Mähroboter gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Manche fahren mit Begrenzungskabel, andere mit Kamera, wieder andere mit RTK, LiDAR oder einer wilden Mischung aus allem. Und dann kommt der Sunseeker S5 um die Ecke und sagt sinngemäß: Ich habe RTK, Vision-AI-Navigation, Allradantrieb und bin für bis zu 1.600 m² ausgelegt. Klingt erst mal nach ziemlich viel Technik für einen Mähroboter, oder?
Genau deshalb wollte ich mir den Sunseeker S5 ganz genau anschauen. Nicht nur kurz auspacken, einmal über den Rasen fahren lassen und dann sagen: „Ja, sieht gut aus.“ Sondern wirklich testen, wie sich der Sunseeker Mähroboter im Alltag schlägt. Also: Einrichtung, App, Kartierung, Mähbild, Hinderniserkennung, Steigungstest, Randschnitt und natürlich die Frage, ob man so viel Technik im Garten wirklich braucht.
Überblick
Das komplette Langformat-Video zu meinen Sunseeker S5 Erfahrungen findest du hier:
Sunseeker S5 Test: Was macht diesen Mähroboter spannend?
Der Sunseeker S5 ist ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel und richtet sich vor allem an Nutzer, die eine größere Fläche mähen möchten, aber keine Lust auf das Verlegen eines Drahtes haben. Laut Hersteller ist er für bis zu 1.600 m² geeignet. Das ist schon eine ordentliche Ansage, denn damit landet er nicht mehr bei den kleinen Einstiegsmodellen für den Mini-Reihenhausgarten, sondern eher bei den Geräten für mittelgroße bis größere Grundstücke.
Spannend ist dabei vor allem die Kombination aus RTK, Kamera beziehungsweise Vision AI und Allradantrieb. Viele Mähroboter setzen inzwischen auf eine dieser Technologien. Der Sunseeker S5 versucht aber, mehrere Vorteile miteinander zu kombinieren. RTK soll für eine präzise Positionierung sorgen, die Kamera soll Hindernisse und Situationen im Garten besser erkennen und der Allradantrieb soll helfen, wenn es mal uneben, steil oder rutschig wird.
Auf dem Papier klingt das natürlich erst mal stark. Aber gerade bei Mährobotern wissen wir alle: Datenblätter mähen keinen Rasen. Entscheidend ist, was im echten Garten passiert. Und echte Gärten sind selten perfekt. Da gibt es Bäume, Engstellen, Kanten, Hochbeete, Spielzeug, Gartenwerkzeug, trockene Stellen, Unebenheiten und manchmal auch einfach Bereiche, die für Mähroboter unangenehm sind.
Genau deshalb ist ein Praxistest wichtig. Und meine Sunseeker S5 Erfahrungen zeigen ziemlich gut, wo der Mähroboter stark ist und wo er noch etwas besser werden könnte.
Lieferumfang: Sunseeker S5 mit RTK-Antenne und viel Zubehör
Beim Auspacken macht der Sunseeker S5 direkt einen ordentlichen Eindruck. Alles ist sauber verpackt, wirkt durchdacht und nicht lieblos zusammengeschmissen. Im Lieferumfang befinden sich unter anderem die Ladestation, die RTK-Antenne, Netzteile, Ersatzklingen, Montagematerial, Anleitungen und Befestigungsmaterial für Station und Antenne.
Interessant ist, dass zwei Netzteile dabei sind. Eines wird für die Ladestation benötigt und eines für die RTK-Antenne. Das ist nicht ungewöhnlich, sollte man aber vor dem Aufbau wissen. Wer den Sunseeker S5 in Betrieb nehmen möchte, braucht also im Idealfall zwei Steckdosen beziehungsweise eine passende Stromversorgung in Reichweite.
Die Ladestation wirkt hochwertig und ist bereits weitgehend vormontiert. Das gefällt mir immer, weil niemand Lust hat, erst eine halbe Bastelstunde einzulegen, bevor ein Mähroboter überhaupt geladen werden kann. Auch die RTK-Antenne ist schon vorbereitet und lässt sich über einen ausziehbaren Teleskopstab aufstellen.
