Metrolink Los Angeles hat mich mit riesigen Doppelstockwagen, einem günstigen Tagespass und erstaunlich ordentlichen Sitzen überrascht. Unsere Fahrt nach San Bernardino zeigte allerdings auch, warum ich bei diesem Ausflug Zeitreserve einplanen würde. Wichtig zum Preis: Die 10 Dollar im Titel gelten für unsere damalige Fahrt. Seit dem 5. Oktober 2026 beträgt der reguläre Wochenend- und Feiertags-SoCal-Day-Pass 12 Dollar. Preisstand geprüft am 2. November 2026.
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Mit Metrolink von Los Angeles nach San Bernardino
Los Angeles, ein riesiger Zug und ein ziemlich kleiner Ticketpreis: Genau diese Kombination hat mich bei Metrolink neugierig gemacht. Wir wollten nach San Bernardino, dort einen Lowrider treffen und den Weg dorthin mit der Bahn zurücklegen. Für mich war das eine gute Gelegenheit, im Kalifornienurlaub endlich wieder einen richtigen Zug von innen zu sehen. Die großen Doppelstockwagen hatten schon von außen deutlich mehr Präsenz als vieles, was bei uns im Regionalverkehr unterwegs ist.
Im Video kostet unser Wochenend-Tagespass für Erwachsene 10 Dollar. Das ist der damalige Preis unserer Fahrt und erklärt den Titel. Inzwischen hat Metrolink die Tarife geändert. Wer den Ausflug heute nachmachen möchte, sollte deshalb die aktuellen Konditionen lesen und sich nicht auf die Zahl im Thumbnail verlassen. Weiter unten trenne ich die damaligen Kosten von der späteren Änderung.
Mein erster Eindruck schwankte zwischen Begeisterung und einem ziemlich vertrauten Gefühl: Der Zug sah gewaltig aus, der Preis war attraktiv und wir fuhren mit gut einer Stunde Verspätung los. Auch in Südkalifornien ist ein günstiges Bahnticket also keine Garantie für einen reibungslosen Reisetag. Interessant wurde es trotzdem, denn an Bord gab es einige Dinge, die mir ausgesprochen gut gefallen haben.
Mit dem Waymo zur Los Angeles Union Station
Schon die Anreise zum Bahnhof passte zu dieser Reise. Wir nahmen vom Hotel aus ein Waymo, also ein Taxi ohne Fahrer am Steuer. Das brachte uns zur Union Station. Damit lagen zwischen Hotel und Regionalzug gleich zwei sehr unterschiedliche Verkehrserlebnisse: erst das autonome Auto, anschließend ein großer lokbespannter Doppelstockzug. Für jemanden, der Verkehrsmittel gerne ausprobiert, war das ein schöner Auftakt.
Zu dieser Fahrt gibt es bereits meinen ausführlichen Bericht über Waymo in Los Angeles. Dort geht es um Bestellung, Abholung, Innenraum und das Gefühl, ohne Fahrer durch die Stadt zu rollen. Hier konzentriere ich mich auf die Bahn. Wichtig bleibt bei der Kombination aber die Zeitplanung: Auch wenn die Autofahrt zum Bahnhof gut funktioniert, kann danach noch etwas schiefgehen.
Ich würde deshalb bei einem Ausflug mit einem festen Termin am Ziel nicht nur die reine Fahrzeit des Zuges betrachten. Der Weg vom Hotel zur Station, die Orientierung im Bahnhof und mögliche Unregelmäßigkeiten gehören dazu. Bei uns wurde besonders der letzte Punkt relevant. Die bequeme Anreise änderte nichts daran, dass wir anschließend auf unseren Metrolink warten mussten.

Union Station: schöner Bahnhof, überraschend wenig Betrieb
Die Los Angeles Union Station hat mir auf Anhieb gefallen. Das Gebäude wirkt anders als viele europäische Hauptbahnhöfe und auch anders als die großen amerikanischen Stationen an der Ostküste. Im Video gehe ich auf die Mischung aus spanisch geprägter Architektur und Art déco ein. Wer nur schnell zum Bahnsteig läuft, übersieht einen guten Teil dessen, was diesen Bahnhof ausmacht. Schon die Halle lohnt einen bewussten Blick nach oben.
