Der Navimow i105 war im vergangenen Jahr mein persönlicher Lieblings-Mähroboter. Das lag nicht nur an seinem kompakten Design, sondern vor allem an seiner beeindruckenden Zuverlässigkeit. Bei mehr als 50 Mähvorgängen ist er lediglich ein- oder zweimal irgendwo hängen geblieben. Eine solche Quote habe ich bei nur wenigen Mährobotern erlebt.
Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an den neuen Navimow i220 LiDAR Pro AWD. Segway Navimow hat sein Sortiment für 2026 deutlich erweitert und bringt gleich mehrere neue Modelle auf den Markt. Der i220 ist dabei eines der spannendsten Geräte, denn er kombiniert LiDAR-Navigation, Kameras, künstliche Intelligenz und ein angetriebenes Vorderrad. Gleichzeitig verzichtet er komplett auf eine RTK-Antenne.
Überblick
Im dazugehörigen Video über meine Navimow i220 Erfahrungen könnt ihr euch den kompletten Test mit Unboxing, Kartierung, Mähbild, Randschnitt, Hinderniserkennung und Steigungstest ansehen.
Auf dem Papier klingt der Navimow i220 also bereits ziemlich vielversprechend. Entscheidend ist aber wie immer, was davon im echten Garten übrig bleibt. Ich habe den Mähroboter deshalb nicht nur einmal kurz über den Rasen fahren lassen, sondern ihn unter realistischen Bedingungen getestet. Dabei musste er enge Passagen, verschiedene Rasenkanten, Bäume, tief hängende Äste, Gartenmöbel und mehrere künstlich platzierte Hindernisse bewältigen.
In diesem ausführlichen Navimow i220 Test erfahrt ihr, wie gut die Kartierung ohne Begrenzungskabel funktioniert, wie zuverlässig der LiDAR-Mähroboter navigiert und wo seine Schwächen liegen.
Navimow i220 LiDAR Pro AWD: Das Wichtigste im Überblick
Der Navimow i220 LiDAR Pro AWD ist für Rasenflächen von bis zu 2.000 Quadratmetern vorgesehen. Das ist bereits eine ordentliche Größe und dürfte für die meisten privaten Gärten mehr als ausreichend sein.
Das Besondere an diesem Modell ist die Kombination mehrerer Technologien. Für die Navigation verwendet der Navimow i220 LiDAR, Kameras und künstliche Intelligenz. Eine separate RTK-Antenne wird nicht mehr benötigt.
Damit gehört er zu einer neuen Generation von Mährobotern ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Antenne. Das macht die Installation einfacher und sorgt gleichzeitig dafür, dass keine zusätzliche Antenne sichtbar im Garten platziert werden muss.
Zu den wichtigsten Eigenschaften gehören:
- Navigation mit LiDAR, Kamera und künstlicher Intelligenz
- Kein Begrenzungskabel notwendig
- Keine RTK-Antenne erforderlich
- Angetriebenes Vorderrad für bessere Traktion
- Sechs frei bewegliche Mähklingen
- Automatische Hinderniserkennung
- App-Steuerung und manuelle Kartierung
- Automatische Optimierung der Karte
- Angegebene Steigfähigkeit von bis zu 55 Prozent
- Betriebslautstärke von rund 59 Dezibel
- Tierfreundlicher Betriebsmodus
- Geeignet für Flächen von bis zu 2.000 Quadratmetern
Auf dem Papier ist das eine ziemlich starke Ausstattung. Gerade das motorisierte Vorderrad hebt den i220 von vielen klassischen Mährobotern ab.

1. Hochwertige Verarbeitung und typisches Navimow-Design
Beim Auspacken fällt sofort auf, dass sich Segway Navimow bei der Verarbeitung keine großen Schwächen erlaubt. Schon die Ladestation wirkt stabil, sauber verarbeitet und deutlich hochwertiger als die einfachen Kunststoffkonstruktionen mancher günstigerer Hersteller.
Die Ladestation besteht weitgehend aus einem einzigen Bauteil. Es müssen also nicht erst mehrere dünne Kunststoffteile zusammengesteckt werden. Auch die gefederten Ladekontakte machen einen robusten Eindruck.
