Die SPOGA Mähroboter 2026 haben sehr deutlich gezeigt, wohin sich der Markt in den kommenden Jahren entwickeln wird. Auf der spoga+gafa in Köln gab es Allrad-Mähroboter mit aktiver Lenkung, Geräte mit sechs Kameras, Mäher mit seitlich verschiebbarem Mähdeck und sogar Modelle, die vorwärts und rückwärts mähen können. Gleichzeitig treten immer mehr neue Hersteller auf den Markt, die etablierte Marken mit ungewöhnlichen Ideen herausfordern möchten.
Überblick
Ich war zwei Tage auf der spoga+gafa unterwegs und habe versucht, möglichst viele der neuen Mähroboter, Prototypen und Gartenprodukte zu filmen. Selbst diese zwei vollständigen Messetage haben am Ende kaum ausgereicht. Die Anzahl der Hersteller ist inzwischen enorm, und fast jede Marke verspricht automatische Kartierung, intelligente Hinderniserkennung, Allradantrieb oder eine Navigation ohne klassische RTK-Antenne.
Das vollständige Video zu den Mähroboter-Neuheiten der spoga+gafa 2026 könnt ihr euch direkt hier ansehen:
In diesem Artikel stelle ich die interessantesten Modelle noch einmal ausführlich vor. Dazu gehören unter anderem der TerraMow X AWD, der Airseekers Ultra, der GOKO M6, der ECOVACS GOAT T1600 4WD Pro, der Mammotion Maston und der modulare RoboBooster Panther. Daneben gab es auf der Messe aber auch einige ungewöhnliche Garten-Gadgets, einen smarten Aufsitzmäher und verschiedene neue Lösungen für Terrasse, Grill und Outdoor-Living.
Mähroboter-Neuheiten 2026: Allrad, Kameras und neue Navigation
Vor einigen Jahren war eine RTK-Antenne noch ein echtes Premium-Feature. Mähroboter konnten damit deutlich systematischer arbeiten als ältere Modelle, die scheinbar zufällig über die Rasenfläche gefahren sind.
Inzwischen gehen die Hersteller aber bereits den nächsten Schritt.
Viele neue Mähroboter 2026 kombinieren mehrere Navigationssysteme miteinander. LiDAR, Kameras, visuelle Kartierung, RTK, Network RTK, Radsensoren und weitere Systeme sollen gemeinsam dafür sorgen, dass sich der Roboter auch in schwierigen Bereichen zuverlässig orientieren kann.
Das ist besonders wichtig unter Bäumen, neben hohen Gebäuden oder in schmalen Durchfahrten. Genau dort kann der Satellitenempfang schwächer werden. Ein guter Mähroboter darf dann nicht einfach stehen bleiben oder seine Position verlieren.
Ein weiterer großer Trend sind Allrad-Mähroboter. Nahezu jeder größere Hersteller arbeitet inzwischen an Modellen mit vier angetriebenen Rädern. Teilweise kommen zusätzlich lenkbare Vorder- oder Hinterräder zum Einsatz.
Allradantrieb ist nicht nur ein Marketingbegriff. Auf steilen Grundstücken, bei feuchtem Rasen oder auf unebenem Untergrund kann ein echtes AWD-System einen deutlichen Vorteil bringen. Allerdings werden die Geräte dadurch schwerer, komplexer und wahrscheinlich auch teurer.
GOKO M6: Der Cybertruck unter den Mährobotern
GOKO gehört zu den Marken, die bisher wahrscheinlich nur wenige Nutzer in Deutschland kennen. Trotzdem hatte der Hersteller mit dem M6 eines der auffälligsten Geräte der Messe dabei.
Schon das Design fällt sofort auf.
Der M6 erinnert mit seinen kantigen Flächen und der futuristischen Form ein wenig an den Tesla Cybertruck. Diese Ähnlichkeit ist nicht zufällig. Am Messestand wurde mir bestätigt, dass der Cybertruck tatsächlich eine Inspiration für das Design war.

Technisch richtet sich der GOKO M6 klar an größere und schwierigere Grundstücke. Der Roboter verfügt über Allradantrieb und soll laut Hersteller Steigungen von bis zu 90 Prozent bewältigen können.
Solche Angaben sollte man immer vorsichtig einordnen.
