Wer von Berlin nach Prag reisen möchte, denkt vermutlich zuerst an die Bahn, an FlixBus oder vielleicht sogar an das Flugzeug. Aber es gibt da noch eine Alternative, die in Deutschland meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt: RegioJet nach Prag. Der tschechische Anbieter ist vor allem durch seine auffälligen gelben Busse und Züge bekannt und verbindet verschiedene europäische Städte miteinander. Ich habe mir die Verbindung von Berlin nach Prag einmal genauer angeschaut und bin mit dem RegioJet-Fernbus gefahren – genauer gesagt in der Fun & Relax Class im Oberdeck eines Setra-Doppeldeckerbusses.
Inhalt
Das komplette Video zu meiner Fahrt findest du natürlich auf meinem YouTube-Kanal Reens Rails. Dort zeige ich dir den Bus, die Sitze, den Berliner ZOB, die Ausstattung an Bord, den Weg über Dresden bis nach Prag Florenc und mein persönliches Fazit zur Fahrt. In diesem Blogartikel bekommst du zusätzlich noch einmal alle wichtigen Infos zusammengefasst: Wie bequem ist RegioJet wirklich? Was kostet die Fahrt? Wie schlägt sich der Bus im Vergleich zu FlixBus und Bahn? Und lohnt sich RegioJet nach Prag am Ende wirklich?
RegioJet nach Prag: Die Route von Berlin über Dresden nach Prag
Meine Reise begann am Berliner ZOB. Wer den Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin kennt, weiß: Das ist nicht unbedingt der glamouröseste Startpunkt für eine internationale Reise. Zwar wurde dort in den letzten Jahren einiges renoviert, aber so richtig schön ist der Ort trotzdem nicht. Für eine Stadt wie Berlin wirkt der ZOB an manchen Stellen immer noch etwas lieblos. Es gibt Müll, es ist nicht besonders einladend, und je nach Tageszeit ist die Atmosphäre eher zweckmäßig als angenehm. Aber der Service vor Ort ist klasse. Ich war nicht mal richtig auf dem Gelände, schon bot mir ein reisender Kaufmann ein originalverpacktes iPhone 17 Pro Max an. Wo bekommt man sonst so ein verlockendes Angebot?
Aber gut, wir sind ja nicht hier, um den Berliner ZOB zu bewerten, sondern um mit RegioJet nach Prag zu fahren. Und da wurde es dann direkt interessanter. Der gelbe Doppeldeckerbus von RegioJet war optisch auf jeden Fall deutlich auffälliger als viele andere Fernbusse. Gerade neben einem klassischen FlixBus sticht RegioJet mit seiner gelben Lackierung schon ziemlich heraus.
Die Strecke führt von Berlin zunächst zum Südkreuz, wo noch weitere Passagiere eingesammelt werden. Danach geht es weiter über Dresden in Richtung Tschechien und schließlich zum Prager Busbahnhof Florenc. Die reine Fahrzeit liegt ungefähr bei viereinhalb Stunden. Das ist nicht extrem schnell, aber für die Strecke absolut in Ordnung.
Zum Vergleich: Mit dem Zug ist man auf der Strecke Berlin–Prag inzwischen teilweise etwas schneller unterwegs. Die schnellsten Verbindungen liegen ungefähr bei unter vier Stunden, viele Züge brauchen aber ebenfalls rund vier Stunden. Der Bus ist also etwas langsamer, kann dafür aber beim Preis und beim Komfort ziemlich interessant werden.

Der Preis: Für rund 25 Euro von Berlin nach Prag
Einer der größten Pluspunkte bei meiner Fahrt war eindeutig der Preis. Ich habe mein Ticket etwa eine Woche vor Abfahrt gebucht und rund 25 Euro bezahlt. Für eine internationale Strecke von Berlin nach Prag ist das schon ziemlich günstig.
Besonders spannend wird es im Vergleich zu FlixBus. Zur gleichen Zeit hätte mich eine vergleichbare Fahrt mit FlixBus fast 50 Euro gekostet – und das ohne kostenlose Sitzplatzreservierung. Bei RegioJet war die Sitzplatzreservierung bereits inklusive. Das ist ein Punkt, den man nicht unterschätzen sollte.
Denn gerade bei längeren Fahrten ist es einfach angenehm, vorher zu wissen, wo man sitzt. Man muss nicht hoffen, dass noch ein guter Platz frei ist. Man muss nicht früh am Bus stehen, um sich einen halbwegs angenehmen Sitzplatz zu sichern. Man bucht einfach seinen Sitzplatz mit und fertig.
