Die InnoTrans 2026 Highlights waren für mich vor allem eine Frage des Sitzkomforts. In Norwegen wollte ich am liebsten liegen bleiben, in Kroatien direkt eine Reise planen. Bei den neuen Railjets aus Österreich dachte ich dagegen: Warum sieht ein Zug so gut aus, wenn sich der Sitz für mich so hart anfühlt? Genau diese Gegensätze haben meinen Besuch in Berlin geprägt.
Ich habe mich durch unterschiedliche Wagen und Klassen probegesessen, Tische ausgeklappt, Kopfstützen ausprobiert und mir neue Innenraumkonzepte angesehen. Das Ergebnis ist kein vollständiger Messekatalog. Es ist mein persönlicher Rundgang durch die Fahrzeuge, die bei mir hängen geblieben sind. Manche haben mich begeistert, andere enttäuscht. Und bei einigen möchte ich erst einmal sehen, was aus der Ausstellung tatsächlich auf die Schiene kommt.
Grundlage dieses Berichts ist mein am 27. September 2026 veröffentlichtes Video auf Reens Rails. Meine Bewertungen beziehen sich auf kurze Besuche in ausgestellten Fahrzeugen. Das sind keine Langstreckentests: Über Laufruhe, Pünktlichkeit oder Komfort nach fünf Stunden kann ein Probesitzen auf einer Messe nichts Abschließendes sagen. Geplante Einsätze aus dem Video sind zeitgebundene Ankündigungen, keine Buchungsempfehlungen für einen bereits bestätigten Reisetag.
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1. Neue Railjets: Schön anzusehen, beim Sitzkomfort ernüchternd
Der Doppelstock-Railjet von Stadler ist von außen und innen ein Hingucker. Die Gestaltung wirkt edel, die Tische gefallen mir, und die riesigen Türen bleiben ebenfalls im Gedächtnis. Man kann diesem Zug wirklich nicht vorwerfen, dass er beim ersten Blick langweilig wäre. Entsprechend neugierig war ich, wie sich der Innenraum anfühlt, sobald man sich tatsächlich hinsetzt.
Genau da kam für mich die Enttäuschung. Die Sitze empfand ich beim Probesitzen als ausgesprochen hart. Das galt auch für den von mir besuchten Bereich der ersten Klasse. Im Video formuliere ich das sehr direkt und spreche von einer Entwicklung des Fernverkehrs in Richtung S-Bahn. Damit meine ich mein persönliches Komfortgefühl: Die Optik weckt die Erwartung an eine längere, bequeme Reise, der Sitz löste diese Erwartung bei mir nicht ein.
Das ist keine Messgröße und auch kein Urteil darüber, wie jeder Reisende die Polsterung finden wird. Manche mögen eine feste Sitzfläche, andere wünschen sich mehr Nachgiebigkeit. Bei mir passte der erste Eindruck nicht zu dem, was ich mit dem Namen Railjet verbinde. Gerade wenn ich mehrere Stunden unterwegs sein möchte, reicht mir eine elegante Umgebung allein nicht aus.
Der zweite österreichische Zug im Rundgang, der Railjet M von Siemens, hinterließ einen etwas besseren Eindruck. Hier fielen mir die Beinfreiheit, ein brauchbarer Tisch und die Halterung für Handy oder Tablet auf. Die Position dieser Halterung gefiel mir, weil der Bildschirm nicht irgendwo weit unten verschwinden muss. Auch die Kleiderhaken sind so ein unspektakuläres Detail, das unterwegs tatsächlich hilft.
Beim Sitzen blieb meine Begeisterung trotzdem begrenzt. Ich fand ihn etwas bequemer als den Doppelstockzug, aber nicht in dem Maße, dass ich sofort eine lange Fahrt buchen wollte. Wichtig ist dabei die unterschiedliche Aufgabe der Fahrzeuge: Hinter dem gleichen Markennamen stehen verschiedene Konzepte. Ein Vergleich sollte deshalb immer erklären, welcher Zug und welcher besuchte Bereich gemeint sind. Die offiziellen Fahrzeugunterlagen findest du in der Stadler-Übersicht zur InnoTrans.