Es ist ein Unterschied, ob ein Mähroboter unter perfekten Bedingungen einmal einen trockenen Hügel hochfährt oder dauerhaft auf feuchtem Gras, bei Bodenwellen und während eines Wendemanövers stabil bleibt. Trotzdem zeigt die Angabe, in welche Richtung GOKO mit diesem Modell gehen möchte.
Vier Kameras sollen die Umgebung erfassen. Zusätzlich kombiniert der Hersteller RTK mit visueller Navigation und weiteren Sensoren. Dadurch soll der Roboter seine Position auch dann bestimmen können, wenn Gebäude oder Bäume den Satellitenempfang beeinträchtigen.
Besonders auffällig ist das breite Mähwerk.
Unter dem Roboter arbeiten zwei Schneideinheiten, die gemeinsam auf eine Schnittbreite von ungefähr 42 Zentimetern kommen sollen. Damit ist der M6 deutlich breiter als viele klassische Mähroboter für normale Hausgärten.
Je nach Akkukonfiguration spricht GOKO von mehreren Tausend Quadratmetern Flächenleistung. Wie viel davon unter realistischen Bedingungen übrig bleibt, müsste ein ausführlicher Test zeigen.
GOKO X5: Mähroboter, Raupenfahrzeug oder Spielzeug?
Noch ungewöhnlicher als der M6 war der GOKO X5.
Ehrlicherweise habe ich das Gerät im ersten Moment für eine Art Scherzartikel gehalten. Der X5 sieht aus wie ein übergroßer Mähroboter auf Ketten, ist aber keine vollständig autonome Maschine.
Stattdessen handelt es sich um ein ferngesteuertes Multifunktionsfahrzeug.
Mit dem X5 soll man nicht nur Gras mähen können. Geplant sind außerdem verschiedene Anbauteile, beispielsweise zum Schneeräumen oder für Transportaufgaben.
Der Kettenantrieb soll dafür sorgen, dass sich die Maschine auch auf schwierigen Hängen und unebenem Boden bewegen kann. Gesteuert wird das Gerät aus sicherer Entfernung mit einer Fernbedienung.
Das ist bei einem Gewicht von rund 150 Kilogramm vermutlich auch die bessere Lösung.
Der X5 ist nicht elektrisch, sondern wird von einem Benzinmotor angetrieben. Ein endgültiger Preis stand zum Zeitpunkt der Messe noch nicht fest. Am Stand wurde mir allerdings eine grobe Größenordnung von etwa 5.000 US-Dollar genannt.
Ob darin bereits Anbauteile enthalten sind, ist unklar. Vermutlich bezieht sich diese Schätzung zunächst nur auf die Grundeinheit.
Für einen normalen Hausgarten ist der X5 natürlich vollkommen überdimensioniert. Wer große Böschungen, verwilderte Grundstücke oder schwer zugängliche Bereiche pflegen muss, könnte an einer solchen Maschine aber durchaus Interesse haben.

TerraMow X AWD: Allrad-Mähroboter mit Shuttle Drive
Eines meiner persönlichen Highlights der SPOGA Mähroboter 2026 war der TerraMow X AWD.
Über dieses Gerät hatte ich bereits vor der Messe berichtet. In Köln konnte ich den Roboter nun erstmals aus der Nähe sehen.
Alle vier Räder werden separat angetrieben. Das System soll das Drehmoment abhängig vom Untergrund auf die einzelnen Räder verteilen. Dadurch soll der TerraMow X AWD auch auf Steigungen, Wurzeln, Bodenwellen und unebenem Gelände stabil bleiben.
Der Allradantrieb ist aber gar nicht die interessanteste Neuerung.
Das eigentliche Highlight ist das sogenannte Shuttle Drive.
Ein klassischer Mähroboter fährt am Ende einer Bahn bis zum Rand, hält an, dreht sich und fährt anschließend in der Gegenrichtung zurück. Genau dieses Wenden kostet Zeit und kann bei schweren Mährobotern sichtbare Spuren im Rasen hinterlassen.
Der TerraMow X muss sich nicht klassisch drehen.
Er kann sowohl vorwärts als auch rückwärts mähen. Am Ende einer Bahn wechselt er leicht versetzt in die nächste Spur und fährt anschließend in der anderen Richtung weiter. Das bisherige Heck wird dabei praktisch zur Vorderseite.