Für mich ist das schon ein ziemlicher Komfortgewinn. Und wenn der günstigere Anbieter dann auch noch die Sitzplatzreservierung kostenlos dazupackt, während die Konkurrenz deutlich teurer ist, dann wird es natürlich interessant.
Natürlich können Preise je nach Reisetag, Uhrzeit, Nachfrage und Buchungszeitpunkt stark schwanken. Ich würde also nicht sagen, dass RegioJet immer nur 25 Euro kostet. Aber meine konkrete Fahrt zeigt ziemlich gut, dass RegioJet nach Prag preislich eine sehr attraktive Alternative sein kann.
Die Fun & Relax Class: Was bekommt man im RegioJet-Bus?
Das Highlight meiner Fahrt war die Fun & Relax Class im Oberdeck. Während man unten im Bus in der normalen Klasse sitzt, gibt es oben eine deutlich komfortablere Bestuhlung. Hier ist die Anordnung nicht 2:2, sondern 2:1. Das bedeutet: Auf einer Seite gibt es zwei Sitze nebeneinander, auf der anderen Seite nur einen einzelnen Sitz.
Gerade als Alleinreisender ist das natürlich ideal. Wer einen Einzelsitz bekommt, hat deutlich mehr Privatsphäre und muss sich nicht direkt mit einer fremden Person eine Sitzreihe teilen. Das wirkt im Fernbus sofort hochwertiger und entspannter.
Die Sitze selbst sind bequeme Ledersitze. Sie machen einen deutlich besseren Eindruck als viele Standardsitze in klassischen Fernbussen. Natürlich ist das kein echtes Business-Class-Erlebnis wie im Flugzeug, aber für einen Fernbus ist das schon sehr ordentlich.
Auch die Beinfreiheit war angenehm. Man sitzt nicht eingequetscht, sondern hat genug Platz, um die Fahrt entspannt zu verbringen. Gerade bei viereinhalb Stunden Fahrzeit ist das wichtig. Eine kurze Strecke kann man auch mal irgendwie absitzen. Aber bei Berlin nach Prag möchte man schon halbwegs bequem ankommen.
Was mir außerdem gefallen hat: Der Bus war bei meiner Fahrt relativ leer. Im Oberdeck war vielleicht ein Viertel der Plätze besetzt. Das macht die Fahrt natürlich noch angenehmer. Man hat Ruhe, Platz und nicht das Gefühl, in einem überfüllten Fernbus eingesperrt zu sein.
Natürlich kann das an anderen Tagen anders aussehen. Gerade zu Ferienzeiten, an Wochenenden oder rund um Feiertage kann es deutlich voller werden. Aber bei meiner Fahrt war die Atmosphäre wirklich angenehm entspannt.

Ausstattung an Bord: Entertainment, Steckdose, USB und WLAN
RegioJet wirbt mit einem recht ordentlichen Komfortpaket. Dazu gehören unter anderem Entertainment-Bildschirme, Steckdosen, USB-Anschlüsse und theoretisch auch WLAN.
Fangen wir mit dem Entertainment-System an. Jeder Sitz hat einen eigenen Bildschirm. Der ist nicht riesig, aber für einen Fernbus schon ein nettes Extra. Man kann sich dort Filme anschauen, Spiele nutzen, die aktuelle Position verfolgen und sich Informationen zum Bordangebot ansehen.
Der Bildschirm wirkte bei meiner Fahrt allerdings nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Die Bedienung war etwas langsam und die Filmauswahl wirkte ebenfalls nicht super aktuell. Trotzdem: Dass es überhaupt ein eigenes Entertainment-System im Fernbus gibt, ist schon bemerkenswert. Bei vielen anderen Anbietern gibt es so etwas schlicht nicht.
Dazu kommen USB-Anschlüsse und eine Steckdose am Sitz. Für mich ist das auf solchen Fahrten extrem wichtig. Ich arbeite unterwegs oft am Laptop, beantworte E-Mails oder sichere Material. Wenn man mehrere Stunden unterwegs ist, will man nicht ständig auf den Akkustand schauen müssen.
Bei RegioJet gab es am Sitz zweimal USB und darunter noch eine Steckdose. Das ist wirklich praktisch. Gerade für Reisende, die ihr Handy laden, arbeiten oder unterwegs Content erstellen wollen, ist das ein echter Pluspunkt.