2. FLIRT Nordic Express: Norwegen zeigt, wie bequem Bahnfahren sein kann
Nach den österreichischen Sitzen war der Besuch im norwegischen FLIRT Nordic Express für mich ein deutlicher Stimmungswechsel. Im gezeigten Bereich konnte ich mich weit zurücklegen. Die Kombination aus großzügigem Sitzgefühl und einer 2+1-Anordnung gefiel mir auf Anhieb. Genau so ein Platz macht bei mir Lust darauf, eine längere Strecke bewusst mit dem Zug zu fahren.
2+1 bedeutet hier zwei Sitze auf einer Gangseite und einen auf der anderen. Das erklärt noch nicht automatisch jede Komforteigenschaft, sorgt aber für ein anderes Raumgefühl als eine dicht wirkende Reihe von Doppelsitzen. Entscheidend war für mich ohnehin nicht die Zahl allein. Es war die Haltung, die ich auf dem Sitz einnehmen konnte: zurücklehnen, entspannen, den Innenraum wahrnehmen und nicht sofort wieder aufstehen wollen.
Der Name FLIRT ist vielen aus dem Regionalverkehr bekannt. Im Video steht dagegen eine Variante für längere Reisen in Norwegen im Mittelpunkt. Stadler und Norske tog haben den FLIRT Nordic Express auf der InnoTrans vorgestellt. Für mich ist gerade dieser Zusammenhang spannend: Eine bekannte Fahrzeugfamilie sagt noch nicht, wie sich die konkrete Inneneinrichtung für den Reisenden anfühlt.
Natürlich habe ich nicht jede Sitzkategorie getestet und auch keine Nacht darin verbracht. Der gezeigte Komfortbereich darf deshalb nicht stellvertretend für jeden Platz eines späteren Zuges stehen. Trotzdem gehört er klar zu meinen persönlichen InnoTrans-2026-Highlights. Die Frage, die ich nach dem Besuch hatte, lautete nicht mehr, ob ich diesen Zug interessant finde. Ich wollte wissen, wann ich ihn unter normalen Reisebedingungen ausprobieren kann.
Für eine spätere Reise wären neben dem Sitz vor allem die konkrete Platzkategorie, die Verbindung und die Nutzbarkeit des Raums wichtig. Wie viel Privatsphäre bleibt bei voller Belegung? Wo findet das Gepäck Platz? Wie fühlt sich das Liegen nach längerer Zeit an? Das möchte ich unterwegs erleben. Auf der Messe hat Norwegen bei mir jedenfalls ordentlich Vorfreude ausgelöst.

3. Frecciarossa und Intercity 200: Zwei italienische Antworten auf Reisekomfort
Der Frecciarossa 1000 gehörte zu den Fahrzeugen, bei denen schon der erste Blick in den oberen Komfortbereich Spaß machte. Große Sessel, eine 1+1-Anordnung und elektrische Verstellmöglichkeiten: Hier wird ziemlich deutlich, dass verschiedene Reiseklassen auch verschiedene Erwartungen bedienen. Ich habe die Bedienelemente und die Fußstütze ausprobiert und war von dem gezeigten Platz begeistert.
Bei Leder auf Sitzen bin ich nicht automatisch euphorisch. Hier passten Material, Größe und die Möglichkeit, die Position anzupassen, für mich aber gut zusammen. Dazu kamen Leselampen und der Eindruck, tatsächlich einen eigenen Bereich zu haben. Im Video gerate ich entsprechend ins Schwärmen. Es ist einer dieser Momente, in denen man sich sofort eine Landschaft hinter dem Fenster vorstellt und den Messestand gedanklich ausblendet.
Auch der anschließend gezeigte weitere Komfortbereich gefiel mir. Die Sitze wirkten großzügig, und der Tisch bot einen überzeugenden ersten Eindruck. Trotzdem sollte man aus meinen Bildern keine pauschale Aussage über das gesamte Fahrzeug ableiten: Ein Sessel aus einer hohen Reisekategorie ist nicht der Maßstab für jeden Standardplatz. Wer später buchen möchte, muss den gezeigten Bereich mit der angebotenen Klasse abgleichen.