Ein kleiner Kritikpunkt zeigt sich aber bereits hier: Bei der RTK-Antenne hätte ich mir zusätzlich einen richtigen Erdspieß gewünscht. Im Lieferumfang sind zwar Befestigungsmöglichkeiten enthalten, unter anderem Erdnägel beziehungsweise Haken, aber ein klassischer Dreizack oder Erdspieß wäre für Rasenflächen aus meiner Sicht praktischer und stabiler. Wenn man die Antenne auf einer festen Fläche verschrauben möchte, ist die vorhandene Lösung natürlich sinnvoll. Für meinen Garten wäre ein Erdspieß aber die angenehmere Lösung gewesen.
Design und Verarbeitung: Der Sunseeker Mähroboter wirkt hochwertig
Optisch bleibt Sunseeker seiner Linie treu. Der S5 kommt in diesem bekannten Grau-Schwarz-Look, den man auch schon von anderen Sunseeker-Modellen kennt. Ich hatte bereits den Sunseeker V1 und den Sunseeker S4 im Test, und der S5 wirkt im Vergleich dazu natürlich deutlich größer und erwachsener. Das muss er auch, denn bis zu 1.600 m² Flächenleistung sind eben eine andere Liga.
Vorne findet man die Ladekontakte und die Sensorik. Oben sitzen unter anderem der Regensensor, der Stop-Taster und eine Klappe mit Bedieneinheit. Die Bedieneinheit braucht man im Alltag vermutlich nicht ständig, weil vieles bequem über die App läuft. Trotzdem ist es gut, dass sie vorhanden ist. Gerade wenn man schnell etwas direkt am Gerät machen möchte, ist so eine Lösung praktisch.
Die Schnitthöhe wird beim Sunseeker S5 manuell eingestellt. Voreingestellt waren bei mir 60 mm, herunter geht es bis 20 mm. Besonders angenehm: Die Einstellung lässt sich sehr fein vornehmen. Ich habe den Mäher im Test auf 40 mm eingestellt, weil das für meinen Rasen ein guter Kompromiss ist.
Von unten macht der S5 ebenfalls einen soliden Eindruck. Die Stoßstange ist massiv und gefedert, der Akku lässt sich verschraubt austauschen und die Räder wirken ordentlich dimensioniert. Der Mähteller arbeitet mit drei Klingen, wie man es von vielen Mährobotern kennt. Besonders interessant ist aber das angetriebene Hinterrad. Dadurch bekommt der S5 seinen Allradcharakter und genau das wird später beim Steigungstest noch spannend.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel: Einrichtung und Kartierung
Ein großer Vorteil des Sunseeker S5 ist natürlich, dass er ohne Begrenzungskabel arbeitet. Wer schon einmal einen klassischen Mähroboter mit Draht installiert hat, weiß: Das kann funktionieren, ist aber nicht unbedingt der schönste Teil des Gartenlebens. Draht verlegen, Kanten beachten, später eventuell Kabelbruch suchen – darauf kann man gut verzichten.
Beim Sunseeker S5 läuft die Einrichtung angenehm unkompliziert. Die Station wird aufgebaut, die RTK-Antenne platziert, der Mäher geladen und anschließend über die App eingebunden. Dazu scannt man den QR-Code am Gerät, gibt die WLAN-Daten ein und folgt den Schritten in der App. In meinem Fall wurde die RTK-Antenne direkt erkannt und automatisch mit eingebunden. Ich musste sie also nicht separat koppeln.
Nach der Einrichtung hat der S5 noch ein Update gemacht. Auch das lief problemlos. Danach ging es an die Kartierung. Dabei fährt man den Mäher einmal entlang der gewünschten Fläche und legt damit die Grenzen fest. Der Sunseeker S5 lässt sich dabei sehr feinfühlig steuern. Wenn man langsam und exakt fahren möchte, geht das gut. Wenn man an einer unkritischen Stelle etwas zügiger unterwegs sein kann, geht auch das.
