepäck oder eingeschränkter Orientierung ist dieser kleine Unterschied noch wichtiger.
Mir gefällt, dass die Schritte auf unseren Fahrten grundsätzlich gut funktionieren. Ich würde daraus trotzdem keine feste Anleitung mit unveränderlichen Schaltflächennamen machen, weil sich Apps weiterentwickeln. Vor Ort zählen die aktuellen Hinweise. Ebenso ist meine erfolgreiche Nutzung als deutscher Reisender keine Zusage für jedes Telefon, jedes Konto und jedes Land. Für meine Reise kann ich klar sagen: Es klappt, und der Dienst wird schnell so vertraut, dass ich mich stärker mit den zusätzlichen Funktionen beschäftige. Der erste Start ist das große Erlebnis; bei späteren Bestellungen interessiert mich eher, wo das Auto hält und wie lange wir tatsächlich brauchen.
20 Dollar statt 60: mein Preisvergleich mit Uber
Eine der auffälligsten Erfahrungen ist der Preis. Für die im Video gezeigte Fahrt von Downtown Richtung Venice Beach bezahle ich rund 20 Dollar. Bei meiner parallelen Suche zeigt mir Uber ungefähr 60 Dollar an. Auch für die erste Strecke Richtung Hollywood wirkt das Waymo-Angebot auf mich deutlich günstiger als die angezeigte Alternative. Das trägt natürlich dazu bei, dass wir den Dienst wiederholt nutzen.
Das ist eine Momentaufnahme meiner Suchen. Ich mache daraus keine Regel, nach der Waymo in Los Angeles grundsätzlich immer nur ein Drittel von Uber kostet. Preise können sich nach Strecke, Zeitpunkt und Nachfrage ändern. Auch die angebotene Route und Fahrzeit sind nicht automatisch identisch. Gerade deshalb gehören die angezeigte Ankunftszeit und der genaue Abholort zum Vergleich dazu. Der billigere Betrag allein beantwortet noch nicht, welche Fahrt für den eigenen Termin am besten passt.
Für uns fällt die Entscheidung auf den gezeigten Wegen trotzdem leicht. Wir haben Zeit, möchten den Dienst ausprobieren und finden das Angebot preislich attraktiv. Würde ich heute wieder planen, würde ich genauso erst die konkrete Fahrt ansehen. Meine 20 Dollar sind ein gutes Beispiel aus dieser Reise, kein dauerhaft beworbener Tarif. Wer mit mehreren Personen unterwegs ist, sollte außerdem beachten, dass es hier um die gebuchte Fahrt geht. Ich beschreibe keine von mir separat ermittelten Pro-Kopf-Kosten für jede mögliche Belegung.

Fahrgefühl im Jaguar: schnell vertraut, gelegentlich etwas ruckelig
Unsere Waymos sind Fahrzeuge auf Jaguar-Basis. Nach dem ersten ungewöhnlichen Moment fühlt sich das Mitfahren erstaunlich schnell normal an. Das Auto fährt durch Los Angeles, und ich kann mich auf die Umgebung konzentrieren, statt ständig darüber nachzudenken, dass vorne niemand sitzt. Im Video sage ich deutlich, dass ich mich persönlich sicher fühle. Dieses Gefühl ist für mein Reiseerlebnis wichtig.
Gelegentlich wird die Fahrt etwas ruckelig, etwa bei einem kurzfristigen Spurwechsel vor einer Ampel oder beim Einfahren auf einen Parkplatz. Für mich bleibt das weit davon entfernt, unangenehm zu sein. Ich würde es aber auch nicht als völlig gleichmäßiges Gleiten ohne jede Eigenheit beschreiben. Gerade weil ich so begeistert bin, möchte ich die kleinen Bewegungen nicht unterschlagen, die mir tatsächlich auffallen.
