Wer meinen YouTube-Kanal verfolgt, weiß: Ich liebe Zugfahrten, neue Fahrzeuge und genau diese Momente, in denen man vor der Abfahrt noch nicht ganz weiß, was einen eigentlich erwartet. Genau so ein Fall war diese Reise mit dem ECE von Hamburg nach Basel, die für mich eigentlich schon vor dem Einstieg mit einer kleinen Unsicherheit begonnen hat. Denn obwohl ich den SBB Giruno, also den Stadler SMILE, gebucht hatte, kam vorab die Info, dass es einen Fahrzeugwechsel geben soll. Und damit war plötzlich alles offen: Wird es der neue Zug? Ein lokbespannter Ersatzzug der SBB? Oder vielleicht sogar etwas ganz anderes?
Überblick
Hier könnt ihr das Video direkt ansehen und meinen YouTube-Kanal auschecken, wenn ihr mehr solche Trip Reports, Bahn-Reviews und Reisevideos sehen wollt:
Genau diese kleine Ungewissheit hat der Reise von Anfang an einen besonderen Reiz gegeben. Denn wenn man regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist, kennt man das: Auf dem Papier sieht erstmal alles gut aus, aber kurz vor der Fahrt kommt dann doch wieder irgendeine Änderung rein. Und so stand ich also in Hamburg, nach einem Event, mit meinem Ticket in der Tasche und ohne genau zu wissen, was mich auf dem Weg Richtung Schweiz erwarten würde. Am Ende wurde aus der vermeintlichen Überraschung aber doch genau die Zugfahrt, auf die ich gehofft hatte: eine Fahrt im SBB Giruno auf der Relation Hamburg–Basel.
In diesem Artikel geht es deshalb um meine ganz persönlichen SBB Giruno Erfahrungen auf dieser Strecke. Ich nehme euch mit von Hamburg Dammtor bis nach Hannover, wo meine Fahrt an diesem Tag endete, und teile meinen Eindruck vom Zug, von der 1. Klasse, vom Komfort, von der Atmosphäre an Bord und von der Frage, ob der Stadler SMILE auf so einer langen internationalen Verbindung wirklich das Premium-Erlebnis liefert, das man sich von einem modernen Zug der SBB erhofft.
Warum die Fahrt schon in Hamburg spannend begann
Manchmal sind es gar nicht die spektakulären Zwischenfälle, die eine Reise interessant machen, sondern genau diese kleinen Unsicherheiten vor dem Start. Ich war in Hamburg gerade auf dem MOVA Launch Event Europa unterwegs gewesen und musste danach zurück. Eigentlich also eine ganz normale Rückfahrt. Aber weil ich eben bewusst den ECE Hamburg Basel gebucht hatte, war mein Interesse an dieser Verbindung deutlich größer als bei irgendeiner Standardfahrt.
Gerade diese Verbindung ist ja spannend, weil hier inzwischen der SBB Giruno eingesetzt wird, also ein Zug, der optisch und technisch sofort auffällt. Wer sich für Bahnverkehr interessiert, hat bei solchen Fahrzeugen natürlich direkt Bilder im Kopf: moderner Fernverkehr, hochwertiges Design, internationale Verbindungen, Schweiz, Premium-Anspruch. Genau deswegen war ich auch besonders neugierig, wie sich dieser Zug in der Praxis auf deutschem Terrain schlägt.

Dann kam aber die Mitteilung zum Fahrzeugwechsel. Und in dem Moment war wieder alles offen. Solche Nachrichten können bei der Bahn alles bedeuten. Von „es bleibt fast alles gleich“ bis „du bekommst statt des gebuchten Premiumprodukts eine komplett andere Garnitur“. Also war mein Modus an diesem Tag erstmal: abwarten, zum Bahnhof fahren und schauen, was wirklich kommt.
Hamburg Dammtor statt Hauptbahnhof: ein kleiner taktischer Vorteil
Die Reise begann für mich nicht am Hamburger Hauptbahnhof, sondern in Hamburg Dammtor. Das hatte gleich mehrere Gründe. Erstens lag der Startpunkt für mich praktischer, weil ich vorher ohnehin in der Nähe unterwegs war. Zweitens ist der Hauptbahnhof in Hamburg zwar architektonisch durchaus beeindruckend, aber eben auch fast immer extrem voll. Und drittens hatte ich diesmal keine Sitzplatzreservierung.