Mindestens genauso auffällig war für mich die Ruhe. Ich stand in einem wichtigen Bahnhof einer riesigen Stadt und dachte zunächst: Hier ist ja fast niemand. Mit dem Gedränge, das ich mit Frankfurt oder Berlin verbinde, hatte unser Eindruck vor Ort wenig zu tun. Das beschreibt selbstverständlich unseren Besuch und keine Zählung über einen ganzen Betriebstag. Trotzdem war dieser Unterschied sehr deutlich zu spüren.
Die Station verbindet verschiedene Verkehrsmittel und ist für einen solchen Ausflug ein sinnvoller Ausgangspunkt. Metrolink ist dabei der Regionalverkehr ins weitere Umland. Wer in Los Angeles unterwegs ist, sollte das bei der Planung auseinanderhalten und nicht jeden Zug automatisch für dieselbe Art von Stadtbahn halten. Unser Ziel lag schließlich weit außerhalb des üblichen kurzen Weges zwischen zwei Sehenswürdigkeiten in Downtown.
Durch die spätere Wartezeit bekamen wir mehr Gelegenheit, uns im Bahnhof aufzuhalten, als ursprünglich geplant. Lieber wäre mir eine pünktliche Abfahrt gewesen. Aber wenn man schon wartet, ist ein schöner Bahnhof zumindest angenehmer als ein völlig austauschbarer Betonbahnsteig. Die Fotos zeigen deshalb bewusst auch den Ausgangspunkt unserer Fahrt und nicht ausschließlich den Zug.
Eine Stunde Verspätung, bevor es überhaupt losgeht
Am Bahnsteig kam dann die Ernüchterung: ungefähr eine Stunde Verspätung. Wir mussten den Bahnsteig wieder verlassen. Die Information erreichte uns in dieser Situation durch einen Mitarbeiter, der die Plattform räumte. Das wirkte auf mich ziemlich direkt und wenig automatisiert. Gerade nach der ruhigen Bahnhofshalle war dieser Moment ein recht deutlicher Wechsel im Reisegefühl.
Später standen wir erneut bereit und warteten darauf, dass unser Zug endlich hereinkam. Sein langsames Heranrollen kommentierten wir im Video mit entsprechend wenig Ehrfurcht vor dem Tempo. Bei so einem riesigen Fahrzeug ist das natürlich trotzdem sehenswert. Nur hilft der Anblick wenig, wenn der eigene Zeitplan bereits eine Stunde nach hinten gerutscht ist.
Los ging es laut meiner Ansage im Video mit einer Stunde und zwei Minuten Verspätung. Diese Zahl gehört für mich genauso in einen Erfahrungsbericht wie das günstige Ticket. Ich kann nicht sagen, dass jede Fahrt auf dieser Strecke so verläuft. Ich kann aber auch nicht über unsere Erfahrung schreiben und den verspäteten Start unter den Tisch fallen lassen, nur weil mir der Zug anschließend gefallen hat.
Für einen entspannten Tagesausflug würde ich daher Luft im Programm lassen. Wer zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo sein muss, sollte sich vorab mit der Verbindung und möglichen Alternativen beschäftigen. Unser Beispiel zeigt sehr anschaulich, warum ein knapper Anschluss oder eine auf die Minute geplante Verabredung unangenehm werden kann. Der günstige Tagespass ersetzt diese Zeitreserve nicht.

Der Metrolink-Doppelstockzug wirkt wirklich riesig
Als der Zug vor uns stand, war mein erster Gedanke ziemlich schlicht: Ist der groß. Nicht nur lang, sondern auch hoch und insgesamt wuchtig. Die weiß-blauen Wagen passen zu diesem amerikanischen Bahnbild, das man aus Videos und Fotos kennt. Direkt daneben zu stehen ist trotzdem noch einmal etwas anderes. Für mich war das bereits ein Teil des Ausflugs und nicht bloß die Verpackung der eigentlichen Fahrt.