Mein Sicherheitsgefühl ist kein statistischer Sicherheitsnachweis. Aus unseren Fahrten lässt sich nicht berechnen, wie der Dienst im Vergleich mit allen menschlichen Fahrern abschneidet. Dafür bräuchte man andere Daten und eine passende Auswertung. Ich halte den Artikel deshalb bei dem, was ich selbst erlebt habe: Ich fahre gern mit, empfinde die Bewegungen überwiegend als angenehm und nutze Waymo nach den ersten Versuchen weiter. Das ist eine starke persönliche Empfehlung für mein damaliges Reiseerlebnis, ohne daraus eine Aussage zu machen, dass ein autonomes Fahrzeug niemals einen Fehler machen kann.

Musik, Klimaanlage und USB-C: der Innenraum nach meinem Geschmack
Im Auto kann ich viele Dinge selbst einstellen. Das gefällt mir besonders. Über App oder Bildschirm ändere ich die Klimaanlage und kann Musikdienste verbinden. Im Video zeige ich Spotify und YouTube Music als Möglichkeiten. Bei späteren Fahrten erinnert sich das System an persönliche Einstellungen. Dieses Wiedererkennen macht aus einem fremden Fahrzeug schnell einen Raum, in dem ich mich wohlfühle.
Es sind praktische Dinge: Die Temperatur passt zu mir, meine eigene Musik kann laufen, und es gibt USB-C-Anschlüsse zum Laden des Telefons. Auf einer Stadtfahrt ist das angenehm, weil ich gerade das Telefon für die nächsten Schritte der Reise brauche. Ich muss nicht bei jeder Fahrt erst fragen, ob ich etwas einstellen darf. Stattdessen sind die Bedienelemente ausdrücklich für die Passagiere da.
Im Video schätze ich die Umrechnung der angezeigten Fahrenheit-Zahl nebenbei falsch ein. 60 Grad Fahrenheit entsprechen ungefähr 15,6 Grad Celsius, nicht ungefähr 20 Grad. Für diesen Artikel übernehme ich deshalb die falsche Umrechnung nicht. Die tatsächliche Empfindung im Auto ist ohnehin noch einmal etwas anderes als die Zahl auf dem Bildschirm. Mir geht es vor allem darum, dass ich die Klimatisierung nach meinen Bedürfnissen anpassen kann. Für die eigene Fahrt sollte man eine angenehme Einstellung wählen, statt sich an meiner Anzeige festzuhalten. Zusammen mit der Musik und dem Laden wird die Fahrt für mich sehr unkompliziert.
Ruhe im Robotaxi: kein Smalltalk, dafür unser eigener Raum
Ein großer Vorteil ist für mich die Ruhe. Ich muss weder ein Gespräch führen noch eine unangenehme Stille aushalten. Wir können uns unterhalten, Musik hören oder einfach nach draußen schauen. Das klingt vielleicht weniger spektakulär als die Sensorik auf dem Dach, macht für mich im Alltag aber einen großen Teil des Reizes aus. Gerade nach mehreren Fahrten merke ich, wie angenehm ich das finde.
Ich habe auch mit anderen privaten Fahrdiensten schon schöne Fahrten erlebt. Der Vergleich im Video beschreibt deshalb meine persönlichen Vorlieben und keine pauschale Abwertung aller Fahrer. Mir gefällt hier, dass ich den Innenraum für unsere kurze Reisezeit selbst gestalten kann. Wenn ich still sein möchte, bin ich still. Wenn ich die Musik wechseln möchte, mache ich das direkt über die Bedienung.
Darin liegt für mich mehr als ein Technikgag. Ein Fahrzeug, in dem niemand aus unserer Gruppe selbst fahren muss, gibt uns gemeinsame Zeit auf dem Weg. Natürlich steht auch ein Robotaxi im Verkehr und verschafft uns keine zusätzliche Stunde am Strand. Die vorhandene Fahrtzeit fühlt sich für mich aber angenehmer an. Diese Erfahrung erklärt vermutlich besser als jede große Zukunftszahl, warum ich nach der ersten Fahrt sofort wieder einsteigen möchte. Die Technik tritt nach und nach in den Hintergrund, und der praktische Komfort wird zum eigentlichen Grund für die nächste Bestellung.