Optisch erkennt man sofort die Verwandtschaft zum Navimow i105. Der i220 kombiniert Schwarz, ein helles Grau und die für Navimow typischen orangefarbenen Akzente. Natürlich ist Design immer Geschmackssache. Mir persönlich gefällt diese Kombination aber deutlich besser als das einheitliche Dunkelgrau oder Anthrazit, das man bei vielen anderen Mährobotern sieht.
Auf der Oberseite befinden sich mehrere Bedienknöpfe und der große Stopptaster. Rund um diesen Bereich sind LEDs integriert, die während des Betriebs leuchten. Das ist technisch nicht unbedingt notwendig, sieht im Garten aber ziemlich gut aus.
An der Vorderseite sitzen die LiDAR- und Kamerasysteme. Dort befinden sich außerdem die Kontakte für die Ladestation. Diese sind relativ schmal ausgeführt, weshalb ich anfangs etwas skeptisch war, wie zuverlässig der Roboter später in seine Station zurückfindet.
In meinem Test funktionierte das Andocken jedoch ohne auffällige Probleme.
Sehr praktisch ist außerdem der stabile Tragegriff. Sollte der Navimow i220 doch einmal irgendwo stecken bleiben, kann man ihn damit problemlos anheben oder aus einer schwierigen Stelle herausziehen.
Lieferumfang des Navimow i220
Der Lieferumfang fällt übersichtlich aus. Das ist allerdings keine negative Überraschung, sondern eine Folge des Navigationssystems. Weil der Mähroboter keine RTK-Antenne benötigt, müssen auch keine Antenne, Verlängerungsstange oder zusätzliche Stromversorgung mitgeliefert werden.
Im Karton befinden sich unter anderem:
- Der Navimow i220 Mähroboter
- Die Ladestation
- Das passende Netzteil
- Anschlusskabel
- Ersatzklingen
- Erdnägel für das Stromkabel
- Befestigungsnägel für die Ladestation
- Ein richtiger Inbusschlüssel
- Bedienungsunterlagen
Besonders positiv finde ich, dass Segway Navimow einen echten Inbusschlüssel beilegt und kein billiges Kunststoffwerkzeug. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit, passt aber zum insgesamt hochwertigen Eindruck.
2. Navimow i220 ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Antenne
Einer der größten Vorteile des Navimow i220 ist die einfache Installation. Es muss kein Begrenzungskabel um die Rasenfläche verlegt werden. Gleichzeitig entfällt die zusätzliche RTK-Antenne, die bei vielen kabellosen Mährobotern für die Positionierung notwendig ist.
Gerade die RTK-Antenne ist für viele Gartenbesitzer ein störender Punkt. Sie muss möglichst frei positioniert werden, braucht häufig eine eigene Stromversorgung und ist je nach Grundstück deutlich sichtbar.
Beim Navimow i220 wird lediglich die Ladestation aufgestellt und mit Strom versorgt. Anschließend verbindet man den Mähroboter mit der Navimow App.
Die Ersteinrichtung funktionierte in meinem Test sehr schnell. Sobald die App geöffnet wurde, erkannte das Smartphone über Bluetooth, dass sich ein kompatibler Mähroboter in der Nähe befindet.
Nach einer kurzen Bestätigung direkt am Gerät wurde der Navimow i220 mit der App verbunden. Danach mussten nur noch die WLAN-Daten eingegeben werden.
Anschließend führte der Roboter ein Firmware-Update durch. Dieses dauerte bei mir ungefähr zehn Minuten. Danach war das Gerät bereit für die Kartierung.
Die Einrichtung gehört damit zu den unkompliziertesten, die ich bisher bei einem Mähroboter erlebt habe.

3. Navimow App und manuelle Kartierung im Test
Für meinen Garten habe ich mich für die manuelle Kartierung entschieden. Die Navimow App bietet teilweise auch automatische Kartierungsfunktionen. Da mein Grundstück jedoch einige enge und verwinkelte Bereiche besitzt, wollte ich die Grenze möglichst exakt selbst festlegen.
Vor dem Start führt der Mähroboter einen kurzen Selbstcheck durch. Dabei wird unter anderem geprüft, ob der Akku ausreichend geladen ist, ob der Roboter in der Ladestation steht und ob eine Netzwerkverbindung vorhanden ist.
Anschließend verlässt der Navimow i220 selbstständig seine Station und orientiert sich kurz.
Bei der manuellen Kartierung wird der Mähroboter über zwei virtuelle Steuerhebel auf dem Smartphone gelenkt. Damit lassen sich Fahrtrichtung und Bewegung sehr genau kontrollieren.