Beim Bistro fiel meine Reaktion zurückhaltender aus. Mir fehlte etwas Platz, um mich mit einem Kaffee hinzustellen; auch der Blick nach draußen überzeugte mich an der gezeigten Stelle nicht. Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum ich einen Zug gern durchlaufe. Ein toller Sitz und ein weniger überzeugender Aufenthaltsbereich können im gleichen Fahrzeug vorkommen.
Der neue Intercity 200 von Alstom für Trenitalia setzte einen anderen Akzent. Die gezeigten Sitze empfand ich als durchaus angenehm. Die Mischung aus Stoff und Lederdetails gefiel mir, ebenso die ausklappbaren Tische. Beim Rundgang wirkte der Zug geräumig. Im Video vergleiche ich Bereiche mit 2+1- und 2+2-Anordnung; mein Eindruck vom Sitz selbst war dabei recht ähnlich.
Bei den Gepäckablagen blieb ein Fragezeichen. Sie wirkten auf mich eher klein, auch an den Stellen zwischen den Wagen. Eine Messe zeigt allerdings nicht, wie viel Gepäck später wirklich untergebracht werden muss. Das müsste man bei einer normalen, gut besetzten Fahrt prüfen. Das Versorgungskonzept mit Automaten fand ich ebenfalls diskussionswürdig: praktisch für einen schnellen Snack, aber für mich kein vollständiger Ersatz für persönlichen Service. Technische Informationen zum Hersteller findest du bei Alstom.
4. Hyundai Rotem EMU-320: Drehbare Sitze statt bloßer Zukunftsoptik
Im südkoreanischen Hochgeschwindigkeitszug von Hyundai Rotem wirkte das Design auf mich zunächst eher klassisch. Ich musste ein wenig an die Neunziger denken. Das ist kein technisches Urteil, sondern mein spontaner optischer Eindruck. Sobald ich saß, wurde für mich aber etwas anderes wichtiger: Die Sitze fand ich ausgesprochen bequem.
Dazu kamen große Tische und eine Halterung für das Smartphone in angenehmer Höhe. Gerade diese Mischung gefällt mir. Ein Innenraum muss nicht bei jeder Fläche nach Science-Fiction aussehen, wenn die Dinge, die ich tatsächlich benutze, gut funktionieren. Ein Gerät vernünftig abstellen und bequem sitzen zu können, ist auf einer Reise oft hilfreicher als eine besonders auffällige Formensprache.
Das schönste Aha-Erlebnis waren für mich die drehbaren Sitze. Im Video siehst du, wie sich die Sitzanordnung verändern lässt. Wer mich länger verfolgt, kennt meine kleine Serie unfreiwilliger Rückwärtsfahrten. Mich stört das grundsätzlich nicht, aber ich finde es trotzdem sympathisch, wenn ein Fahrzeug verschiedene Anordnungen ermöglicht.
Daraus wird allerdings keine Aufforderung, im späteren Betrieb eigenmächtig an jedem Sitz herumzudrehen. Welche Verstellung Fahrgäste selbst nutzen dürfen und wie die Plätze im Regelbetrieb angeordnet werden, muss vor Ort klar sein. Mein Rundgang zeigt die Funktion am Messefahrzeug. Er beantwortet nicht automatisch jede praktische Frage zur Bedienung auf einer regulären Verbindung.
Bei einem weiteren Platz war der Tisch für meinen Geschmack ziemlich weit vom Körper entfernt. Zum Arbeiten hätte ich mich nach vorn beugen müssen. Das zeigt, wie unterschiedlich derselbe Ausstattungsbegriff ausfallen kann: Ein großer Tisch ist erst dann wirklich praktisch, wenn er auch gut erreichbar ist. Insgesamt blieb Südkorea für mich aber ein erfreulicher Teil des Rundgangs. Die Sitzprobe hat den eher zurückhaltenden ersten Designeindruck klar überholt.