Stau in Los Angeles: autonom heißt nicht schneller am Ziel
Los Angeles bleibt Los Angeles, auch wenn ein Computer fährt. Auf einer unserer Fahrten werden aus ursprünglich ungefähr 24 Minuten im Feierabendverkehr etwa eine Stunde. Das ist ein deutlicher Unterschied. Bei der späteren Fahrt nach Venice Beach zeigt die App ebenfalls eine erwartete Restzeit an, die natürlich vom Verkehr abhängt. Das Auto kann uns die Fahrt abnehmen, aber nicht alle anderen Autos von der Straße holen.
Wer einen festen Termin hat, sollte deshalb nicht nur auf den günstigen Preis schauen. Die tatsächliche Route, die Abholung und ein Puffer sind genauso wichtig. Ich würde eine Reise zum Bahnhof oder zu einer Veranstaltung nicht allein auf die optimistische Minutenanzeige stützen. Gerade als Besucher ist es leicht, die Entfernungen in Los Angeles zu unterschätzen und mehrere Stadtteile auf einer Karte gedanklich näher zusammenzurücken, als sie sich im Berufsverkehr anfühlen.
Bei unseren Freizeitwegen können wir mit der Wartezeit gut umgehen. Wir sitzen bequem, haben Musik und müssen nicht selbst fahren. Für mich macht das einen Stau erträglicher. Es verwandelt ihn aber nicht in einen schnellen Weg. Im Vergleich mit einem anderen Fahrdienst würde ich deshalb neben dem Preis immer auch die angebotene Route prüfen. Der Bericht zeigt, dass uns Waymo viel Freude macht. Er zeigt zugleich, dass man seine Tagesplanung weiterhin an einer sehr großen und oft verkehrsreichen Stadt ausrichten muss.
Die Ausstiegsschleife: wenn die Automatik keine gute Stelle findet
Nicht alles funktioniert reibungslos. Einmal möchten wir vom Bahnhof zu unserem Hotel. Der erste Halt liegt für uns unpraktisch, ungefähr bei einem Foodtruck, sodass wir dort nicht gut aussteigen können. Über die Möglichkeit, eine andere Stelle zu suchen, lassen wir das Auto weiterfahren. Damit beginnt eine Schleife, die ich im Video genauer beschreibe.
Das Fahrzeug fährt um den Block, versucht einen privaten Parkplatz, dreht wieder um und kommt erneut zurück. Dieser Ablauf wiederholt sich, bevor wir schließlich aussteigen können. Ich zähle daraus hier keine exakt vermessene Zusatzstrecke und behaupte auch nicht, dass jeder misslungene Halt so endet. Für uns ist es aber der konkrete Moment, in dem die Grenzen der automatischen Lösung sichtbar werden. Ein Mensch hätte unsere Situation möglicherweise anders eingeschätzt oder wir hätten sie direkt besprechen können.
Der Vorfall macht meine Begeisterung nicht zunichte. Er verhindert aber, dass ich von einem durchgehend perfekten Dienst spreche. Gerade bei einem fahrerlosen Auto ist der letzte Abschnitt zum tatsächlichen Ziel ein wichtiger Teil der Fahrt. Ich würde vor dem Aussteigen aufmerksam prüfen, wo wir stehen, und bei Problemen die vorgesehenen Hilfen nutzen. Die Waymo-Hilfe zu Abhol- und Ausstiegsorten erklärt ebenfalls, dass die gewählten Haltepunkte von dem abweichen können, was man von einem menschlichen Fahrer erwartet. Unsere Schleife ist dafür ein sehr anschauliches persönliches Beispiel.
Deutsche Ansagen und Barrierefreiheit: für mich besonders interessant
Schon bei der ersten Fahrt spricht das Auto Deutsch mit uns. Es nennt das Ziel und erinnert ans Anschnallen. Auch Hinweise vor dem Ende der Fahrt und beim Aussteigen empfinde ich als hilfreich. Mir gefällt, dass ich diese Informationen in meiner Sprache bekomme, obwohl wir mitten in Los Angeles unterwegs sind. Das macht die Bedienung für mich vertrauter.