Genau hier zeigt sich eine der größten Stärken von Navimow.
Die Steuerung reagiert extrem schnell und präzise. Zwischen dem Befehl auf dem Smartphone und der Bewegung des Roboters gibt es praktisch keine spürbare Verzögerung. Das ist längst nicht bei jedem kabellosen Mähroboter selbstverständlich.
Bei einigen anderen Modellen erfolgt die Reaktion leicht verzögert. Dadurch fährt man schnell über die gewünschte Rasengrenze hinaus oder stößt versehentlich gegen ein Hindernis.
Der Navimow i220 lässt sich dagegen fast butterweich bewegen. Besonders in engen Passagen oder an schmalen Rasenkanten ist das ein großer Vorteil.
Fehler während der Kartierung korrigieren
Auch Fehler lassen sich in der Navimow App sehr komfortabel beheben. Während der Kartierung kann der Mähroboter nicht einfach rückwärts gesteuert werden.
Stattdessen gibt es ein Radierersymbol. Hält man dieses gedrückt, fährt der Roboter die zuletzt aufgezeichnete Strecke wieder zurück. Danach kann die Grenze neu und genauer festgelegt werden.
Das klingt nach einer kleinen Funktion, macht die Kartierung in der Praxis aber deutlich entspannter. Man muss nicht die komplette Karte neu erstellen, nur weil man an einer Stelle etwas zu weit gefahren ist.
Durch seine kompakte und wendige Bauweise konnte ich mit dem Navimow i220 außerdem Bereiche kartieren, die mit größeren und schwereren Mährobotern schwieriger erreichbar sind.
Selbst meine etwa 80 Zentimeter breite Engstelle ließ sich grundsätzlich in die Karte aufnehmen.
Automatische Kartenoptimierung mit künstlicher Intelligenz
Eine Besonderheit der Navimow-Mähroboter ist die nachträgliche Optimierung der Karte. Sollte die manuelle Kartierung nicht an jeder Stelle perfekt gewesen sein, kann der Roboter während der ersten Mähvorgänge zusätzliche Informationen sammeln.
Mithilfe seiner Sensoren und der künstlichen Intelligenz erkennt er, wo sich tatsächlich befahrbare Rasenfläche befindet. Die ursprüngliche Karte kann dadurch erweitert oder angepasst werden.
Das bedeutet natürlich nicht, dass man bei der ersten Kartierung völlig ungenau arbeiten sollte. Trotzdem ist die automatische Kartenoptimierung hilfreich, wenn die Grenze an einer Stelle nicht exakt getroffen wurde.
In meinem Fall hatte ich zunächst rund 255 Quadratmeter kartiert. Nach dem ersten vollständigen Mähvorgang zeigte die App ungefähr 280 Quadratmeter bearbeitete Fläche an.
Der Navimow i220 hatte also selbst erkannt, dass er an mehreren Stellen etwas weiter fahren und zusätzliche Rasenbereiche erfassen konnte.
4. Mähleistung und Mähbild des Navimow i220
Nach Abschluss der Kartierung beginnt der Navimow i220 nicht sofort mit den klassischen Bahnen auf der Fläche. Stattdessen kümmert er sich zuerst um den Rand.
Insgesamt fährt er mehrere Runden entlang der festgelegten Begrenzung. Dadurch soll der äußere Bereich möglichst sauber bearbeitet werden, bevor der Roboter den Rest der Rasenfläche mäht.
Unter dem Gerät befindet sich eine Mähscheibe mit sechs Klingen. Die Klingen machten beim Auspacken einen sehr scharfen und hochwertigen Eindruck.
Während meines Tests arbeitete der Navimow i220 zuverlässig und hinterließ ein gleichmäßiges Mähbild. Die Fahrwege wirkten geordnet und nachvollziehbar. Unnötig große Bereiche wurden nicht ausgelassen.
Für meine rund 280 Quadratmeter große Testfläche benötigte der Mähroboter ungefähr zweieinhalb Stunden.
Besonders beeindruckend war dabei der Energieverbrauch. Nach dem kompletten Mähvorgang hatte der Navimow i220 nur ungefähr 70 Prozent seiner Akkuladung verbraucht.
Er konnte die gesamte Fläche also am Stück bearbeiten und musste nicht zwischendurch zur Ladestation zurückkehren.