Für dieses System benötigt der Roboter natürlich auch in beiden Fahrtrichtungen eine gute Sicht.
Insgesamt besitzt der TerraMow X sechs Kameras. Jeweils drei Kameras überwachen die Umgebung auf jeder Seite. Ergänzend kommt bei den größeren Versionen eine satellitengestützte Positionierung hinzu.
Unter dem Gerät befinden sich drei Schneidscheiben. Gemeinsam erreichen sie eine Schnittbreite von ungefähr 50 Zentimetern. Damit gehört der X zu den breitesten Mährobotern, die für private Grundstücke gedacht sind.
Nutzer sollen außerdem zwischen den bekannten Rasierklingen und stabileren Messern wählen können. Die größeren Messer sind vor allem für dickere Grassorten gedacht, wie sie beispielsweise auf dem amerikanischen Markt häufiger vorkommen.
Bis zu 11.000 Quadratmeter und ein verschiebbares Mähdeck
Ein weiterer interessanter Punkt ist das verschiebbare Mähdeck.
Das Schneidsystem soll sich seitlich bewegen können. Dadurch kann es näher an eine Rasenkante heranfahren, ohne dass der gesamte Roboter über die Kante hinausfahren muss.
Gerade bei erhöhten Kanten, Beeten oder Mauern könnte das einen deutlichen Vorteil bringen.
Je nach Akkukonfiguration nennt TerraMow eine mögliche Flächenleistung von bis zu 11.000 Quadratmetern. Für diese maximale Leistung sind zusätzliche Akkumodule erforderlich.
Natürlich handelt es sich dabei zunächst um Herstellerangaben. Die tatsächliche Leistung hängt von vielen Faktoren ab:
- Form und Größe der Rasenfläche
- Anzahl der Hindernisse
- Steigungen und Bodenbeschaffenheit
- gewählte Schnitthöhe
- Zustand des Rasens
- Geschwindigkeit und Ladepausen
Positiv finde ich, dass TerraMow seine Produkte nicht vorschnell veröffentlicht.
Das haben wir bereits bei der V-Serie gesehen. Die Geräte kamen relativ spät in der Saison auf den Markt, waren dafür aber deutlich ausgereifter als manche Mähroboter, die im Frühjahr mit unfertiger Software ausgeliefert werden.
Auch beim X AWD kommuniziert TerraMow offen, dass die Software noch weiterentwickelt werden muss. Ein beeindruckender Prototyp auf einer Messe ist schließlich nur der erste Schritt. Entscheidend ist, wie zuverlässig das Gerät später in echten Gärten funktioniert.

TerraMow Mini: Mähroboter für kleine Gärten bis 500 m²
Für die meisten Nutzer dürfte der TerraMow Mini sogar interessanter sein als der riesige X AWD.
Der kompakte Mähroboter ist für Gärten mit einer Fläche von bis zu 500 Quadratmetern vorgesehen. Damit richtet er sich an typische Stadtgärten, Reihenhäuser und kleinere Grundstücke.
Nicht jeder braucht einen 50 Zentimeter breiten Allrad-Mähroboter mit einer Kapazität von mehreren Tausend Quadratmetern.
Bei kleinen Gärten sind andere Punkte oft wichtiger:
- einfache Einrichtung
- gute automatische Kartierung
- zuverlässige Hinderniserkennung
- sauberes Mähen in engen Bereichen
- kompakte Ladestation
- verständliche App
Der TerraMow Mini steht bereits bei mir zu Hause. Allerdings arbeitet der Hersteller noch an der Software. Deshalb wurde ich gebeten, den Roboter erst Anfang Juli auszupacken und auszuprobieren.
Ein ausführlicher Test wird also auf meinem YouTube-Kanal folgen.

ECOVACS GOAT T1600 4WD Pro: Neuer Mähroboter mit Trimmer
ECOVACS zeigte auf der Messe ein Modell, das bisher noch nicht im regulären Sortiment zu finden ist: den GOAT T1600 4WD Pro.
Bereits der Name verrät, dass es sich um einen Allrad-Mähroboter handelt.
Zusätzlich besitzt das Gerät lenkbare Vorderräder. Diese Kombination könnte dafür sorgen, dass der Roboter deutlich präziser wenden kann als Modelle, die ausschließlich über unterschiedliche Raddrehzahlen gesteuert werden.