Gerade auf einer stark nachgefragten Fernverkehrsverbindung ist das natürlich immer so ein kleiner Nervenkitzel. Wer ohne Reservierung unterwegs ist, muss sich eben einen Vorteil verschaffen, wenn das möglich ist. Und wenn der Zug in Dammtor schon hält, hat man dort eben ein paar Minuten Vorsprung, bevor in Hamburg Hauptbahnhof das große Einsteigen beginnt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, kann in der Praxis aber durchaus den Unterschied machen, ob man noch einen angenehmen Platz bekommt oder später improvisieren muss.
Dammtor selbst ist als Bahnhof ohnehin eine schöne Kulisse. Er wirkt luftiger und weniger chaotisch als der Hauptbahnhof. Für ein Video ist so ein Bahnhof auch immer dankbar, weil man dort den Bahnverkehr ganz gut beobachten kann, ohne direkt von Menschenmassen erdrückt zu werden. Während ich also wartete, blieb erstmal die Frage offen: Was rollt da gleich wirklich ein?

Keine Überraschung – und genau das war diesmal die gute Nachricht
Die eigentliche Überraschung war am Ende, dass es gar keine Überraschung gab. Genau mit diesem Zug wollte ich fahren – und genau der stand dann auch am Bahnsteig: der SBB Giruno, also der Stadler SMILE. In dem Moment war für mich klar: Das Video bekommt doch noch genau den Zug, auf den ich gehofft hatte.
Und schon optisch macht der Giruno natürlich etwas her. Das Design wirkt modern, glatt, fast schon ein bisschen futuristisch, ohne völlig abgehoben auszusehen. Er vermittelt direkt dieses Gefühl von internationalem Fernverkehr und modernem Bahnprodukt. Das ist kein Zug, bei dem man einsteigt und denkt: ja gut, irgendwie Standard. Sondern eher einer, bei dem man direkt schaut, filmt, sich umsieht und Lust bekommt, die Details zu entdecken.
Ich hatte mir für diese Fahrt mal wieder die 1. Klasse gegönnt, was bei solchen Reviews natürlich immer besonders spannend ist. Denn wenn ein Zug schon als Premiumprodukt wahrgenommen wird, dann schaut man in der ersten Klasse eben noch einmal genauer hin. Nicht nur auf Optik und Ruhe, sondern eben auch auf Komfort, Platzgefühl, Materialqualität und das, was den Unterschied zu einem gewöhnlichen Sitzplatz wirklich ausmacht.
SBB Giruno Erfahrungen in der 1. Klasse: der erste Eindruck
Beim Einstieg war mein erster Eindruck durchaus positiv. Das Fahrzeug wirkte modern, hell und sauber. Gerade das Lichtkonzept ist angenehm, weil es nicht aufdringlich ist, sondern eher mit einem ruhigen, indirekten Eindruck arbeitet. Solche Dinge fallen vielen vielleicht nicht sofort bewusst auf, aber sie machen im Reisegefühl schon einen Unterschied. Ein heller Zug wirkt freundlicher, weniger eng und insgesamt hochwertiger.
Auch die erste Klasse machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Der Sitzabstand war ordentlich, das Raumgefühl stimmte und die Gestaltung wirkte insgesamt durchdacht. Es gab Ablagen, Getränkehalter, Mülleimer am Platz und Magazinhalter – also alles Dinge, die im Alltag wirklich praktisch sind und die man im Fernverkehr auch erwartet. Gerade auf längeren Fahrten merkt man ja schnell, ob ein Innenraum nur hübsch aussieht oder ob sich jemand Gedanken darüber gemacht hat, wie Reisende den Platz tatsächlich nutzen.
Was mir ebenfalls gefallen hat: Der Zug wirkte trotz der modernen Gestaltung nicht kühl oder steril. Manche neue Fernverkehrszüge sehen auf Fotos super aus, fühlen sich in echt aber eher wie eine Designstudie mit Sitzen an. Beim Stadler SMILE war das nicht der Fall. Der erste Eindruck war durchaus einladend.