Natürlich hängen Laufzeit und Flächenleistung immer von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Rasendichte, Schnitthöhe, Steigungen, Hindernisse und die Form des Grundstücks.
Trotzdem war das Ergebnis in meinem Garten ausgesprochen stark.
Leiser LiDAR-Mähroboter mit nur rund 59 Dezibel
Eine weitere große Stärke ist die geringe Lautstärke. Navimow-Mähroboter gehören traditionell zu den leiseren Geräten am Markt, und auch der i220 macht hier keine Ausnahme.
Laut Hersteller beziehungsweise den technischen Angaben arbeitet das Modell mit ungefähr 59 Dezibel.
Beim Fahren über den Rasen ist der Roboter tatsächlich kaum zu hören. Selbst aus kurzer Entfernung nimmt man hauptsächlich ein leises Summen des Fahrantriebs und des Mähwerks wahr.
Das motorisierte Vorderrad ist leicht hörbar, allerdings keineswegs störend.
Dadurch kann der Navimow i220 auch zu Zeiten eingesetzt werden, in denen man mit lauteren Gartengeräten eher vorsichtig sein sollte. Trotzdem würde ich einen Mähroboter grundsätzlich nicht nachts fahren lassen.
Das hat weniger mit der Lautstärke als mit dem Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren zu tun.

5. Randschnitt des Navimow i220: Gut, aber nicht perfekt
Das Randmähen ist für viele Gartenbesitzer eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Mähroboters. Gerade in deutschen Gärten scheint die Frage nach dem perfekten Randschnitt fast wichtiger zu sein als die eigentliche Flächenleistung.
Beim Navimow i220 fällt das Ergebnis insgesamt gut aus, ist aber nicht an jeder Stelle perfekt.
Auf überfahrbaren Rasenkanten konnte ich den Mähroboter während der Kartierung bewusst etwas über den Rasen hinaus lenken. Dort fuhr er später ebenfalls relativ weit auf die Kante und konnte den äußeren Bereich sauber bearbeiten.
An einigen Stellen hielt der Roboter jedoch etwas mehr Abstand als ursprünglich kartiert. Das war beispielsweise in der Nähe von Blumentöpfen, Mauern oder tiefem Bewuchs zu beobachten.
Dabei muss man unterscheiden, ob die Abweichung durch die Navigation oder durch die Hinderniserkennung verursacht wird.
Erkennt der Navimow i220 ein mögliches Hindernis, geht er verständlicherweise vorsichtiger vor. Äste, Pflanzen oder Gegenstände, die in den Fahrbereich hineinragen, können dazu führen, dass er die ursprüngliche Grenzlinie nicht vollständig abfährt.
Positiv ist, dass er sich nach kleinen Abweichungen meist selbst korrigiert. Verlässt er die geplante Spur, setzt er zurück, richtet sich neu aus und versucht, wieder auf die richtige Strecke zu gelangen.
Das sieht manchmal etwas zögerlich aus, funktioniert aber erstaunlich zuverlässig.
Kein ausfahrbares zweites Mähwerk
Der Navimow i220 besitzt kein seitlich ausfahrbares Zusatzmähwerk. Genau deshalb kann er physikalisch nicht bis direkt an jede feste Wand schneiden.
Zwischen der Mähscheibe und dem äußeren Gehäuserand bleibt ein gewisser Abstand. Bei einer Mauer oder einer hohen Beetkante wird daher ein schmaler Grasstreifen stehen bleiben.
Das ist kein Navigationsfehler, sondern eine Folge der Konstruktion.
Andere Mähroboter versuchen dieses Problem mit einem ausfahrbaren zweiten Mähwerk oder einer zusätzlichen Kantenschneideeinheit zu lösen. Solche Systeme können näher an Mauern herankommen, erhöhen aber auch Komplexität, Gewicht und Fehleranfälligkeit.
Bei flachen und überfahrbaren Rasenkanten ist der Randschnitt des Navimow i220 deutlich besser. Wer seinen Garten bereits entsprechend angelegt hat, dürfte nur wenig manuell nacharbeiten müssen.
Ein stark zugewachsener oder von tief hängenden Pflanzen verdeckter Rand kann allerdings auch von diesem Mähroboter nicht perfekt gepflegt werden. Hier muss zunächst von Hand vorgearbeitet werden.