Der Klapptisch war vorhanden und grundsätzlich nutzbar. Er war etwas hakelig und nicht riesig, aber für einen Laptop sollte es reichen. Für ein Getränk, ein Handy oder einen kleinen Snack ist er sowieso ausreichend.
Jetzt zum WLAN. Theoretisch gibt es WLAN. Praktisch hat es bei mir leider nicht funktioniert. Ich habe es mit einem Android-Smartphone, einem Apple-Laptop und verschiedenen Versuchen getestet, aber ich kam nicht vernünftig ins Internet. Vielleicht war es Pech, vielleicht ein technisches Problem auf genau dieser Fahrt. Aber ich muss ehrlich sagen: Das ist bei Fernbussen und Zügen leider keine Seltenheit.
Zum Glück gibt es innerhalb der EU Roaming. Wer also einen brauchbaren Mobilfunktarif hat, kommt auf der Strecke meistens trotzdem irgendwie online. Aber als fest eingeplantes Arbeits-WLAN würde ich das Bord-WLAN von RegioJet nach meiner Fahrt nicht einplanen.
Komfort im RegioJet-Bus: Wirklich Luxusbus?
Der Begriff „Luxusbus“ ist natürlich etwas zugespitzt. Man darf hier keine First Class erwarten. Es bleibt ein Fernbus. Aber im Vergleich zu vielen anderen Fernbusfahrten, die ich bisher erlebt habe, war diese Fahrt mit RegioJet nach Prag wirklich überraschend bequem.
Die 2:1-Bestuhlung macht extrem viel aus. Sobald man mehr Abstand und mehr Platz hat, fühlt sich eine Busfahrt direkt weniger stressig an. Dazu kommen die bequemen Sitze, die Stromversorgung, das Entertainment-System und die ruhige Atmosphäre im Oberdeck.
Auch die Fahrt selbst war sehr angenehm. Der Fahrer ist ruhig gefahren, es gab keine hektischen Manöver, und insgesamt wirkte alles sehr entspannt. Ansagen gab es eher wenige bis gar keine, aber das hat mich persönlich nicht gestört. Mir ist eine ruhige Fahrt lieber als ständige Durchsagen.
Ein kleiner Kritikpunkt war die Lüftung. Oben gab es zwar Luftdüsen, aber so richtig stark oder effektiv wirkten sie bei meiner Fahrt nicht. Mir war es im Oberdeck etwas zu warm. Das ist natürlich Geschmackssache und hängt auch von Jahreszeit, Außentemperatur und Auslastung ab. Aber perfekt war die Klimatisierung für mich nicht.
Trotzdem: Insgesamt war der Komfort sehr gut. Besonders wenn man bedenkt, dass das Ticket rund 25 Euro gekostet hat.
RegioJet vs. FlixBus: Wer bietet mehr fürs Geld?
Natürlich drängt sich der Vergleich zu FlixBus auf. FlixBus ist in Deutschland der bekannteste Fernbusanbieter und auf vielen Strecken fast schon der Standard. Wenn man an Fernbus denkt, denkt man meist zuerst an FlixBus.
Aber genau deshalb ist RegioJet so spannend. Denn auf meiner konkreten Fahrt war RegioJet nicht nur günstiger, sondern auch komfortabler.
Bei FlixBus hätte ich für eine vergleichbare Verbindung fast doppelt so viel bezahlt. Dazu wäre die Sitzplatzreservierung nicht automatisch inklusive gewesen. Bei RegioJet hatte ich dagegen die Fun & Relax Class, 2:1-Bestuhlung, Entertainment-Bildschirm, Steckdose, USB und einen reservierten Sitzplatz.
Natürlich muss man fair bleiben: Nicht jede FlixBus-Fahrt ist gleich. Es gibt moderne Busse, ältere Busse, volle Fahrten, leere Fahrten, gute Fahrer, weniger angenehme Fahrten. Das gleiche gilt auch für RegioJet. Ein einzelner Vergleich ist nie die komplette Wahrheit.
Aber für diese konkrete Verbindung von Berlin nach Prag hat RegioJet bei mir einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen. Gerade wenn der Preisunterschied so groß ist, wird es schwer, noch viele Argumente für FlixBus zu finden.