Der Stadler SMILE im Alltag: modern, ruhig, aufgeräumt
Ein Punkt, der mir auf der Fahrt relativ schnell positiv aufgefallen ist, war die Laufruhe. Der Zug war angenehm leise, wirkte stabil und vibrierte nicht unangenehm. Gerade wenn man häufiger mit verschiedenstem Rollmaterial unterwegs ist, merkt man solche Unterschiede sofort. Es gibt Fahrzeuge, die von außen modern aussehen, innen aber akustisch oder fahrdynamisch eher unruhig wirken. Hier war das anders.
Diese Ruhe an Bord gehört definitiv zu meinen positiven SBB Giruno Erfahrungen. Denn sie trägt enorm dazu bei, wie hochwertig eine Fahrt wahrgenommen wird. Ein Zug kann auf dem Papier viele Features haben – wenn er sich aber laut, nervös oder rumpelig anfühlt, leidet das Reiseerlebnis sofort. Der Giruno konnte hier aus meiner Sicht punkten.
Auch die Ablagen waren groß genug, um Gepäck oder kleinere Dinge vernünftig unterzubringen. Das klingt banal, ist aber gerade im echten Reisealltag wichtig. Wenn Taschen, Technik, Snacks und Jacke ständig im Weg sind, merkt man schnell, dass ein Zug zwar schick aussieht, aber nicht richtig alltagstauglich ist. Beim ECE Hamburg Basel im Giruno hatte ich an dieser Stelle keinen Grund zur Klage.
Der Komfort ist der Knackpunkt
So positiv vieles an diesem Zug ist, kommt hier der Punkt, an dem mein Eindruck deutlich gemischter wurde. Denn der größte Kritikpunkt auf dieser Fahrt war für mich ganz klar der Sitzkomfort. Und genau das ist auf einer langen internationalen Relation wie Hamburg–Basel natürlich kein kleines Detail, sondern eine Kernfrage.
Die Sitze sahen ordentlich aus, keine Frage. Aber für mich fühlte sich das Ganze nicht so an, wie ich es bei einem echten Premium-Fernverkehrszug auf einer solchen Mammutstrecke erwarten würde. Die Polsterung war für mein Gefühl zu knapp, nicht bequem genug und insgesamt nicht auf dem Niveau, das ich persönlich für lange Fahrten ideal finde. Ich habe ja grundsätzlich schon öfter gesagt, dass ich in der ersten Klasse oft klassische Stoffsitze angenehmer finde. Hier kam dazu, dass die Polsterung mich einfach nicht komplett überzeugt hat.
Und genau da liegt für mich das Problem: Der SBB Giruno ist ein schöner Zug. Er fährt leise. Er wirkt modern. Er macht optisch viel her. Aber beim tatsächlichen Langstreckenkomfort fehlte mir ein Stück weit dieses Gefühl von „hier kann ich jetzt wirklich stundenlang entspannt reisen“. Für eine kurze oder mittellange Strecke ist das alles völlig okay. Aber wenn man an die volle Route von Hamburg bis Basel denkt, dann schaut man auf Sitze noch einmal kritischer.
Wirkt der Giruno wirklich wie ein echter Fernverkehrszug?
Eine interessante Frage, die ich mir während der Fahrt gestellt habe: Fühlt sich dieser Zug wirklich nach klassischem Fernverkehr an? Oder eher nach einem modernen Fahrzeug, das irgendwo zwischen hochwertigem Nahverkehr und internationalem Fernzug liegt?

Genau dieses Mittelding war am Ende mein Eindruck. Der Stadler SMILE wirkt für mich ein Stück weit so, als würde er Elemente beider Welten zusammenbringen. Einerseits ist er klar für den Fernverkehr gebaut und auf internationalen Strecken zuhause. Andererseits vermittelt das Interieur für mich nicht komplett dieses klassische Fernverkehrsgefühl, das man vielleicht bei besonders komfortbetonten Langstreckenzügen erwartet.
Das ist kein Totalausfall, überhaupt nicht. Aber es ist eben ein anderer Charakter. Und wenn man viel mit Zügen fährt, merkt man relativ schnell, dass nicht jeder Fernverkehrszug automatisch auch das gleiche Reisegefühl erzeugt. Manche Fahrzeuge fühlen sich sofort nach Langstrecke an. Andere eher nach „sehr gutem, aufgewertetem Systemzug“. Und genau da würde ich den Giruno einordnen.