Wichtig bei der Kartierung: Dort, wo man etwas großzügiger über die Grenze fahren kann, sollte man das auch tun. Das Mähwerk sitzt relativ mittig. Wenn man zu knapp kartiert, kann es später passieren, dass an den Rändern mehr stehen bleibt, als man eigentlich möchte. Das ist allerdings kein spezielles Sunseeker-Problem, sondern gilt grundsätzlich für viele Mähroboter ohne Begrenzungskabel.
Sunseeker S5 App: Viele Einstellungen, aber nicht überladen
Die Sunseeker-App bietet beim S5 ziemlich viele Möglichkeiten. Man kann Arbeitspläne erstellen, Karten bearbeiten, Sperrzonen anlegen, Zonen verwalten, Mähgeschwindigkeit einstellen, Schnittabstände verändern, die Schnittrichtung festlegen und Randmäheinstellungen anpassen.
Mir gefällt, dass die App nicht nur ein hübsches Beiwerk ist, sondern tatsächlich sinnvolle Funktionen bietet. Man kann den Mähroboter beispielsweise auch ferngesteuert bewegen. Das ist praktisch, wenn es kleine Stellen gibt, die er im normalen Betrieb nicht perfekt erwischt. Gerade bei Engstellen kann so ein manueller Modus hilfreich sein.
Bei der Mähgeschwindigkeit stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Ich habe im Test die schnelle Einstellung genutzt und war mit dem Ergebnis zufrieden. Der S5 fährt ordentlich und das Mähbild wirkt sauber. Auch beim Schnittabstand kann man zwischen Standard und breiter wählen. Sunseeker mäht traditionell eher engmaschig, was optisch sehr sauber wirken kann. Man muss diesen Look mögen, aber ich finde das Ergebnis durchaus schick.
Die Schnittrichtung kann automatisch berechnet oder manuell angepasst werden. Ich habe die automatische Einstellung genutzt, weil der S5 bei mir sinnvolle Bahnen gewählt hat. Ziel ist dabei, möglichst lange Bahnen zu fahren und unnötige Wendemanöver zu vermeiden. Das spart Akku und sieht meistens auch besser aus.
Bei der Kantenschnittfrequenz würde ich persönlich immer einstellen, dass der Rand jedes Mal mitgemäht wird. Gerade wenn man Wert auf ein sauberes Gesamtbild legt, macht das aus meiner Sicht Sinn.

RTK Mähroboter im Alltag: Wie zuverlässig fährt der Sunseeker S5?
Bei RTK-Mährobotern ist immer die Frage: Wie stabil funktioniert die Navigation im echten Garten? Gerade Bäume, Gartenhäuser oder ungünstige Antennenpositionen können problematisch werden. Meine RTK-Antenne stand im Test nicht perfekt, sondern relativ nah am Gartenhaus. Trotzdem zeigte die App eine gute Signalstärke und der S5 hatte im Betrieb keine echten Probleme.
Besonders positiv fand ich, dass er auch unter Bäumen zuverlässig unterwegs war. Natürlich sieht man hier und da, dass er kurz korrigiert oder etwas „tanzt“, aber er blieb nicht hängen, überschritt keine Grenzen und arbeitete die Fläche sauber ab. Das ist für einen RTK-Mäher ein wichtiger Punkt.
Die erste Mährunde dauerte in meinem Garten inklusive Zwischenladen etwas länger. Für die berechnete Fläche kam am Ende eine solide Arbeitsleistung heraus. Man darf bei solchen Angaben aber nie vergessen: Die Herstellerangaben zur Flächenleistung gelten immer unter optimalen Bedingungen. Wer viele Engstellen, komplexe Formen, Hindernisse oder starke Steigungen hat, sollte immer Reserve einplanen.
Das gilt übrigens für alle Mähroboter. Wenn dein Garten 1.600 m² groß ist, würde ich nicht automatisch sagen: Perfekt, der S5 ist exakt dafür gemacht. Ich würde immer etwas Puffer einplanen. Wenn deine Fläche deutlich darunter liegt, bist du entspannter unterwegs.