Nach den ersten Informationen vom Messestand kombiniert der T1600 LiDAR mit Kameras. Außerdem ist erneut ein seitlicher Trimmer integriert.
ECOVACS verwendet solche Trimmer bereits bei anderen GOAT-Modellen. Die Idee ist grundsätzlich sinnvoll: Während sich die Hauptmesser sicher unter dem Gehäuse befinden, kann der seitliche Trimmer näher an Rasenkanten arbeiten.
In der Praxis muss sich aber zeigen, wie zuverlässig das System funktioniert und wie gut es mit Mauern, Beeten, Steinen und unregelmäßigen Kanten zurechtkommt.
Der GOAT T1600 4WD Pro wirkte auf der Messe noch wie ein sehr frühes Modell.
Eine offizielle Produktseite mit vollständigen technischen Daten, einem Preis oder einem Erscheinungstermin war zum Zeitpunkt meiner Recherche noch nicht verfügbar.

Mammotion Maston: Mähroboter für Parks und Sportanlagen
Bei Mammotion wurde es noch eine Nummer größer.
Mit dem Maston zeigte der Hersteller einen professionellen Mähroboter für sehr große Flächen. Das Gerät soll nicht nur private Gärten mähen, sondern Parks, Sportanlagen, Firmengelände und öffentliche Grünflächen pflegen.
Entsprechend massiv fällt die Konstruktion aus.
Der Maston verfügt über ein breites Mähwerk und ein robustes Fahrwerk. Neben der eigentlichen Hardware spielt bei professionellen Mährobotern aber vor allem die Software eine wichtige Rolle.
Ein Betreiber möchte möglicherweise nicht nur einen einzelnen Roboter verwenden. Bei großen Flächen können mehrere Maschinen gleichzeitig erforderlich sein.
Mammotion plant deshalb ein Flottenmanagement. Damit sollen mehrere Maston-Geräte zentral gesteuert, überwacht und unterschiedlichen Arbeitsbereichen zugewiesen werden können.
Das System könnte beispielsweise für Kommunen, Sportvereine, Landschaftsgärtner oder Betreiber großer Firmengelände interessant sein.
Viele Details waren auf der Messe allerdings noch offen.
Es gab keinen bestätigten Verkaufspreis, keinen konkreten Marktstart und nur wenige endgültige technische Angaben. Der Maston war daher vor allem ein Ausblick darauf, in welche Richtung Mammotion sein Sortiment erweitern möchte.

RoboUP Rhino Pro AWD
Bei RoboUP war der Rhino Pro AWD eines der auffälligsten Geräte.
Auch dieser Mähroboter setzt auf Allradantrieb und richtet sich an größere, komplexere und steilere Grundstücke.
Optisch macht der Rhino Pro AWD bereits einen sehr hochwertigen Eindruck. Vollständige technische Daten waren auf der Messe allerdings noch nicht verfügbar.
RoboUP hatte neben dem Rhino Pro auch weitere Modelle ausgestellt, die für kleinere Grundstücke gedacht sind. Der Hersteller möchte damit offenbar verschiedene Leistungsklassen abdecken.
Das ist eine Entwicklung, die man derzeit bei vielen Marken beobachten kann.
Statt eines einzigen Mähroboters für alle Nutzer entstehen komplette Produktfamilien:
- kompakte Modelle für kleine Gärten
- Mittelklasse-Geräte für normale Grundstücke
- Allrad-Mähroboter für Steigungen
- professionelle Modelle für große Flächen

Lawnova X2 AWD und S2-Serie
Lawnova war einer der kleineren und bisher unbekannteren Hersteller auf der Messe.
Am Stand waren unter anderem die S2-Serie und der neue X2 AWD zu sehen.
Der X2 besitzt Allradantrieb und soll ohne aufwendige Installation direkt auf der Rasenfläche eingerichtet werden können. Zusätzlich soll der Akku wechselbar sein.
Ein wechselbarer Akku kann bei sehr großen Flächen sinnvoll sein. Statt auf den Ladevorgang zu warten, könnte ein leerer Akku einfach gegen einen geladenen Akku ausgetauscht werden.
Der ausgestellte X2 war allerdings ein reiner Prototyp.