Verhalten unter Bäumen und bei schwierigen Empfangsbedingungen
Klassische RTK-Mähroboter können unter dichten Bäumen, direkt an hohen Gebäuden oder in schmalen Bereichen Probleme mit dem Satellitenempfang bekommen.
Genau hier soll das LiDAR-System des Navimow i220 einen Vorteil bieten.
In meinem Garten musste der Mähroboter unter Bäumen und tiefen Ästen hindurchfahren. Dabei war grundsätzlich keine Satellitenverbindung erforderlich.
Der Roboter konnte sich auch unter Bewuchs orientieren und seinen Weg fortsetzen. An sehr engen oder tief zugewachsenen Stellen ging er zunächst vorsichtig vor und korrigierte seine Position mehrfach.
Teilweise hielt er zusätzlichen Abstand, wenn die Äste zu tief in seinen Erfassungsbereich ragten. Trotzdem blieb er nicht einfach stehen und brach den Mähvorgang auch nicht ab.
Gerade für Gärten mit Bäumen, Hauswänden oder eingeschränkter Sicht zum Himmel ist die Navigation ohne RTK-Antenne deshalb besonders interessant.
6. Hinderniserkennung mit Kamera, LiDAR und KI
Für meinen Hindernistest habe ich mehrere typische und teilweise bewusst schwierige Gegenstände auf dem Rasen verteilt.
Dazu gehörten:
- Ein flach auf dem Boden liegender Rechen
- Ein Pflasterstein
- Ein niedriger Rasensprenger
- Eine rote Gießkanne
- Ein flach liegender Kinderroller
Der Rechen sollte dabei teilweise einen Gartenschlauch oder ein langes, schmales Hindernis simulieren.
Der Navimow i220 erkannte die Gegenstände insgesamt sehr zuverlässig. Sobald ein Hindernis auf der geplanten Bahn auftauchte, stoppte der Roboter, brach die aktuelle Spur ab und setzte an einer anderen Position neu an.
Besonders der flache Rasensprenger ist eine interessante Herausforderung. Solche niedrigen Gegenstände wurden von anderen Mährobotern in meinen Tests schon häufiger überfahren oder mitgeschleift.
Der Navimow i220 erkannte den Rasensprenger jedoch zuverlässig.
Auch Pflasterstein, Gießkanne und Roller stellten kein großes Problem dar. Der Roboter fuhr kontrolliert an die Gegenstände heran und hielt ausreichend Abstand.
Beim Rückwärtsfahren berührte das Heck einmal den flach liegenden Rechen. Das zeigt, dass auch diese Hinderniserkennung nicht in jeder denkbaren Situation absolut perfekt ist.
Trotzdem gehört das System für mich zu den besseren Lösungen. Der Navimow i220 umfährt Hindernisse nicht unnötig großräumig. Statt mehrere Meter Rasen auszulassen, bleibt er relativ nah am Gegenstand und setzt seine Arbeit anschließend fort.
Dadurch entstehen weniger ungemähte Inseln.
Tierfreundlicher Modus für mehr Sicherheit
In der Navimow App steht außerdem ein tierfreundlicher Modus zur Verfügung. Dieser soll das Verhalten des Mähroboters entsprechend anpassen und das Risiko für Tiere reduzieren.
Trotz solcher Funktionen sollte ein Mähroboter meiner Meinung nach nicht unbeaufsichtigt in der Nacht fahren.
Igel und andere kleine Tiere sind häufig erst in der Dämmerung oder nachts aktiv. Selbst eine sehr gute Hinderniserkennung kann keine hundertprozentige Sicherheit garantieren.
Ich lasse Mähroboter deshalb möglichst tagsüber arbeiten. Aufgrund der niedrigen Lautstärke des Navimow i220 ist das problemlos möglich.
7. All Wheel Drive: 55 Prozent Steigung im Praxistest
Das wahrscheinlich spannendste technische Merkmal des Navimow i220 ist sein angetriebenes Vorderrad.
Bei vielen klassischen Mährobotern werden nur die beiden großen Hinterräder aktiv angetrieben. Das kleine Vorderrad läuft frei mit und dient hauptsächlich der Stabilisierung.
Beim Navimow i220 wird zusätzlich das Vorderrad motorisiert. Segway Navimow bezeichnet das als All Wheel Drive beziehungsweise AWD.
Davon verspricht man sich vor allem auf Steigungen und rutschigem Untergrund eine bessere Traktion.