Wir stiegen ein und gingen nach oben. Im Video sieht man den Weg durch den Wagen und unseren Sitzbereich. Dadurch wird auch klar, warum ich die Innenaufnahmen wichtig finde: Ein Foto von außen vermittelt die Größe, aber erst die Bilder an Bord zeigen, wie sich dieser Zug tatsächlich nutzen lässt. Zwischen einer beeindruckenden Fassade und einem angenehmen Platz für die Fahrt liegt schließlich ein Unterschied.
Im Hintergrundteil des Videos spreche ich über die unterschiedlichen Doppelstockwagen im Metrolink-Netz und den Betrieb mit Lokomotive und Steuerwagen. Bei einem solchen Wendezug muss die Lok am Ende der Strecke nicht für jede Rückfahrt ans andere Zugende umgesetzt werden. Für die Reise selbst ist das kein Bedienungsproblem, sondern schlicht Teil der Technik, die hinter dem großen Fahrzeug steckt.
Man sollte aus dem äußeren Eindruck aber nicht auf einen Hochgeschwindigkeitszug schließen. Metrolink erfüllt hier die Aufgabe einer regionalen Verbindung. Unser Start war ausgesprochen gemächlich. Der Reiz lag für mich darin, auf einer normalen Strecke durch Südkalifornien unterwegs zu sein und dieses Bahnsystem selbst auszuprobieren.

Tisch, Polsterung und eine sehr kräftige Klimaanlage
An unserem Platz überraschte mich der Komfort positiv. Wir hatten einen ordentlichen Tisch, und die Sitze wirkten auf mich relativ bequem und gut gepolstert. Im Video beschreibe ich sie als Ledersitze. Auf den Innenaufnahmen sieht man die blauen Sitzflächen und den Tisch dazwischen. Das ist für mich aussagekräftiger als ein pauschales Versprechen von Premiumkomfort: Man erkennt unmittelbar, was uns auf dieser Fahrt zur Verfügung stand.
Eine verstellbare Rückenlehne konnte ich an unserem Platz offenbar nicht entdecken. Das spreche ich im Video auch so an. Trotzdem war mein Gesamteindruck beim Hinsetzen gut. Für den damaligen Preis erwartete ich keinen luxuriösen Fernverkehr, sondern einen brauchbaren Regionalzug. Ein Tisch, an dem man zusammen sitzen kann, und eine vernünftige Polsterung sind dafür schon eine ordentliche Grundlage.
Bei der Klimaanlage bestand dagegen überhaupt kein Zweifel an der Wirkung. Später war der Temperaturunterschied nach draußen deutlich zu spüren. Im Video fallen draußen Werte von 36 beziehungsweise 38 Grad. Die exakte Temperatur ist für mein Urteil weniger wichtig als der Kontrast: Der Wagen war angenehm kühl, die Hitze außerhalb kam anschließend ziemlich unvermittelt an.
Für eine ähnliche Fahrt würde ich deshalb etwas zum Überziehen mitnehmen, selbst wenn Los Angeles draußen nach T-Shirt-Wetter aussieht. Das ist keine besondere Metrolink-Regel, sondern eine praktische Konsequenz aus unserer Erfahrung. Wer länger ruhig auf seinem Platz sitzt, empfindet die Klimaanlage anders als nach ein paar Minuten Bewegung auf dem Bahnsteig. Für mich waren die kräftige Kühlung und der bequeme Sitzbereich jedenfalls die klaren Pluspunkte an Bord.
10 Dollar damals, 12 Dollar heute: Metrolink-Tagespass einordnen
Der Preis war der Aufhänger unseres Videos. Am Wochenende zahlten wir damals 10 Dollar für den Tagespass eines Erwachsenen. Auf dem ermäßigten Ticket stand Student and Youth, und im Video nenne ich dafür 5 Dollar. Für Familien war außerdem die damalige Mitnahmeregel für Kinder und Jugendliche interessant. Diese Angaben erklären unsere konkrete Reise, sollten aber nicht ungeprüft als heutiges Angebot weitergegeben werden.
Preisstand geprüft am 2. November 2026: Seit dem 5. Oktober 2026 kostet der reguläre SoCal Day Pass am Wochenende beziehungsweise an Feiertagen 12 statt 10 Dollar. Der Titel dieses Artikels beschreibt also den historischen Preis unserer Fahrt. Die verbindlichen aktuellen Konditionen einschließlich Ermäßigungen findet ihr auf der offiziellen Metrolink-Seite zur Tarifänderung 2026. Vor dem Kauf würde ich dort und in der Buchung prüfen, welches Angebot für den eigenen Reisetag gilt.