Das Gerät sah bereits ziemlich gut aus, konnte auf der Messe aber noch keine echten Funktionen demonstrieren. Bis zu einem marktreifen Produkt dürfte also noch einige Entwicklungsarbeit erforderlich sein.
Die S2-Serie setzt nach bisherigen Informationen auf einen 360-Grad-LiDAR-Sensor. Der Mähroboter soll damit seine Umgebung kartieren und die Fläche anschließend systematisch in Bahnen mähen.
Gerade bei neuen Herstellern wird nicht nur die Hardware entscheidend sein.
Mindestens genauso wichtig sind:
- Qualität der App
- regelmäßige Softwareupdates
- Ersatzteilversorgung
- erreichbarer Kundendienst
- langfristige Serverunterstützung
- Verfügbarkeit von Messern und Verschleißteilen
Ein Mähroboter kann technisch noch so interessant sein. Wenn die App nach einem Jahr nicht mehr gepflegt wird, wird das Gerät schnell zum Problem.

RoboBooster Panther: Mähroboter mit vier Funktionen
Der RoboBooster Panther gehört zu den mutigsten Konzepten der Messe.
Der Hersteller bezeichnet das Gerät als 4-in-1-Rasenpfleger. Der Panther soll also deutlich mehr können als nur den Rasen zu mähen.
Zunächst ist er ein Allrad-Mähroboter mit LiDAR und Kameras. Eine klassische RTK-Antenne soll nicht erforderlich sein.
Unter dem Gerät arbeiten zwei überlappende Schneidsysteme. Die Schnittbreite soll ungefähr 34 Zentimeter betragen.
Das eigentliche Highlight sind aber die zusätzlichen Module.
Der Panther soll mit einem ausfahrbaren Trimmerarm die Rasenkanten bearbeiten können. Außerdem ist ein Sammelmodul für Gras und Laub geplant.
Das Material wird dabei nicht nur irgendwie in einen Behälter geschleudert. Am Heck arbeitet ein richtiger Besen, der den Grasschnitt oder das Laub aufnehmen soll.
Zusätzlich ist ein Streifenmodul vorgesehen.
Damit könnte der Mähroboter sichtbare Muster in den Rasen bringen, wie man sie beispielsweise von Fußballplätzen kennt.
Das Konzept ist spannend, gerade weil es sich um das erste Modell eines jungen Herstellers handelt. Gleichzeitig ist es aber auch eine enorme Herausforderung.
Jedes zusätzliche Modul erhöht die technische Komplexität. Trimmer, Sammelbehälter, Bürsten und Streifenrolle müssen nicht nur funktionieren, sondern auch einfach zu reinigen, robust und zuverlässig sein.
Sollte RoboBooster dieses System wirklich sauber umsetzen, könnte der Panther einer der vielseitigsten Mähroboter auf dem Markt werden.

Airseekers Ultra: Elf Motoren und aktive Allradlenkung
Der Airseekers Ultra war ein weiteres großes Highlight.
Der Mähroboter verwendet insgesamt elf Motoren. Vier davon treiben die Räder an, vier weitere übernehmen die unabhängige Lenkung.
Dadurch kann sich der Ultra nicht nur vorwärts und rückwärts bewegen.
Er kann seine Räder unterschiedlich ausrichten und sich sogar seitlich versetzen. Das könnte besonders in schmalen Passagen und bei komplizierten Wendemanövern hilfreich sein.
Normale Mähroboter lenken häufig, indem sich die Räder auf beiden Seiten unterschiedlich schnell drehen. Auf engem Raum kann das den Rasen belasten und sichtbare Spuren hinterlassen.
Eine echte aktive Lenkung könnte hier deutlich sauberer arbeiten.
Laut Hersteller soll der Airseekers Ultra Hindernisse mit einer Höhe von bis zu sechs Zentimetern überwinden und Steigungen von bis zu 85 Prozent bewältigen können.
Für die Navigation kombiniert Airseekers Kameras, LiDAR und VSLAM. Bei besonders großen Grundstücken kann zusätzlich RTK eingesetzt werden.
Den Ultra habe ich nicht nur in der dunklen Messehalle gesehen.
Airseekers hatte mich bereits zwei Wochen vor der spoga+gafa zu einem separaten Event eingeladen. Dort wurde der Mähroboter einer kleinen Gruppe aus Presse und Creatorn vorgestellt.