Mit meiner Sehbehinderung interessiert mich besonders, wie viel Orientierung ein solcher Dienst bieten kann. In der App sehe ich zusätzliche Einstellungen zur Barrierefreiheit, darunter beschreibende Audiohinweise. Diese spezielle Audiodeskription habe ich bei der gezeigten Aufnahme noch nicht selbst getestet. Das ist eine wichtige Grenze meines Berichts: Eine sichtbare Option ist nicht automatisch eine von mir vollständig geprüfte Hilfe. Die allgemeinen Ansagen erlebe ich dagegen direkt.
Wer ähnliche Bedürfnisse hat, kann sich vorab die offiziellen Informationen zur Barrierefreiheit ansehen. Dort beschreibt Waymo unter anderem Hilfen zum Finden des Autos und zusätzliche Audiofunktionen. Für mich liegt hier großes Potenzial, weil Menschen unabhängiger unterwegs sein könnten, die nicht selbst fahren können. Das heißt nicht, dass jeder Abholpunkt und jede App-Einstellung für jede Person perfekt geeignet ist. Die unpraktische Ausstiegssituation aus unserer eigenen Fahrt gehört gerade deshalb ebenfalls in diesen Bericht. Gute Orientierung und ein tatsächlich erreichbarer Halt müssen zusammenpassen.
Fahrgebiet und Freeways: warum ich meine Aussage im Video korrigiere
Während der Reise orientiere ich mich am in der App verfügbaren Gebiet. Wir fahren unter anderem nach Hollywood und Richtung Venice Beach. Daraus folgt nicht, dass das gesamte Stadtgebiet oder jeder gewünschte Weg bestellbar ist. Das Einsatzgebiet ist eine praktische Grenze eines solchen Dienstes. Ich würde vor einer Reise immer Start und Ziel in der aktuellen App prüfen, statt mich auf die Karte aus einem älteren Video zu verlassen.
Im Video sage ich zunächst zu pauschal, Waymo fahre nicht auf Freeways. Später korrigiere ich diese Aussage bereits. Hier mache ich daraus deshalb keine allgemeine heutige Regel. Die offizielle Hilfe zu Freeway-Routen beschreibt, dass die Nutzung vom Gebiet und von der angebotenen Route abhängen kann. Für die konkrete Planung ist die angezeigte Fahrt maßgeblich.
Auch eine damalige Einschränkung bei Flughafenfahrten ist kein guter Beleg dafür, was heute überall möglich ist. Wer LAX erreichen möchte, sollte genau diese Strecke aktuell prüfen und einen passenden Zeitpuffer vorsehen. Mein Artikel soll die Erfahrung unserer Reise bewahren und zugleich vermeiden, dass daraus eine veraltete Streckenkarte wird. Für mich ist das die nützlichste Art, über eine schnell veränderte Mobilitätsdienstleistung zu schreiben: konkrete Fahrten zeigen, Grenzen benennen und die aktuelle Verfügbarkeit dort nachsehen, wo die Fahrt tatsächlich gebucht wird.
Technik und Deutschland: spannend, aber keine erfundenen Starttermine
Im Video ordne ich Waymo auch technisch ein. Kameras, Radar und LiDAR gehören zu dem System, das die Umgebung erfasst und die Fahrt plant. Auf dem Bildschirm kann ich eine Darstellung anderer Verkehrsteilnehmer sehen. Das ist für mich faszinierend, weil man als Passagier einen Eindruck davon bekommt, womit sich das Fahrzeug gerade beschäftigt. Die Anzeige allein beweist allerdings nicht, dass jeder reale Gegenstand in jeder Situation immer fehlerfrei erkannt wird.
Ebenso würde ich aus unseren gelungenen Fahrten keine genaue Prognose ableiten, wann ein solcher Dienst überall das eigene Auto ersetzen kann. In unserem Urlaub passt Waymo für viele Wege, auf denen wir bequem und ohne eigenen Wagen unterwegs sein wollen. Ein anderes Reiseziel, ein abgelegener Ort oder ein besonderer Transportbedarf kann die Bewertung ändern. Die Grenzen des verfügbaren Gebiets erleben wir als Teil des Angebots.