Der große Vorteil von FlixBus ist natürlich das riesige Streckennetz. FlixBus fährt extrem viele Orte an und ist in Deutschland sehr präsent. RegioJet ist dagegen auf bestimmten Routen stärker und in Deutschland nicht ganz so allgegenwärtig. Aber wenn RegioJet auf deiner gewünschten Strecke fährt, lohnt sich der Vergleich auf jeden Fall.
RegioJet nach Prag oder lieber mit der Bahn?
Neben FlixBus ist natürlich auch die Bahn eine wichtige Alternative. Die Strecke Berlin–Prag ist mit dem Zug sehr schön, vor allem auf dem Abschnitt entlang der Elbe. Wer gerne Zug fährt, bekommt hier eine landschaftlich reizvolle Verbindung.
Der Zug ist meistens etwas schneller als der Bus. Je nach Verbindung kann man mit der Bahn in ungefähr vier Stunden oder sogar etwas weniger von Berlin nach Prag kommen. Der RegioJet-Bus braucht rund viereinhalb Stunden. Der Unterschied ist also vorhanden, aber nicht riesig.
Die Bahn hat natürlich den Vorteil, dass man sich etwas freier bewegen kann. Man kann aufstehen, durch den Zug gehen, ins Bordrestaurant oder zumindest den Platz wechseln, wenn es nicht zu voll ist. Im Bus ist man stärker an seinen Sitz gebunden.
Dafür punktet der Bus beim Preis. Wenn man für 25 Euro in der Fun & Relax Class nach Prag fährt, während die Bahn je nach Buchungszeitpunkt deutlich teurer sein kann, ist das ein starkes Argument.
Außerdem muss man sagen: Die 2:1-Bestuhlung im RegioJet-Bus fühlte sich sehr komfortabel an. In manchen Zügen sitzt man auch nicht unbedingt besser, gerade wenn es voll ist oder man keinen guten Platz erwischt.
Am Ende hängt es stark davon ab, was dir wichtiger ist. Wenn du möglichst schnell sein möchtest und gerne Zug fährst, ist die Bahn eine gute Wahl. Wenn du günstig und trotzdem bequem reisen willst, ist RegioJet nach Prag eine richtig spannende Alternative.

Ankunft in Prag Florenc
Der Bus kommt in Prag am Busbahnhof Florenc an. Das ist ein zentral gelegener Fernbusbahnhof und für eine Ankunft in Prag ziemlich praktisch. Von dort kommt man gut weiter in die Innenstadt, zur Metro oder zu anderen Verbindungen.
Bei meiner Fahrt hatten wir zwischendurch in Dresden etwa eine halbe Stunde Verspätung. Am Ende wurde aber fast alles wieder aufgeholt. In Prag kamen wir mit ungefähr zehn Minuten Verspätung an. Das ist für eine internationale Busfahrt absolut moderat.
Gerade auf einer Strecke mit Stadtverkehr, Autobahn, Zwischenstopp und Grenzübertritt finde ich zehn Minuten Verspätung völlig okay. Natürlich ist es immer schöner, pünktlich anzukommen, aber hier konnte man wirklich nicht meckern.
Die Toilette an Bord
Ein Punkt, der bei Fernbusfahrten immer wichtig ist: Gibt es eine Toilette? Ja, im RegioJet-Bus gab es eine Toilette an Bord.
Sie war, wie bei Bussen üblich, ziemlich klein. Das ist keine Wellness-Oase und auch kein Ort, an dem man freiwillig länger bleiben möchte. Aber sie ist vorhanden, und bei einer Fahrzeit von viereinhalb Stunden ist das wichtig.
Der Bus hält unterwegs nicht für eine längere Pause an. Es gibt zwar Stopps, zum Beispiel in Dresden, aber man sollte sich nicht darauf verlassen, dort entspannt auszusteigen, etwas zu kaufen und zur Toilette zu gehen. Deshalb ist eine Bordtoilette bei dieser Fahrzeit definitiv ein Pluspunkt.
Für wen lohnt sich RegioJet nach Prag besonders?
RegioJet nach Prag lohnt sich meiner Meinung nach besonders für preisbewusste Reisende, die trotzdem Wert auf Komfort legen. Wenn du einfach nur möglichst billig fahren willst, findest du vielleicht manchmal auch andere Angebote. Aber RegioJet kombiniert günstige Preise mit einer Ausstattung, die man bei Fernbussen nicht immer bekommt.