Mir ist diese Unterscheidung wichtig, weil ein günstiger Ticketpreis im Video schnell wie ein dauerhaft verfügbares Sonderangebot wirkt. Ein Wochenendpass ist außerdem kein allgemeiner Preis für jede denkbare Fahrt an jedem Wochentag. Reisetag, Ticketart und Ermäßigungsberechtigung machen einen Unterschied. Die damaligen 5 Dollar würde ich deshalb ebenfalls nicht ohne Prüfung auf eine heutige Buchung übertragen.
Für unseren Ausflug fand ich das Preisniveau ausgesprochen attraktiv. Der finanzielle Vorteil blieb allerdings nur ein Teil der Bewertung. Wenn der Zug erst mit deutlicher Verspätung losfährt, kostet das zwar nicht automatisch mehr Fahrgeld, aber Zeit. Wer nur wenige Urlaubstage hat, wird diesen Punkt anders gewichten als jemand, der den Tag ausdrücklich zum Bahnfahren freigehalten hat.
Tickets über die Metrolink-App: bei uns angenehm unkompliziert
Unsere Fahrkarten habe ich in der Metrolink-App gekauft. Das funktionierte bei uns erfreulich einfach. Besonders angenehm fand ich, dass die Kontoerstellung nicht nach einer endlosen Abfrage persönlicher Angaben wirkte. Im Video formuliere ich das etwas weniger zurückhaltend. Gemeint ist vor allem: Ich konnte mich auf den eigentlichen Ticketkauf konzentrieren und hatte nicht das Gefühl, zunächst einen halben Nachmittag mit der Anmeldung zu verbringen.
Für eine Urlaubsfahrt ist das mehr wert, als es auf den ersten Blick klingt. Man beschäftigt sich ohnehin mit einer fremden Stadt, einer anderen Währung und einem ungewohnten Fahrplan. Wenn dann auch noch die Buchung unnötig kompliziert ist, steigt die Schwelle, den Zug überhaupt auszuprobieren. Bei unserem Kauf war diese Hürde angenehm niedrig. Daraus würde ich trotzdem keine Garantie ableiten, dass jede spätere App-Version identisch funktioniert.
Mein praktischer Rat ist, die Verbindung und den passenden Tarif vor dem Gang zum Bahnsteig zu klären. Gerade bei mehreren Reisenden sollte eindeutig sein, wer welches Ticket benötigt. Eine angenommene Ermäßigung hilft wenig, wenn sie beim konkreten Angebot nicht gilt. Auch Rückfahrt und letzte brauchbare Verbindung würde ich gleich mit ansehen. So bleibt vor Ort mehr Aufmerksamkeit für den Bahnhof und weniger für hektisches Suchen am Smartphone.
San Bernardino Line: hinaus ins Inland Empire
Unsere Fahrt führte auf der San Bernardino Line von Los Angeles ins Inland Empire. Im Video erkläre ich, dass diese Linie zu den ursprünglichen Metrolink-Strecken gehört. Für unseren Tag war vor allem interessant, wie sich die Stadt aus dem Zug heraus verändert. Man verlässt den direkten Eindruck von Downtown und bekommt unterwegs einen anderen Ausschnitt Südkaliforniens zu sehen als aus einem Auto auf der immer gleichen Urlaubsroute.
Metrolink ist dabei kein vollständig vom übrigen Eisenbahnverkehr getrenntes System. Im Hintergrundteil des Videos geht es um gemeinsam genutzte Infrastruktur und begrenzte Kapazitäten. Das ist für mich ein wichtiger Punkt, um die Fahrt zu verstehen. Ein großer Wagen und eine kräftige Lok bedeuten nicht automatisch, dass auf der gesamten Strecke beliebig viele schnelle Verbindungen möglich sind. Entscheidend sind auch Gleise, Begegnungsmöglichkeiten und die Organisation des Betriebs.