Bei Deutschland korrigiere ich im Video ebenfalls eine erste spontane Vermutung. Ich möchte hier weder Berlin noch München als bestätigten Startort nennen, nur weil irgendwo eine Gesellschaft gegründet oder über einen Markt gesprochen wird. Ein möglicher Marktaufbau und ein tatsächlich für Kunden buchbarer Fahrdienst sind verschiedene Schritte. Für einen eigenen deutschen Starttermin bräuchte es eine konkrete aktuelle Ankündigung. Mein Bericht verspricht das nicht. Er zeigt stattdessen, warum mich das Thema nach dieser Woche interessiert: Ich habe den Komfort bereits erlebt und würde gern sehen, wie sich solche Möglichkeiten auch anderswo im Alltag entwickeln.
Mein Waymo-Fazit: begeistert, mit einem klaren Blick auf die Grenzen
Waymo gehört für mich zu den überraschendsten Erlebnissen dieser Los-Angeles-Reise. Die erste Fahrt ist aufregend, die späteren werden schnell angenehm normal. Rund 20 Dollar für eine der gezeigten Strecken, persönliche Musik, selbst gewählte Klimatisierung und deutsche Ansagen ergeben für uns ein sehr attraktives Paket. Wir steigen jeden Tag wieder ein, weil es für unsere Wege gut funktioniert und uns Spaß macht.
Die Schwächen bleiben trotzdem Teil des Ergebnisses. Auch dieses Auto steht im Stau. Es hält nicht immer genau dort, wo wir gern aussteigen möchten. Einmal geraten wir in eine hartnäckige Runde um den Block. Mein positives Sicherheitsgefühl ist eine persönliche Erfahrung und kein Ersatz für eine statistische Auswertung. Gerade diese Mischung macht den Bericht für mich glaubwürdig: Ich bin begeistert, ohne behaupten zu müssen, dass die Technik schon jede Situation perfekt löst.
Die Anreise nach Kalifornien findet ihr im Bericht zur Lufthansa 747-8 Economy nach Los Angeles. Einen anderen Blick auf Mobilität liefert meine Nightjet-Fahrt nach München. Für Waymo würde ich bei der nächsten Reise wieder die aktuellen Preise und das Fahrgebiet prüfen und dann sehr gern erneut einsteigen. Dass eine neue Technik nach wenigen Fahrten schon wie ein vertrauter Teil unseres Urlaubs wirkt, bleibt für mich das eigentlich Verblüffende daran.
FAQ: Waymo Erfahrungen in Los Angeles
Was kostet meine Waymo-Fahrt in Los Angeles?
Für eine im Video gezeigte Fahrt von Downtown Richtung Venice Beach zahlen wir rund 20 Dollar. Uber zeigt mir zu diesem Zeitpunkt ungefähr 60 Dollar an. Das sind damalige Vergleichswerte, keine festen Tarife.
Kann ich Waymo als deutscher Tourist benutzen?
Auf meiner Reise funktioniert die Nutzung mit meinem Zugang und Telefon. Die aktuelle App-Verfügbarkeit und die angebotene Strecke sollte jeder vor Ort prüfen.
Ist wirklich kein Fahrer im Auto?
Ja. Unsere gezeigten Fahrten finden ohne einen Menschen am Steuer statt. Unterstützung ist über die vorgesehenen Kontaktmöglichkeiten erreichbar.
Habe ich die Audiodeskription getestet?
Die zusätzliche beschreibende Audiofunktion sehe ich in der App, habe sie in der gezeigten Szene aber noch nicht selbst ausprobiert. Deutsche allgemeine Ansagen erleben wir direkt.
War bei Waymo alles problemlos?
Die meisten unserer Fahrten gefallen mir sehr gut. Einmal geraten wir bei der Suche nach einem geeigneten Ausstieg in eine wiederholte Schleife um den Block.
Fährt Waymo grundsätzlich nicht auf Freeways?
Diese pauschale Aussage korrigiere ich bereits im Video. Für die eigene Reise zählen die aktuell in der App angebotene Strecke und die offiziellen Hinweise zum jeweiligen Einsatzgebiet.