Besonders interessant ist RegioJet für Alleinreisende, die in der Fun & Relax Class einen Einzelsitz buchen können. Das macht die Reise deutlich entspannter. Auch für Studierende, Backpacker, Wochenendtrips, Städtereisen und Menschen, die Prag günstig besuchen wollen, ist das Angebot ziemlich stark.
Wenn du gerne arbeitest oder Content unterwegs erstellst, sind Steckdose und USB ebenfalls praktisch. Auf das WLAN würde ich mich zwar nicht verlassen, aber mit mobilem Internet kann man trotzdem gut arbeiten.
Für Familien kann RegioJet ebenfalls interessant sein, vor allem wenn der Preis stimmt. Allerdings würde ich bei mehreren Personen genau schauen, welche Plätze verfügbar sind und wie die Sitzordnung im Oberdeck aussieht.
Was mir besonders gut gefallen hat
Am meisten überzeugt hat mich die Kombination aus Preis und Komfort. Für rund 25 Euro bekommt man hier nicht einfach nur irgendeinen Sitzplatz in einem Fernbus, sondern ein ziemlich angenehmes Reiseerlebnis.
Die kostenlose Sitzplatzreservierung ist ein echter Vorteil. Ich finde es immer angenehm, wenn solche Basics nicht noch zusätzlich kosten. Gerade im Fernbus kann der Sitzplatz einen großen Unterschied machen.
Auch die 2:1-Bestuhlung ist ein starkes Argument. Sie sorgt dafür, dass die Fun & Relax Class tatsächlich spürbar hochwertiger wirkt. Das ist nicht nur Marketing, sondern macht auf der Fahrt wirklich einen Unterschied.
Der Bus selbst war modern, sauber und angenehm. Die Fahrt war ruhig, die Verspätung gering, und die Ankunft in Prag Florenc unkompliziert.
Was nicht perfekt war
Natürlich war nicht alles perfekt. Das WLAN hat bei mir nicht funktioniert. Das ist ärgerlich, gerade wenn man unterwegs arbeiten möchte. Ich würde also empfehlen, sich vorher nicht darauf zu verlassen und genügend mobiles Datenvolumen einzuplanen.
Auch das Entertainment-System war eher nett als überragend. Der Bildschirm ist klein, die Bedienung etwas langsam und die Inhalte wirkten nicht topaktuell. Trotzdem ist es besser, so etwas zu haben, als gar kein Entertainment-Angebot.
Die Lüftung im Oberdeck hätte für meinen Geschmack stärker sein können. Mir war es zeitweise etwas zu warm. Das ist kein riesiges Problem, aber auf längeren Fahrten kann es nerven.
Außerdem bleibt es natürlich ein Bus. Wer grundsätzlich keine Busreisen mag, wird auch durch RegioJet wahrscheinlich nicht plötzlich zum Fernbus-Fan. Man kann nicht wirklich herumlaufen, man ist vom Verkehr abhängig und man sitzt eben mehrere Stunden im Bus.
4 starke Gründe für RegioJet nach Prag
1. Der Preis ist richtig stark
Für rund 25 Euro von Berlin nach Prag zu fahren, ist schon ein sehr gutes Angebot. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Sitzplatzreservierung inklusive ist und man in der Fun & Relax Class deutlich mehr Komfort bekommt als in vielen normalen Fernbussen.
2. Die Fun & Relax Class ist wirklich bequem
Die 2:1-Bestuhlung, die Ledersitze und der Platz im Oberdeck machen die Fahrt deutlich angenehmer. Gerade für Alleinreisende ist ein Einzelsitz ein großer Vorteil.
3. Die Ausstattung ist besser als erwartet
USB, Steckdose, Entertainment-Bildschirm, Tisch und Bordtoilette: Das ist für einen Fernbus ein ordentliches Paket. Auch wenn nicht alles perfekt funktioniert hat, bekommt man insgesamt viel geboten.
4. RegioJet ist eine echte Alternative zu FlixBus
Auf meiner Fahrt war RegioJet günstiger und komfortabler als die vergleichbare FlixBus-Verbindung. Das macht den Anbieter auf der Strecke Berlin–Prag zu einer echten Alternative, die man auf dem Schirm haben sollte.
Mein Fazit: RegioJet nach Prag lohnt sich
Nach meiner Fahrt kann ich sagen: RegioJet nach Prag hat mich wirklich positiv überrascht. Ich hatte einen günstigen Preis erwartet, aber nicht unbedingt so viel Komfort. Die Fun & Relax Class im Oberdeck ist für einen Fernbus richtig angenehm und bietet mit 2:1-Bestuhlung, Steckdose, USB und Entertainment-Bildschirm ein gutes Gesamtpaket.