ECE Hamburg Basel: Warum diese Verbindung trotzdem spannend ist
Unabhängig von meinem gemischten Komfortfazit finde ich die Verbindung Hamburg–Basel im ECE extrem spannend. Denn sie bringt mehrere Dinge zusammen, die für Bahnfans und normale Reisende gleichermaßen interessant sind: internationale Strecke, modernes Fahrzeug, hochwertige Außenwirkung und eine Verbindung zwischen Deutschland und der Schweiz, die nicht einfach nur Standard ist.
Gerade auf YouTube funktionieren solche Fahrten natürlich besonders gut, weil sie mehr erzählen als nur „ich fahre von A nach B“. Hier steckt eine kleine Story drin: Vorab Unsicherheit, dann die Erleichterung, dass der richtige Zug kommt, dazu die Neugier auf das neue Produkt, der Eindruck der ersten Klasse und am Ende ein differenziertes Urteil statt eines simplen „alles super“ oder „alles schlecht“.
Und genau das macht diese Fahrt im EuroCity Express auch für einen Blogartikel interessant. Denn meine SBB Giruno Erfahrungen bestehen eben nicht nur aus Daten und Fakten, sondern aus dem Zusammenspiel von Erwartung, Realität und Langstreckeneindruck.
Fakten zum SBB Giruno: Was der Zug eigentlich mitbringt
Natürlich gehört zu einem solchen Review auch der Blick auf die grundlegenden Eckdaten. Der SBB Giruno ist die SBB-Version des Stadler SMILE und gehört zu den modernsten internationalen Fernverkehrszügen, die aktuell auf europäischen Strecken unterwegs sind. Der Zug ist rund 202 Meter lang, besteht aus 11 Wagen und bietet 405 Sitzplätze. In Doppeltraktion ergibt sich entsprechend eine Kapazität von über 800 Plätzen.
Entwickelt wurde das Fahrzeug für den internationalen Verkehr zwischen der Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich. Dazu passt auch seine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h, die ihn klar als schnellen Fernverkehrszug positioniert. Gleichzeitig zeigt genau dieser Punkt aber auch, dass moderne Züge nicht automatisch in die Kategorie der 300-km/h-Hochgeschwindigkeitszüge fallen müssen, um auf ihren Einsatzstrecken sinnvoll zu sein.
Der Giruno ist vor allem ein Zug für grenzüberschreitende Verbindungen, für anspruchsvolle Topografie und für den Einsatz auf langen Relationen im mitteleuropäischen Netz. Das merkt man auch daran, wie souverän und ruhig er wirkt.
Stadler SMILE oder SBB Giruno – was sagt man eigentlich?
Für viele Zuschauer und Leser ist es gar nicht immer sofort klar, was eigentlich der richtige Name ist. Deshalb kurz eingeordnet: SMILE ist die Fahrzeugplattform von Stadler, also die Herstellerbezeichnung. Giruno ist der Name, unter dem die SBB diese Züge im Betrieb vermarktet und einsetzt.
Im Alltag werden beide Begriffe häufig nebeneinander verwendet. Wer eher technisch oder bahnaffin unterwegs ist, spricht oft vom Stadler SMILE. Wer den Zug aus dem Betrieb der Schweizer Bundesbahnen kennt, sagt eher SBB Giruno. Beides ist also inhaltlich richtig, und auch in meinem Video tauchen beide Begriffe auf.
Für SEO und Suchanfragen ist das sogar praktisch, weil viele Nutzer genau nach diesen Kombinationen suchen: SBB Giruno Erfahrungen, Stadler SMILE Review, Giruno 1. Klasse, ECE Hamburg Basel oder SBB Giruno Deutschland.
Wie schlägt sich der Giruno im Vergleich zu ICE, Railjet und Co.?
Ein spannender Vergleich ergibt sich natürlich automatisch mit anderen Fernverkehrszügen. Gerade wenn man häufiger mit ICE, Railjet oder anderen internationalen Produkten fährt, ordnet man den Giruno automatisch irgendwo ein. Und mein Eindruck ist hier ziemlich klar: Der Giruno ist definitiv ein moderner, attraktiver und angenehmer Zug – aber im Komfortbereich nicht automatisch mein persönlicher Favorit.
Das heißt nicht, dass er schlecht ist. Im Gegenteil. Aber ich finde, dass sich im europäischen Fernverkehr gerade ein Trend zeigt, bei dem neue Züge teilweise im Komfort etwas nüchterner werden. Es wird auf Effizienz, moderne Gestaltung, technische Flexibilität und hohe Kapazitäten gesetzt, während das klassische „sich tief in den Sitz fallen lassen und stundenlang maximal bequem reisen“ nicht immer oberste Priorität zu haben scheint.