Auch zu diesem Gerät wird noch ein ausführlicheres Video folgen.

MOVA LiDAX, ViAX und ein smarter Zero-Turn-Aufsitzmäher
MOVA war ebenfalls mit einem großen Stand vertreten.
Gezeigt wurden unter anderem die bekannten ViAX- und LiDAX-Mähroboter. Diese Modelle kennt ihr bereits von meinem Kanal.
Gerade die ViAX-Reihe war offenbar sehr erfolgreich und zeitweise mehrfach ausverkauft.
Für das kommende Jahr ist außerdem ein kompakterer MOVA LiDAX 1000 AWD Flex geplant.
Daneben zeigte MOVA weitere Produkte:
- Poolroboter
- einen smarten Rasensprenger
- ein neues Heimwerker-Sortiment
- Outdoor-Fernseher
- weitere Geräte für Haus und Garten
Besonders auffällig war jedoch ein großer Zero-Turn-Aufsitzmäher.
Auf dem Dach waren RTK-Antennen zu sehen, außerdem verfügte das Gerät über LiDAR-Sensoren. Der Aufsitzmäher soll also ebenfalls intelligente oder teilautomatisierte Funktionen erhalten.
Das gezeigte Modell war allerdings noch ein sehr früher Prototyp.
Ob das Gerät tatsächlich auf den europäischen Markt kommt, wann es erscheint und wie teuer es wird, ist noch nicht bekannt.
Trotzdem zeigt das Konzept, dass sich Smart-Garden-Technik langfristig nicht nur auf kleine Mähroboter beschränken wird.

Mähroboter ohne RTK-Antenne werden immer wichtiger
Ein besonders deutlicher Trend der spoga+gafa waren Mähroboter ohne RTK-Antenne.
Viele Nutzer möchten keinen zusätzlichen Mast oder Empfänger im Garten montieren. Gerade auf kleinen Grundstücken kann eine RTK-Antenne unnötig kompliziert wirken.
LiDAR- und Kamerasysteme sollen die Einrichtung vereinfachen.
Der Roboter fährt durch den Garten, erkennt die Umgebung und erstellt möglichst automatisch eine Karte. Im Idealfall muss der Nutzer nur noch kleinere Korrekturen in der App vornehmen.
In der Praxis ist eine automatische Kartierung aber deutlich schwieriger, als es in Werbevideos oft aussieht.
Der Roboter muss zuverlässig unterscheiden zwischen:
- Rasen
- Beeten
- Wegen
- Terrassen
- niedrigen Pflanzen
- Teichen
- Kiesflächen
- Rasenkanten
- Schatten und dunklen Bereichen
Dazu kommen wechselnde Lichtverhältnisse, Laub, Spielzeug, Tiere und bewegliche Hindernisse.
Deshalb ist nicht automatisch jeder Mähroboter ohne RTK-Antenne besser als ein Modell mit RTK.
Entscheidend ist, wie zuverlässig die gesamte Sensorik zusammenarbeitet.
Weitere Mähroboter auf der spoga+gafa 2026
Natürlich waren noch viele weitere bekannte Hersteller auf der Messe vertreten.
Dreame zeigte sein aktuelles Mähroboter-Portfolio rund um die neuen Allradmodelle.
Bei Roborock standen die RockMow-Geräte im Mittelpunkt. Je nach Modell kombinieren diese LiDAR mit visueller Navigation.
Segway Navimow präsentierte eine große Modellpalette. Sie reicht von kompakten Geräten über die H-Serie bis hin zur auffälligen X4-Serie.
Auch zu Navimow werden auf meinem Kanal weitere Videos erscheinen.
Sunseeker zeigte unter anderem den S4, den ich bereits ausführlich getestet habe. Zusätzlich waren die besonders schön gestalteten Elite-Modelle zu sehen.
Vor allem ein Modell mit lenkbaren Hinterrädern hat mir optisch sehr gut gefallen.
Lymow war mit einem großen Stand vertreten und präsentierte den One Plus.
Yarbo zeigte erneut sein großes Kettenfahrzeug und legte den Schwerpunkt auf die Modularität des Systems.
Selbst nach zwei Tagen konnte ich nicht jeden Hersteller ausführlich filmen. Bei meinem nächsten Besuch werde ich wahrscheinlich alle drei Messetage einplanen müssen.