Natürlich gibt es Schwächen. Das WLAN funktionierte bei mir nicht, die Lüftung war nicht perfekt und das Entertainment-System ist nicht gerade High-End. Aber wenn man den Preis betrachtet, kann ich darüber ziemlich gut hinwegsehen.
Für mich ist RegioJet auf der Strecke Berlin–Prag eine klare Empfehlung, wenn man günstig, bequem und unkompliziert reisen möchte. Gerade im Vergleich zu FlixBus war ich überrascht, wie gut RegioJet abschneidet. Und auch gegenüber der Bahn kann der Bus eine spannende Alternative sein, wenn der Preisunterschied groß genug ist.
Würde ich wieder mit RegioJet nach Prag fahren? Ja, definitiv. Vor allem in der Fun & Relax Class. Für rund 25 Euro war das eine der angenehmsten Fernbusfahrten, die ich bisher gemacht habe.
FAQ: RegioJet nach Prag
Wie lange dauert die Fahrt mit RegioJet von Berlin nach Prag?
Die Fahrt mit RegioJet von Berlin nach Prag dauert ungefähr viereinhalb Stunden. Die genaue Fahrzeit hängt von Verkehr, Zwischenstopps und der konkreten Verbindung ab.
Wo startet RegioJet in Berlin?
Meine Fahrt startete am Berliner ZOB. Danach hielt der Bus noch am Bahnhof Berlin Südkreuz, um weitere Passagiere aufzunehmen.
Wo kommt RegioJet in Prag an?
RegioJet kommt in Prag am Busbahnhof Florenc an. Der liegt relativ zentral und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Was kostet RegioJet nach Prag?
Ich habe für meine Fahrt etwa eine Woche vor Abfahrt rund 25 Euro bezahlt. Die Preise können je nach Reisetag, Nachfrage und Buchungszeitpunkt variieren.
Ist die Sitzplatzreservierung bei RegioJet inklusive?
Ja, bei meiner Buchung war die Sitzplatzreservierung kostenlos inklusive. Das ist ein großer Vorteil gegenüber manchen anderen Anbietern.
Was ist die Fun & Relax Class bei RegioJet?
Die Fun & Relax Class ist die komfortablere Klasse im RegioJet-Bus. Im Doppeldecker befindet sie sich oben und bietet unter anderem 2:1-Bestuhlung, bequemere Sitze, Entertainment-Bildschirme, USB und Steckdosen.
Gibt es WLAN im RegioJet-Bus?
Theoretisch ja. Bei meiner Fahrt hat das WLAN allerdings nicht funktioniert. Ich würde mich deshalb nicht darauf verlassen und mobiles Datenvolumen einplanen.
Gibt es eine Toilette im RegioJet-Bus?
Ja, es gibt eine Toilette an Bord. Sie ist bustypisch klein, aber bei einer Fahrzeit von rund viereinhalb Stunden definitiv praktisch.
Ist RegioJet besser als FlixBus?
Auf meiner konkreten Fahrt von Berlin nach Prag war RegioJet günstiger und komfortabler als die vergleichbare FlixBus-Verbindung. Besonders die Fun & Relax Class und die kostenlose Sitzplatzreservierung waren starke Pluspunkte.
Ist RegioJet nach Prag besser als die Bahn?
Das kommt darauf an. Die Bahn ist meist etwas schneller und bietet mehr Bewegungsfreiheit. RegioJet ist dafür oft günstiger und in der Fun & Relax Class sehr bequem. Wer günstig reisen möchte, sollte RegioJet auf jeden Fall vergleichen.
Lohnt sich RegioJet nach Prag für einen Wochenendtrip?
Ja, absolut. Gerade für einen günstigen Städtetrip nach Prag ist RegioJet eine sehr interessante Option. Die Verbindung ist unkompliziert, der Preis kann sehr attraktiv sein und der Komfort ist in der Fun & Relax Class überraschend gut.
Würdest du RegioJet nach Prag noch einmal buchen?
Ja. Nach meiner Fahrt würde ich RegioJet auf der Strecke Berlin–Prag definitiv wieder buchen, besonders wenn ich erneut einen guten Preis in der Fun & Relax Class bekomme.