Der Hersteller gibt eine maximale Steigfähigkeit von bis zu 55 Prozent an. Diese Angabe wollte ich natürlich überprüfen.
Für den Test habe ich meine Steigungsrampe mit Kunstrasen verwendet. Die Oberfläche war zum Zeitpunkt des Tests leicht feucht und damit rutschiger als trockener, echter Rasen.
Der Navimow i220 hatte beim ersten Ansetzen kurz Schwierigkeiten, ausreichend Grip aufzubauen. Nach einer kleinen Korrektur beziehungsweise einem leichten Anschub fuhr er die Rampe jedoch vollständig hinauf.
Oben angekommen blieb er stabil stehen und rutschte nicht wieder rückwärts herunter.
Auch das ist nicht selbstverständlich. Andere Mähroboter haben die Steigung zwar teilweise erklommen, sind anschließend aber wieder unkontrolliert zurückgerutscht.
Der i220 bestand den Test mit 55 Prozent Steigung somit grundsätzlich. Auf natürlichem Untergrund mit besserem Grip dürfte möglicherweise sogar noch etwas mehr möglich sein.
Wichtig ist allerdings, dass maximale Herstellerangaben immer unter idealen Bedingungen betrachtet werden sollten. Nasses Gras, lockerer Boden, Moos, Schlamm oder Laub können die tatsächlich erreichbare Steigung deutlich reduzieren.
Trotzdem ist die Leistung des angetriebenen Vorderrads überzeugend.
Navimow i220 Erfahrungen nach dem ersten vollständigen Mähvorgang
Nach dem ersten kompletten Mähvorgang fällt mein Eindruck sehr positiv aus. Der Navimow i220 hat genau das geliefert, was ich aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Vorgänger erwartet hatte.
Die Navigation funktionierte zuverlässig, die Kartierung war angenehm präzise und das Mähbild konnte überzeugen.
Besonders auffällig ist erneut die Laufruhe. Der Roboter fährt nicht hektisch durch den Garten, sondern bewegt sich kontrolliert und vergleichsweise unauffällig über die Fläche.
Bei Navigationsfehlern oder schwierigeren Stellen versucht er selbstständig, seine Position zu korrigieren. Er bleibt nicht sofort stehen und fordert auch nicht wegen jeder Kleinigkeit Hilfe über die App an.
Genau diese Zuverlässigkeit ist für mich bei einem Mähroboter entscheidend.
Ein Gerät kann auf dem Papier noch so viele Sensoren, Kameras oder künstliche Intelligenz besitzen. Wenn ich es jeden zweiten Tag aus einer Ecke retten muss, bringt mir die beste Ausstattung nichts.
Der Navimow i220 vermittelte in meinem Test dagegen den Eindruck, dass man ihn nach einer sauberen Einrichtung weitgehend selbstständig arbeiten lassen kann.
Vorteile des Segway Navimow i220
Zu den größten Vorteilen des Navimow i220 gehören für mich:
Sehr präzise Kartierung
Die manuelle Steuerung reagiert schnell und lässt sich besonders fein dosieren. Dadurch können auch enge oder verwinkelte Gartenbereiche genau kartiert werden.
Keine RTK-Antenne notwendig
Der Verzicht auf eine RTK-Antenne erleichtert die Installation und sorgt für eine aufgeräumtere Optik im Garten.
Hohe Laufruhe
Mit rund 59 Dezibel gehört der Navimow i220 zu den leiseren Mährobotern. Im normalen Gartenbetrieb ist er kaum störend.
Gute Hinderniserkennung
Flache und schwierig zu erkennende Gegenstände wurden in meinem Test größtenteils zuverlässig erkannt und eng umfahren.
Starke Steigfähigkeit
Das angetriebene Vorderrad bietet deutlich mehr Traktion. Die angegebene Steigung von 55 Prozent konnte auf meiner feuchten Kunstrasenrampe grundsätzlich bewältigt werden.
Hohe Effizienz
Rund 280 Quadratmeter wurden in etwa zweieinhalb Stunden gemäht. Dafür benötigte der Roboter ungefähr 70 Prozent seiner Akkuladung.
Automatische Kartenoptimierung
Der Mähroboter kann seine Karte während der ersten Einsätze verbessern und zusätzliche befahrbare Rasenbereiche erkennen.
Nachteile des Navimow i220
Natürlich ist auch dieser Mähroboter nicht perfekt.