Garten-Neuheiten 2026: Salzkanone, Hochbeet und Whirlpool
Die spoga+gafa besteht natürlich nicht nur aus Mährobotern.
Zwischendurch habe ich einige ungewöhnliche Garten-Neuheiten 2026 entdeckt.
Eine der kuriosesten Erfindungen war eine Salzkanone.
Das Gerät verschießt keine klassischen Geschosse, sondern normales Speisesalz. Damit sollen Fliegen, Käfer und andere Insekten aus einer gewissen Entfernung getroffen werden.
Ob man diese Art der Schädlingsbekämpfung sinnvoll findet, muss jeder selbst entscheiden. Unterhaltsam ist die Idee auf jeden Fall.
Bei JUWEL wurde ein selbstbewässerndes Hochbeet gezeigt.
Unterhalb der Pflanzfläche befindet sich ein großer Wasserspeicher, der laut Hersteller etwa 120 Liter aufnehmen kann. Eine solarbetriebene Bewässerung soll die Pflanzen anschließend automatisch versorgen.
Zusätzliche Aufsätze können die Pflanzen vor Insekten schützen oder mehr Wärme im Inneren erzeugen.
Daneben zeigte JUWEL einen selbstwendenden Komposter. Verschiedene Klappen sollen das Umsetzen und Durchmischen des Komposts vereinfachen.
Auch ein Whirlpool mit Schaumstoffwänden war zu sehen.
Auf den ersten Blick sieht er wie ein klassischer aufblasbarer Whirlpool aus. Die Wände bestehen jedoch nicht nur aus einer dünnen Luftkammer, sondern werden durch Schaumstoffelemente stabilisiert.
Dadurch fühlt sich die Konstruktion deutlich fester an. Gleichzeitig lässt sich der Pool einfacher aufstellen als ein dauerhaft eingebautes Modell.
Der gezeigte Whirlpool kostete ungefähr 900 britische Pfund.
Pergolen, Outdoor-Küchen und Feuerrohre
Ein weiteres großes Thema waren moderne Pergolen.
Viele Modelle bestehen längst nicht mehr nur aus vier Pfosten und einem einfachen Stoffdach.
Automatisch verstellbare Lamellen können je nach Wetter geöffnet, geneigt oder vollständig geschlossen werden. Teilweise kommt sogar ein Regensensor zum Einsatz.
Bei Sonne entsteht Schatten. Bei Regen schließt sich das Dach automatisch und leitet das Wasser innenliegend durch die Konstruktion ab.
Zusätzlich gibt es je nach Hersteller:
- Glasschiebeelemente
- Insektenschutz
- Screens und Stoffwände
- integrierte Beleuchtung
- Heizlösungen
- elektrische Steuerung
Der Garten wird damit immer stärker zum erweiterten Wohnraum.
Besonders gut gefallen haben mir außerdem verschiedene Outdoor-Küchen in Steinoptik.
In Kombination mit Edelstahl wirken die Grills weniger wie einzelne technische Geräte und mehr wie feste Designelemente für die Terrasse.
Die Systeme lassen sich modular zusammenstellen. Neben dem eigentlichen Grill können beispielsweise ein Pizzaofen, Arbeitsflächen und weitere Elemente ergänzt werden.
Eine kleinere Alternative war ein Feuerrohr mit Grillplatte.
Im Inneren brennen Pellets und erzeugen eine sichtbare Flamme. Oben kann eine Grillplatte aufgesetzt werden.
Damit ist das Gerät gleichzeitig Wärmequelle, Blickfang und kleiner Grill.
Für ein Grillfest mit 20 Personen ist das vermutlich nicht die beste Lösung. Für einen gemütlichen Abend und die schnelle Wurst zwischendurch passt das Konzept aber sehr gut.
Mein Fazit zu den SPOGA Mährobotern 2026
Die SPOGA Mähroboter 2026 zeigen, wie schnell sich dieser Markt entwickelt.
Vor wenigen Jahren war RTK noch das wichtigste Verkaufsargument. Heute kombinieren Hersteller RTK, Network RTK, LiDAR, Kameras und weitere Sensoren in einem einzigen Gerät.
Allradantrieb wird ebenfalls immer häufiger eingesetzt.