Wir standen unterwegs später noch einmal etwa zehn Minuten an einem roten Signal neben Diesellokomotiven. Dieser Moment passte leider zum verspäteten Beginn. Ich kommentierte das entsprechend mit einer gewissen Vertrautheit aus dem deutschen Bahnalltag. Einen konkreten betrieblichen Grund für jeden einzelnen Halt konnte ich vom Sitzplatz aus natürlich nicht erkennen. Deshalb würde ich aus unserer Beobachtung auch keine präzise Schuldzuweisung an andere Züge oder ein bestimmtes Unternehmen ableiten.
Wer die Strecke selbst fährt, sollte sie aus meiner Sicht als Regionalbahnausflug angehen. Es geht um die Verbindung ins Umland, den Blick aus dem Fenster und das Erlebnis an Bord. Wer ausschließlich möglichst schnell von einer festen Adresse zur nächsten gelangen will, muss die ganze Reisekette vergleichen. Dazu gehören am Ziel auch die Wege ab dem Bahnhof.
Rancho Cucamonga und Brightline West: die spannende Verbindung nach vorne
Unterwegs fiel der Name Rancho Cucamonga, und damit wurde es für mich als Eisenbahnfan noch einmal besonders interessant. Hier soll die künftige Verbindung mit Brightline West eine Rolle spielen. Im Video spreche ich über die Idee, von der Union Station mit Metrolink dorthin zu fahren und anschließend Richtung Las Vegas umzusteigen. Das wäre eine sehr andere Reisekette als der klassische Weg mit dem Auto durch die Wüste.
Dabei bleibt wichtig, zwischen Planung und einer bereits nutzbaren Verbindung zu unterscheiden. Als ich im Video über mögliche Gebäude hinter den Palmen spreche, sage ich ausdrücklich, dass ich nicht weiß, welches davon zur neuen Station gehören könnte. Das ist eine Beobachtung aus dem Zugfenster und keine bestätigte Baustellendokumentation. Ebenso möchte ich meine spontane zeitliche Einschätzung im Video nicht als verbindlichen Eröffnungstermin in den Artikel übernehmen.
Den offiziellen Projektüberblick findet ihr bei Brightline West zur geplanten Strecke zwischen Las Vegas und Rancho Cucamonga. Für eine konkrete Reiseplanung würde ich immer dort den aktuellen Stand prüfen. Meine Metrolink-Fahrt zeigt zunächst die heutige regionale Zubringerstrecke. Gerade das macht den Gedanken aber spannend: Eine relativ unspektakuläre Regionalbahnfahrt könnte später Teil einer viel größeren Verbindung werden.
Warum mehr Züge auch mehr Infrastruktur brauchen
Im Video beschreibe ich außerdem Ausbauideen für Metrolink. Zusätzliche Gleise, längere Ausweichstellen und bessere Knoten klingen weniger aufregend als ein neuer Hochgeschwindigkeitszug. Für den Alltag können sie aber genau die Veränderungen sein, die einen Fahrplan belastbarer machen. Wenn sich Züge auf einer Strecke nur an bestimmten Stellen begegnen können, lässt sich ein dichterer Takt nicht einfach durch mehr Fahrzeuge bestellen.
An der Union Station kommt die Anordnung des Bahnhofs hinzu. Im Hintergrundteil geht es um das Projekt Link Union Station und die Idee, Gleise über den heutigen Abschluss hinauszuführen. Solche Planungen zeigen, dass die Probleme nicht allein im Wageninneren gelöst werden. Bequeme Sitze machen eine Fahrt angenehmer, ersetzen aber keine passende Infrastruktur vor und hinter dem Bahnhof.
Für meinen Erfahrungsbericht sind das vor allem Erklärungen zum Umfeld unserer Reise. Ich kann nach einer einzelnen Fahrt weder den gesamten Netzausbau bewerten noch eine künftige Pünktlichkeit versprechen. Auch Ausbauziele aus dem Video sollte man nicht mit bereits vorhandenen Leistungen verwechseln. Was bei uns konkret vorhanden war, lässt sich dagegen klar benennen: ein großer Doppelstockzug, ein brauchbarer Sitzplatz, ein günstiger damaliger Tagespass und mehrere zeitliche Verzögerungen.