Genau deswegen musste ich während der Fahrt auch an andere Fahrzeuge denken, bei denen ähnliche Diskussionen geführt werden. Man merkt einfach, dass modernes Zugdesign heute andere Kompromisse eingeht als früher. Und der SBB Giruno ist aus meiner Sicht ein gutes Beispiel dafür.
Die 1. Klasse im SBB Giruno: Premium, aber nicht perfekt
Gerade weil ich in der 1. Klasse unterwegs war, fällt mein Urteil beim Thema Komfort vielleicht strenger aus, als es in der zweiten Klasse der Fall wäre. Denn in der ersten Klasse steigen die Erwartungen automatisch. Dort reicht es nicht, dass der Sitz „okay“ ist. Dort erwartet man spürbar mehr Ruhe, mehr Großzügigkeit und vor allem ein besseres Langstreckengefühl.

Und genau hier finde ich: Die 1. Klasse im SBB Giruno sieht gut aus, ist sauber gestaltet und vermittelt auf den ersten Blick Premium. Aber sobald man eine Weile sitzt, merkt man, dass Optik und tatsächlicher Sitzkomfort nicht ganz auf derselben Höhe liegen. Für mich persönlich ist das einer der wichtigsten Punkte meiner SBB Giruno Erfahrungen, weil genau daran am Ende oft hängt, ob man eine Fahrt in Erinnerung behält als „sehr schön“ oder als „gut, aber…“.
Dieses „gut, aber…“ beschreibt meinen Eindruck ziemlich treffend. Ich würde jederzeit wieder mitfahren. Ich finde den Zug interessant. Ich filme ihn gern. Ich finde ihn spannend für Reviews. Aber wenn es nur um die Frage ginge, in welchem Zug ich auf einer sehr langen Strecke maximal komfortabel sitzen möchte, dann wäre der Giruno für mich nicht automatisch die erste Wahl.
Schöne Reise, schönes Fahrzeug, aber ein gemischtes Fazit
Genau das ist am Ende auch mein Gesamtfazit dieser Fahrt: Der SBB Giruno ist ein schöner Zug. Die Fahrt war angenehm. Das Fahrzeug ist leise, modern und insgesamt absolut sehenswert. Die Verbindung im ECE von Hamburg nach Basel ist spannend und definitiv eine Bereicherung für alle, die sich für internationale Zugreisen interessieren.
Aber: Beim Komfort hätte ich mir mehr gewünscht. Gerade von einem Schweizer Premiumprodukt auf einer so langen Strecke. Vielleicht ist es auch genau das, was die Erwartungshaltung so hoch macht. Wenn „SBB“, „Premium“, „internationaler Fernverkehr“ und „moderner neuer Zug“ zusammenkommen, dann erwartet man automatisch ein besonders rundes Gesamtpaket. Und dieses Gesamtpaket ist hier aus meiner Sicht nicht perfekt.
Trotzdem war die Fahrt keineswegs enttäuschend. Eher im Gegenteil: Sie war interessant, angenehm, visuell stark und genau die Art von Reise, aus der man ein ehrliches Review machen kann. Nicht nur Jubel, nicht nur Meckern, sondern ein reales Bild davon, wie sich der Stadler SMILE tatsächlich anfühlt.
Für wen lohnt sich eine Fahrt im SBB Giruno?
Wenn ihr moderne Züge mögt, internationale Verbindungen spannend findet und Lust habt, mal ein aktuelles SBB-Produkt auf deutscher Strecke zu erleben, dann lohnt sich eine Fahrt definitiv. Wer Wert auf ruhiges Fahren, modernes Design und einen frischen Gesamteindruck legt, bekommt hier vieles geboten.
Wer dagegen vor allem auf maximal weiche Sitze, besonders klassisches Fernverkehrsgefühl und das letzte Quäntchen Langstreckenkomfort achtet, der wird den Giruno möglicherweise etwas kritischer sehen. Genau deshalb ist es aus meiner Sicht sinnvoll, nicht nur Datenblätter zu lesen, sondern echte SBB Giruno Erfahrungen aus der Praxis anzuschauen oder zu lesen.