Randschnitt an festen Wänden
Ohne ausfahrbares Kantenschneidesystem bleibt an Mauern oder hohen Begrenzungen konstruktionsbedingt ein schmaler Streifen stehen.
Vorsichtiges Verhalten bei tiefem Bewuchs
Ragen Äste oder Pflanzen in die Fahrbahn, hält die Hinderniserkennung teilweise mehr Abstand als gewünscht.
Nicht jede Korrektur wirkt sofort elegant
In engen Bereichen oder schwierigen Kurven setzt der Roboter teilweise mehrfach zurück. Er findet zwar meist eine Lösung, benötigt dafür aber etwas Zeit.
Hinderniserkennung nicht zu 100 Prozent fehlerfrei
Beim Rückwärtsfahren wurde ein flach liegender Rechen einmal leicht berührt. Kleine oder ungünstig platzierte Gegenstände können also weiterhin problematisch sein.
Für wen eignet sich der Navimow i220?
Der Navimow i220 eignet sich besonders für Gartenbesitzer, die einen möglichst selbstständigen Mähroboter ohne Begrenzungskabel suchen.
Interessant ist er vor allem für Grundstücke, auf denen eine RTK-Antenne nur schwer sinnvoll platziert werden könnte. Das betrifft beispielsweise Gärten mit hohen Gebäuden, vielen Bäumen oder eingeschränkter Sicht zum Himmel.
Auch bei Steigungen bietet das AWD-System klare Vorteile. Wer unebene oder hügelige Rasenflächen besitzt, dürfte von dem motorisierten Vorderrad profitieren.
Bei sehr vielen festen Mauern und hohen Beetkanten sollte man sich allerdings bewusst sein, dass etwas manuelle Nacharbeit erforderlich bleibt.
Ideal sind flache, überfahrbare Rasenkanten. Dort kann der Navimow i220 weit genug über den eigentlichen Rasen hinausfahren, damit die Klingen den Rand sauber erreichen.
Mein Navimow i220 Fazit
Der Navimow i105 war für mich einer der besten Mähroboter seiner Generation. Nach meinem ersten ausführlichen Test sehe ich den Navimow i220 LiDAR Pro AWD in einer sehr ähnlichen Kategorie.
Segway Navimow hat die bekannten Stärken beibehalten und an mehreren Stellen sinnvoll erweitert.
Besonders der Verzicht auf eine RTK-Antenne ist ein großer Fortschritt. Dadurch wird die Installation einfacher und der Garten bleibt optisch aufgeräumter.
Die Kombination aus LiDAR, Kameras und künstlicher Intelligenz funktionierte in meinem Garten zuverlässig. Selbst unter Bäumen oder in engeren Bereichen konnte sich der Roboter grundsätzlich orientieren.
Dazu kommen die sehr angenehme Lautstärke, die gute Verarbeitung und die präzise App-Steuerung.
Der Randschnitt ist nicht der allerbeste, den ich bisher bei einem Mähroboter gesehen habe. Ohne zusätzliches oder ausfahrbares Mähwerk kann der i220 an festen Wänden nicht bis auf den letzten Zentimeter schneiden.
Bei gut vorbereiteten, flachen Rasenkanten liefert er aber ein ordentliches Ergebnis. Außerdem lernt das System während der Nutzung weiter und kann sich schrittweise näher an geeignete Grenzen herantasten.
Sehr überzeugend waren die Hinderniserkennung und die Steigfähigkeit. Die angegebenen 55 Prozent Steigung hat der Roboter auf meiner feuchten Kunstrasenrampe grundsätzlich geschafft.
Insgesamt gehört der Navimow i220 für mich deshalb zu den stärksten Mährobotern des Jahres 2026. Nach meinen bisherigen Erfahrungen sehe ich ihn mindestens unter den Top 3 der aktuell getesteten Modelle.
Wer einen leisen, zuverlässigen und modernen Mähroboter ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Antenne sucht, sollte sich den Navimow i220 definitiv genauer ansehen.
FAQ: Häufige Fragen zum Navimow i220
Benötigt der Navimow i220 ein Begrenzungskabel?
Nein. Der Navimow i220 arbeitet ohne klassisches Begrenzungskabel. Die Rasenfläche wird digital in der Navimow App kartiert.
Braucht der Navimow i220 eine RTK-Antenne?