Das ergibt bei steilen Grundstücken durchaus Sinn. Gleichzeitig steigen dadurch aber das Gewicht, die technische Komplexität und vermutlich auch die Preise.
Besonders interessant finde ich Hersteller, die nicht einfach nur bestehende Technik kopieren.
Der TerraMow X AWD verfolgt mit seinem Shuttle Drive einen neuen Ansatz und mäht in beide Fahrtrichtungen.
Der RoboBooster Panther möchte Kantentrimmer, Sammelfunktion und Streifenmodul in einem Gerät kombinieren.
Der Airseekers Ultra verwendet eine aktive Allradlenkung und kann sich seitlich versetzen.
Der Mammotion Maston zeigt, dass autonome Mähroboter zunehmend auch für professionelle und öffentliche Flächen entwickelt werden.
Viele dieser Geräte waren auf der Messe allerdings noch Prototypen.
Ein gutes Messegerät ist noch lange kein zuverlässiger Mähroboter für den Alltag. Entscheidend werden später die Software, die Hinderniserkennung, der Service und die Ersatzteilversorgung sein.
Ich werde deshalb versuchen, möglichst viele dieser Modelle unter realistischen Bedingungen zu testen.
FAQ zu den SPOGA Mährobotern 2026
Welche Mähroboter wurden auf der spoga+gafa 2026 vorgestellt?
Zu den interessantesten Geräten gehörten der TerraMow X AWD, der TerraMow Mini, der GOKO M6, der GOKO X5, der ECOVACS GOAT T1600 4WD Pro, der Mammotion Maston, der RoboUP Rhino Pro AWD, der Lawnova X2, der RoboBooster Panther und der Airseekers Ultra.
Was war der verrückteste Mähroboter der Messe?
Der GOKO X5 war eines der ungewöhnlichsten Geräte. Er ist eine 150 Kilogramm schwere, ferngesteuerte Raupenmaschine mit Benzinmotor und soll neben dem Mähen auch weitere Aufgaben übernehmen können.
Welcher Mähroboter besitzt sechs Kameras?
Der TerraMow X AWD besitzt insgesamt sechs Kameras. Jeweils drei Kameras überwachen eine der beiden Fahrtrichtungen.
Was bedeutet Shuttle Drive beim TerraMow X AWD?
Shuttle Drive bedeutet, dass der Mähroboter in beide Richtungen mähen kann. Am Ende einer Bahn muss er sich nicht vollständig drehen, sondern kann versetzt in der nächsten Spur rückwärts weiterfahren.
Welcher Mähroboter hat die größte Schnittbreite?
Der TerraMow X AWD besitzt laut Hersteller eine Schnittbreite von ungefähr 50 Zentimetern. Damit gehört er zu den breitesten Mährobotern für private Grundstücke.
Gibt es 2026 mehr Allrad-Mähroboter?
Ja. Allradantrieb gehört zu den wichtigsten Trends des Jahres. Modelle wie der TerraMow X AWD, der GOKO M6, der RoboUP Rhino Pro AWD, der Lawnova X2 und der ECOVACS GOAT T1600 4WD Pro setzen auf vier angetriebene Räder.
Welche Mähroboter funktionieren ohne RTK-Antenne?
Mehrere Hersteller setzen verstärkt auf LiDAR und Kameras. Dazu gehören unter anderem der RoboBooster Panther und verschiedene neue Modelle von MOVA, Roborock und anderen Marken. Je nach Grundstück kann trotzdem zusätzlich RTK oder Network RTK eingesetzt werden.
Was ist der RoboBooster Panther?
Der RoboBooster Panther ist ein modularer 4-in-1-Mähroboter. Er soll mähen, Rasenkanten trimmen, Laub oder Grasschnitt sammeln und mithilfe eines Streifenmoduls sichtbare Muster in den Rasen bringen.
Wann erscheint der TerraMow Mini?
Zum Zeitpunkt der spoga+gafa wurde noch an der Software gearbeitet. Ein genaues Datum für den regulären Verkaufsstart war noch nicht endgültig bestätigt. Ein ausführlicher Test auf meinem Kanal ist geplant.
Welcher Mähroboter war mein persönliches Highlight?
Zu meinen Highlights gehörten der TerraMow X AWD mit Shuttle Drive, der Airseekers Ultra mit aktiver Allradlenkung und der RoboBooster Panther mit seinen verschiedenen Modulen.