Mähroboter mit Allrad: Der Steigungstest war beeindruckend
Der Sunseeker S5 soll Steigungen bis 60 % schaffen. Das entspricht etwa 30 Grad und ist für einen Mähroboter schon eine sehr ordentliche Ansage. Ich habe das mit meiner Rampe getestet. Bei 60 % Steigung muss eine zwei Meter lange Rampe ungefähr 1,03 Meter hochgelegt werden. Meine Testbedingungen waren sogar etwas fieser, weil Kunstrasen auf der Rampe glatter sein kann als echter Rasen.
Und genau hier konnte der S5 zeigen, dass der Allradantrieb nicht nur ein Marketingbegriff ist. Der Mäher kam die Rampe hoch, konnte sich in der Steigung halten und sogar drehen. Das fand ich wirklich stark. Gerade beim Drehen in der Steigung sieht man, ob ein Gerät wirklich Traktion hat oder nur unter Idealbedingungen geradeaus hochkommt.
Natürlich ist so ein Rampentest nicht eins zu eins mit jedem Garten vergleichbar. Ein echter Hang hat andere Bedingungen, Rasen kann trocken, nass, dicht oder lückig sein. Trotzdem zeigt der Test gut, dass der Sunseeker S5 deutlich mehr Reserven hat als einfache Mähroboter mit weniger Antrieb.
Für Gärten mit leichten bis stärkeren Steigungen ist das ein echter Pluspunkt. Wer komplett flache Flächen hat, braucht Allrad vielleicht nicht zwingend. Wer aber schwierige Stellen, Böschungen oder Übergänge im Garten hat, wird den Unterschied wahrscheinlich zu schätzen wissen.
Hinderniserkennung beim Sunseeker S5: Gut, aber nicht unfehlbar
Ein wichtiger Punkt bei modernen Mährobotern ist die Hinderniserkennung. Gerade wenn ein Gerät ohne Begrenzungskabel und mit Kamera arbeitet, erwartet man natürlich, dass es Gegenstände zuverlässig erkennt. Im Test habe ich dem Sunseeker S5 verschiedene typische Hindernisse in den Weg gelegt: Gießkanne, Harke, Rasensprenger, Pflasterstein und einen flach liegenden Roller.
Das Ergebnis war insgesamt gut. Viele Hindernisse hat der S5 sauber erkannt und umfahren. Besonders positiv war, dass er auch flachere Gegenstände teilweise gut wahrgenommen hat. Beim sehr flach liegenden Roller gab es allerdings einen kleinen Kontakt. Das ist nicht dramatisch, zeigt aber: Auch ein moderner Mähroboter mit Vision AI ist nicht unfehlbar.
Gerade bei sehr flachen Gegenständen ist Vorsicht geboten. Wer Kinderspielzeug, Schläuche, dünne Äste oder kleine Gegenstände im Garten liegen lässt, sollte nicht blind darauf vertrauen, dass jeder Mähroboter alles perfekt erkennt. Der Sunseeker S5 macht das gut, aber Wunder sollte man nicht erwarten.
In der App kann man die KI-Empfindlichkeit anpassen. Ich würde hier nicht automatisch die höchste Stufe wählen. Bei manchen Mährobotern führt eine zu empfindliche Hinderniserkennung dazu, dass sogar kleine Unebenheiten als Problem erkannt werden und der Mäher ständig ausweicht. Im Test hat die niedrigere Einstellung beim S5 gut funktioniert.
Randschnitt: Hier dürfte der Sunseeker S5 mutiger sein
Der Randschnitt ist bei fast jedem Mähroboter ein Thema. Und auch beim Sunseeker S5 ist das einer der Punkte, bei denen ich noch Luft nach oben sehe. Grundsätzlich fährt er die Ränder ordentlich ab und hält sich an die kartierten Grenzen. An manchen Stellen macht er das richtig gut. Besonders an klaren Strukturen wie Wänden oder Hochbeeten kann das sauber aussehen.
Trotzdem hätte ich mir an einigen Stellen gewünscht, dass er etwas mutiger fährt. Teilweise hält er mehr Abstand, als ich beim Kartieren eigentlich vorgesehen hatte. Das ist aus Sicherheits- und Hindernissicht verständlich, kann aber beim Randschnitt dazu führen, dass etwas mehr stehen bleibt.