Mein Fazit: Metrolink Los Angeles lohnt sich mit Zeitreserve
Würde ich Metrolink nach dieser Erfahrung wieder in Betracht ziehen? Für einen passenden Ausflug durchaus. Die Kombination aus unkompliziertem Ticketkauf, gutem damaligem Preis und einem angenehmen Sitzbereich hat mir gefallen. Dazu kamen die Union Station und der Eindruck, Südkalifornien einmal aus einem Regionalzug heraus zu erleben. Für mich gehörte der Weg an diesem Tag ausdrücklich mit zum Programm.
Die Verspätung bleibt allerdings ein wesentlicher Teil des Urteils. Eine Stunde und zwei Minuten beim Start und später ein weiterer Signalhalt sind keine Details, die ich nachträglich schönreden möchte. Wer mit Kindern reist, einen Termin erreichen muss oder am Abend noch eine andere Buchung hat, sollte genau dort ansetzen und ausreichend Puffer lassen. Unser Erlebnis rechtfertigt keine pauschale Aussage über alle Metrolink-Züge, aber eine ehrliche Beschreibung dieses Tages.
Für die Vorbereitung würde ich die aktuelle Verbindung, den heutigen Tarif und den Weg vom Zielbahnhof zum eigentlichen Ziel gemeinsam anschauen. Dazu etwas gegen die kräftige Klimaanlage einpacken und dem Bahnhof selbst ein paar Minuten Aufmerksamkeit schenken. Dann ist Metrolink eine interessante Möglichkeit, einen anderen Teil der Region kennenzulernen. Die 10 Dollar gehören inzwischen zur Geschichte unserer Fahrt; der ungewöhnliche Zug und der überraschend ordentliche Komfort bleiben der Grund, warum ich darüber berichte.
Wie wir überhaupt nach Kalifornien gekommen sind, könnt ihr im Bericht über unseren Lufthansa-Flug mit der Boeing 747-8 nach Los Angeles nachlesen. Zusammen mit dem Waymo-Artikel und dieser Metrolink-Fahrt ergibt das einen ziemlich abwechslungsreichen Blick auf unsere Reise: Langstrecke, autonomes Taxi und amerikanischer Regionalzug.
FAQ: Metrolink Los Angeles nach San Bernardino
Was hat der Metrolink-Tagespass bei deiner Fahrt gekostet?
Bei unserer Wochenendfahrt kostete der Tagespass für Erwachsene 10 Dollar. Das ist der historische Preis aus dem Video. Seit dem 5. Oktober 2026 kostet der reguläre Wochenend- beziehungsweise Feiertags-SoCal-Day-Pass 12 Dollar; aktuelle Konditionen bitte bei Metrolink prüfen.
Welche Strecke zeigt das Metrolink-Video?
Wir fahren von Los Angeles Union Station auf der San Bernardino Line Richtung San Bernardino. Die Anreise zur Union Station erfolgt mit einem Waymo.
War dein Metrolink-Zug pünktlich?
Nein. Im Video starten wir mit einer Stunde und zwei Minuten Verspätung. Unterwegs kommt ein weiterer Signalhalt hinzu. Das beschreibt unsere einzelne Fahrt und keine allgemeine Pünktlichkeitsquote.
Wie bequem waren die Sitze im Metrolink?
Unser Sitzbereich hatte einen Tisch und relativ bequeme, gut gepolsterte Sitze. Eine verstellbare Rückenlehne konnte ich an unserem Platz nicht erkennen. Die Klimaanlage kühlte ausgesprochen kräftig.
Wie hast du die Metrolink-Tickets gekauft?
Ich habe unsere Tickets in der Metrolink-App gekauft und empfand den Kauf einschließlich Kontoerstellung als unkompliziert. Tarif und Berechtigung für Ermäßigungen sollte jeder vor der Buchung selbst prüfen.
Kann man mit dieser Verbindung schon direkt nach Las Vegas fahren?
Unsere Fahrt führt nach San Bernardino. Die geplante Verknüpfung mit Brightline West in Rancho Cucamonga ist ein eigenes Projekt und keine von uns bereits gefahrene Verbindung nach Las Vegas. Aktuellen Projektstand und Verfügbarkeit bei Brightline West prüfen.