Nein. Das Modell verwendet LiDAR, Kameras und künstliche Intelligenz für die Navigation. Eine separate RTK-Antenne ist nicht notwendig.
Für welche Rasengröße ist der Navimow i220 geeignet?
Der Navimow i220 ist für Rasenflächen von bis zu 2.000 Quadratmetern vorgesehen. Die tatsächliche Flächenleistung hängt unter anderem von Steigungen, Engstellen, Hindernissen und der Komplexität des Gartens ab.
Wie laut ist der Navimow i220?
Die Betriebslautstärke liegt bei ungefähr 59 Dezibel. Im praktischen Betrieb ist der Mähroboter sehr leise und aus etwas Entfernung kaum wahrnehmbar.
Kann der Navimow i220 unter Bäumen mähen?
Ja. Da der Mähroboter nicht dauerhaft auf ein RTK-Satellitensignal angewiesen ist, kann er grundsätzlich auch unter Bäumen und in Bereichen mit eingeschränkter Sicht zum Himmel arbeiten.
Wie gut ist die Hinderniserkennung?
In meinem Test wurden ein Pflasterstein, ein niedriger Rasensprenger, eine Gießkanne, ein Roller und ein flach liegender Rechen größtenteils zuverlässig erkannt. Beim Rückwärtsfahren wurde der Rechen einmal leicht berührt.
Wie gut mäht der Navimow i220 am Rand?
Auf flachen, überfahrbaren Rasenkanten ist das Ergebnis gut. An festen Mauern oder hohen Beetkanten bleibt konstruktionsbedingt ein schmaler Grasstreifen stehen, weil kein seitlich ausfahrbares Mähwerk vorhanden ist.
Schafft der Navimow i220 55 Prozent Steigung?
In meinem Test konnte der Mähroboter eine 55-prozentige Steigung auf einer feuchten Kunstrasenrampe bewältigen. Unter schwierigen Bedingungen wie Schlamm, nassem Gras oder Laub kann die tatsächlich erreichbare Steigung niedriger ausfallen.
Was bedeutet AWD beim Navimow i220?
AWD steht für All Wheel Drive. Neben den beiden großen Hinterrädern wird beim Navimow i220 auch das Vorderrad aktiv angetrieben. Das verbessert die Traktion an Steigungen und auf unebenem Gelände.
Wie lange benötigt der Navimow i220 für 280 Quadratmeter?
In meinem Garten benötigte der Roboter für ungefähr 280 Quadratmeter rund zweieinhalb Stunden. Dabei wurden etwa 70 Prozent der Akkuladung verbraucht. Die tatsächliche Dauer hängt von den Bedingungen im jeweiligen Garten ab.
Kann der Navimow i220 seine Karte selbst verbessern?
Ja. Nach der manuellen Kartierung kann der Mähroboter während seiner Einsätze zusätzliche befahrbare Bereiche erkennen und die Karte mithilfe seiner Sensoren und künstlicher Intelligenz optimieren.
Ist der Navimow i220 für enge Passagen geeignet?
Der Roboter ist vergleichsweise kompakt und wendig. In meinem Test konnte er auch eine ungefähr 80 Zentimeter breite Engstelle befahren. Ob eine Passage zuverlässig funktioniert, hängt allerdings von ihrer Länge, den seitlichen Hindernissen und den Einfahrtswinkeln ab.
Ist der Navimow i220 tierfreundlich?
In der App steht ein tierfreundlicher Modus zur Verfügung. Trotzdem sollte ein Mähroboter aus meiner Sicht möglichst nur tagsüber fahren, da nachtaktive Tiere wie Igel auch von modernen Erkennungssystemen übersehen werden können.
Lohnt sich der Navimow i220?
Nach meinen bisherigen Navimow i220 Erfahrungen gehört das Modell zu den interessantesten Mährobotern des Jahres 2026. Besonders Navigation, Lautstärke, Hinderniserkennung, Verarbeitung und Steigfähigkeit konnten überzeugen. Lediglich beim Randschnitt an festen Mauern muss man mit etwas manueller Nacharbeit rechnen.
Transparenzhinweis
Das Video und der darin gezeigte Test des Navimow i220 sind im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit Segway Navimow entstanden. Die Zusammenarbeit hatte keinen Einfluss auf meine Meinung oder die Bewertung des Produkts. Ich hatte keine Vorgaben dazu, welche positiven oder negativen Punkte ich im Video oder in diesem Artikel nennen darf.