Hier wäre ein spezieller Modus spannend, bei dem man die Hinderniserkennung oder das Fahrverhalten im Randbereich gesondert einstellen kann. Also zum Beispiel: Im normalen Betrieb vorsichtig, beim Randschnitt etwas mutiger. Ob so etwas per Firmware-Update kommt, kann ich natürlich nicht sagen. Wünschenswert wäre es aber.
Fairerweise muss man sagen: Der Sunseeker S5 ist damit nicht allein. Randschnitt bleibt bei vielen Mährobotern eine Schwachstelle. Wer wirklich perfekte Kanten möchte, wird auch bei modernen Geräten gelegentlich nacharbeiten müssen.
Lautstärke und Mähbild: Angenehm leise im Garten
Positiv überrascht hat mich die Lautstärke. Der Sunseeker S5 ist angenehm leise. Man hört ihn natürlich, vor allem das angetriebene Hinterrad beziehungsweise die Motoren, aber es ist nichts, was ich als störend laut beschreiben würde. Nach ein paar Metern Entfernung nimmt man ihn kaum noch wahr.
Das eigentliche Schneidgeräusch war in meinem Test kaum präsent, was allerdings auch daran lag, dass der Rasen durch die trockene Phase nicht gerade im perfekten Wachstum stand. Trotzdem macht der S5 insgesamt einen ruhigen Eindruck.
Das Mähbild war sauber. Durch die eher engmaschigen Bahnen wirkt die Fläche ordentlich bearbeitet. Wer diese Linienoptik mag, wird mit dem Ergebnis zufrieden sein. Wer ein möglichst „natürliches“ Schnittbild möchte, kann mit den Einstellungen zur Schnittrichtung und zum Mähmuster spielen.
Für wen lohnt sich der Sunseeker S5?
Der Sunseeker S5 lohnt sich vor allem für Nutzer, die einen größeren Garten haben und keinen Begrenzungsdraht verlegen möchten. Wenn du eine komplexere Fläche hast, vielleicht mit Bäumen, leichten Steigungen, Engstellen oder mehreren Bereichen, dann ist der S5 durchaus spannend.
Besonders interessant ist er, wenn du Wert auf moderne Navigation legst. RTK, Vision AI und App-Steuerung machen den S5 zu einem sehr zeitgemäßen Mähroboter. Dazu kommt der Allradantrieb, der in meinem Test nicht nur auf dem Papier gut aussah, sondern beim Steigungstest wirklich überzeugt hat.
Weniger sinnvoll ist der S5 wahrscheinlich für sehr kleine, einfache Gärten. Wenn du nur 100 oder 150 m² komplett flachen Rasen hast, wäre der S5 vermutlich überdimensioniert. Dann gibt es günstigere Geräte, die diese Aufgabe ebenfalls erledigen können.
Auch Perfektionisten beim Randschnitt sollten wissen: Ganz ohne Nacharbeit wird es vermutlich nicht immer gehen. Das ist aber kein Ausschlusskriterium, sondern eher eine realistische Erwartung.

Mein Fazit zu den Sunseeker S5 Erfahrungen
Unterm Strich haben mich meine Sunseeker S5 Erfahrungen positiv überrascht. Der Mähroboter wirkt hochwertig verarbeitet, die Einrichtung ist unkompliziert, die App bietet viele sinnvolle Funktionen und die Navigation funktionierte in meinem Garten zuverlässig. Besonders stark fand ich den Allradantrieb im Steigungstest. Da hat der S5 wirklich gezeigt, dass er mehr kann als nur gerade Bahnen auf einer perfekten Fläche zu fahren.
Auch die Hinderniserkennung war insgesamt gut. Nicht perfekt, aber gut. Gerade bei sehr flachen Gegenständen sollte man weiterhin vorsichtig sein. Beim Randschnitt dürfte der S5 für meinen Geschmack noch etwas mutiger werden. Und bei der RTK-Antenne wünsche ich mir für zukünftige Modelle oder Sets einen richtigen Erdspieß im Lieferumfang.
Trotzdem ist der Sunseeker S5 kein Spielzeug, sondern ein ernstzunehmender Mähroboter ohne Begrenzungskabel. Wenn du einen größeren Garten hast, moderne Technik möchtest und keine Lust auf Drahtverlegung hast, solltest du dir den S5 definitiv genauer anschauen.