Denn am Ende sind Züge eben nicht nur Technik, sondern auch Gefühl. Wie sitzt man? Wie wirkt der Innenraum? Wie entspannt steigt man wieder aus? Und genau diese Fragen lassen sich nur beantworten, wenn man selbst fährt oder ehrliche Erfahrungsberichte bekommt.
Mein Fazit zu den SBB Giruno Erfahrungen auf der Strecke Hamburg–Basel
Wenn ich diese Reise in einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich sagen: Der SBB Giruno ist ein moderner, schöner und ruhiger Zug, der optisch viel Premium verspricht, beim Sitzkomfort aber nicht ganz mit meinen Erwartungen mithalten konnte.
Für das Video war diese Fahrt ideal, weil sie genau das geliefert hat, was ein gutes Bahn-Review braucht: eine kleine Vorgeschichte, einen interessanten Zug, starke Bilder, eine reale Probefahrt und am Ende ein ehrliches Urteil. Für mich persönlich bleiben die SBB Giruno Erfahrungen daher insgesamt positiv, aber eben nicht euphorisch.
Ich bin froh, den Zug endlich auf dieser Strecke erlebt zu haben. Ich finde den ECE Hamburg Basel weiterhin sehr spannend. Und ich bin auf jeden Fall neugierig, wie sich andere Varianten des Fahrzeugs anfühlen – zum Beispiel bei anderen Betreibern oder auf anderen Relationen. Gerade weil ich das Grundkonzept des Zuges interessant finde, bleibt das Thema für mich definitiv noch nicht abgeschlossen.
Wer also einen modernen internationalen Fernzug erleben will, bekommt hier eine spannende Fahrt. Wer das absolute Komfortwunder erwartet, sollte mit leicht gebremsten Erwartungen einsteigen. Genau dann passt das Gesamtbild am besten.
FAQ: Die 10 häufigsten Fragen zum SBB Giruno
1. Was ist der SBB Giruno eigentlich?
Der SBB Giruno ist ein moderner internationaler Fernverkehrszug der SBB. Technisch basiert er auf der Stadler SMILE-Plattform und wird auf grenzüberschreitenden Verbindungen eingesetzt.
2. Ist der SBB Giruno dasselbe wie der Stadler SMILE?
Im Grunde ja. SMILE ist die Herstellerbezeichnung von Stadler, Giruno der Name der SBB für ihre Version dieses Zugtyps.
3. Fährt der SBB Giruno auch in Deutschland?
Ja, der SBB Giruno ist auch in Deutschland im Einsatz und wird unter anderem auf internationalen Relationen Richtung Deutschland verwendet, etwa auf der Verbindung Hamburg–Basel im ECE.
4. Wie viele Sitzplätze hat der SBB Giruno?
Ein einzelner Giruno bietet 405 Sitzplätze. In Doppeltraktion ergibt sich entsprechend eine deutlich höhere Gesamtkapazität.
5. Wie schnell fährt der Stadler SMILE?
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Damit ist der Zug klar im schnellen internationalen Fernverkehr angesiedelt.
6. Wie ist die 1. Klasse im SBB Giruno?
Die 1. Klasse im SBB Giruno wirkt modern, hell und ordentlich ausgestattet. Mein persönlicher Eindruck war aber, dass der Sitzkomfort nicht ganz das Niveau erreicht, das ich auf sehr langen Strecken erwarten würde.
7. Ist der SBB Giruno komfortabel?
Das hängt davon ab, was einem wichtig ist. Der Zug fährt sehr ruhig, wirkt hochwertig und modern. Beim Sitzkomfort hatte ich aber gemischte Eindrücke, vor allem im Hinblick auf lange Strecken.
8. Lohnt sich der ECE von Hamburg nach Basel?
Ja, allein schon wegen des interessanten Fahrzeugs und der internationalen Verbindung ist der ECE Hamburg Basel spannend. Wer moderne Züge mag, wird an der Fahrt definitiv Interesse haben.
9. Wo wird der SBB Giruno gebaut?
Der Stadler SMILE / SBB Giruno wird in Bussnang in der Schweiz gebaut.
10. Für wen ist der SBB Giruno besonders interessant?
Für Bahninteressierte, Reisende auf internationalen Verbindungen, Fans moderner Zugtechnik und alle, die sich selbst ein Bild von aktuellen SBB Giruno Erfahrungen machen möchten.