Wichtig bleibt aber: Plane bei der Flächenleistung immer Reserve ein. Nur weil ein Mähroboter für bis zu 1.600 m² angegeben ist, heißt das nicht, dass jeder 1.600-m²-Garten optimal passt. Gartenform, Hindernisse, Steigungen, Engstellen und gewünschte Mähhäufigkeit spielen immer eine Rolle.
Und noch ein persönlicher Hinweis: Lasst eure Mähroboter bitte nicht nachts fahren. Aus meiner Sicht ist das weder für Tiere noch für den Rasen noch für Nachbarn wirklich sinnvoll. Moderne Mähroboter sind praktisch, aber man sollte sie trotzdem verantwortungsvoll einsetzen.
FAQ: Die 10 meist gestellten Fragen zum Sunseeker S5
1. Ist der Sunseeker S5 ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel?
Ja, der Sunseeker S5 arbeitet ohne klassischen Begrenzungsdraht. Die Fläche wird über RTK, App und Kartierung eingerichtet. Dadurch muss kein Kabel im Garten verlegt werden.
2. Für welche Fläche ist der Sunseeker S5 geeignet?
Der Sunseeker S5 ist laut Hersteller für bis zu 1.600 m² ausgelegt. In der Praxis sollte man aber immer Reserve einplanen, besonders bei komplexen Gärten, Engstellen, Steigungen oder vielen Hindernissen.
3. Hat der Sunseeker S5 Allradantrieb?
Ja, der Sunseeker S5 verfügt über All-Wheel-Drive beziehungsweise Allradantrieb. Im Test war das besonders beim Steigungstest ein deutlicher Vorteil.
4. Wie gut ist der Sunseeker S5 bei Steigungen?
Der Sunseeker S5 soll bis zu 60 % Steigung schaffen. Im Praxistest auf der Rampe hat er sehr stark abgeliefert und konnte sogar in der Steigung drehen.
5. Wie funktioniert die Kartierung beim Sunseeker S5?
Die Kartierung erfolgt über die App. Man fährt den Mähroboter entlang der gewünschten Grenze und legt so die Arbeitsfläche fest. Bei klaren Grenzen kann der S5 je nach Situation auch automatische Funktionen nutzen.
6. Erkennt der Sunseeker S5 Hindernisse zuverlässig?
Im Test hat der Sunseeker S5 viele Hindernisse gut erkannt, darunter Gießkanne, Harke und Rasensprenger. Bei sehr flachen Gegenständen kann es aber trotzdem zu Kontakt kommen.
7. Wie laut ist der Sunseeker S5?
Der Sunseeker S5 ist angenehm leise. Man hört Motoren und Antrieb leicht, aber insgesamt ist er nicht störend laut und im normalen Gartenbetrieb sehr unauffällig.
8. Wie gut ist der Randschnitt beim Sunseeker S5?
Der Randschnitt ist grundsätzlich ordentlich, aber nicht perfekt. An manchen Stellen dürfte der S5 etwas mutiger fahren. Wer perfekte Kanten möchte, muss gelegentlich nacharbeiten.
9. Braucht die RTK-Antenne eine eigene Stromversorgung?
Ja, beim Sunseeker S5 benötigt die RTK-Antenne eine eigene Stromversorgung. Im Lieferumfang sind deshalb zwei Netzteile enthalten: eines für die Ladestation und eines für die RTK-Antenne.
10. Lohnt sich der Sunseeker S5?
Der Sunseeker S5 lohnt sich vor allem für größere Gärten, Nutzer ohne Lust auf Begrenzungskabel und alle, die Wert auf RTK, Vision AI, App-Steuerung und Allradantrieb legen. Für sehr kleine, einfache Flächen kann er dagegen etwas überdimensioniert sein.
Transparenzhinweis
Dieses Video und dieser Beitrag sind in Zusammenarbeit mit Sunseeker entstanden und wurden gesponsert. Der Sunseeker S5 wurde mir für den Test zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst. Wenn mir im Praxistest etwas positiv oder negativ auffällt, sage ich das offen und ehrlich.