5. KONČAR für Kroatien: Ein Zug, der bei mir sofort Reisepläne auslöst
Der kroatische Zug von KONČAR war eine der stärksten Überraschungen meines Besuchs. Im Video erkläre ich zunächst die Aufgabe eines Fahrzeugs, das auf elektrifizierten und nicht elektrifizierten Streckenabschnitten unterwegs sein kann. Für den Reisenden ist der praktische Gedanke dahinter gut nachvollziehbar: Eine Verbindung soll möglichst ohne umständlichen Fahrzeugwechsel funktionieren.
Mein eigentliches Highlight war aber der gezeigte Bereich der ersten Klasse. Der Sitzkomfort begeisterte mich beim Probesitzen. Ich war danach ziemlich sicher, dass ich diesen Zug auf einer Reise ausprobieren möchte. Genau das ist für mich der beste Effekt einer Bahnmesse: Ich schaue mir ein Fahrzeug an und bekomme Lust auf eine Strecke, die vorher nicht ganz oben auf meiner Liste stand.
Kroatien taucht in vielen Reiseplänen über Küste, Inseln und Autofahrten auf. Ein angenehmer Zug kann den Blick darauf verändern, wie man das Land kennenlernen möchte. Das ist meine persönliche Reaktion auf den Messebesuch, keine Aussage darüber, dass jede Verbindung bereits perfekt wäre. Fahrzeit, Fahrplan, Verfügbarkeit und die konkrete Klasse müsste ich vor einer Reise selbstverständlich prüfen.
Der Herstellername allein verrät einem auch hier wenig darüber, wie bequem der besuchte Platz ist. Man muss hineingehen und sich hinsetzen. Nach den vielen unterschiedlichen Fahrzeugen auf dem Gelände war genau dieser direkte Vergleich für mich interessant: Nicht der bekannteste Markenname hatte automatisch den Sitz, auf dem ich am liebsten bleiben wollte.
Zu den Punkten für einen späteren Fahrbericht gehören die Ausstattung bei voller Belegung, die Ablagen und das tatsächliche Reisegefühl auf der Strecke. Meine Begeisterung ist deshalb eine Einladung zum weiteren Ausprobieren. Sie ist noch kein fertiger Testbericht über eine Fahrt nach Split. Informationen zum Unternehmen und seinen Fahrzeugen bietet KONČAR.
6. Neue Züge auf der InnoTrans: London, Wasserstoff und Batterie
Zwischen all den Fernzügen war die neue Londoner Underground ein schöner Wechsel der Perspektive. Das kleinere Fahrzeugprofil und das vertraute Umfeld im Wagen haben bei mir sofort London-Gefühle ausgelöst. Beim Sitzmuster hielt sich meine Begeisterung dagegen in Grenzen. Wer es mag, darf das natürlich anders sehen. Wiedererkennbar war der Innenraum für mich auf jeden Fall.
Ein U-Bahn-Zug löst andere Aufgaben als ein Fernzug. Viele Menschen sollen auf vergleichsweise kurzen Strecken ein- und aussteigen können. Deshalb wäre es unsinnig, die Innenraumaufteilung allein mit einem großzügigen Fernverkehrssessel zu bewerten. Der Rundgang zeigt gerade, wie unterschiedlich gute Lösungen je nach Einsatzgebiet aussehen müssen. Nicht jede hohe Kapazität ist ein Komfortproblem, wenn sie zur Aufgabe passt.
Besonders ungewöhnlich war der wasserstoffbetriebene Schmalspurzug für Sardinien. Im Video erläutere ich das Zusammenspiel von Brennstoffzellen und Batterien sowie den zentralen Technikbereich zwischen den Fahrgastteilen. Interessant ist daran für mich vor allem die Anpassung an ein spezielles Netz. Eine Lösung, die für eine bestimmte Strecke gedacht ist, muss nicht automatisch das Vorbild für alle anderen Strecken sein.
Daneben stand ein batterieelektrischer RegioPanter von Škoda. Auch hier geht es um die Frage, wie sich Abschnitte ohne durchgehende Oberleitung befahren lassen. Im Rundgang erkläre ich das Laden beziehungsweise Fahren unter Fahrdraht und den anschließenden Betrieb mit gespeicherter Energie. Die in meinem Video genannten Reichweiten und Geschwindigkeiten sind Fahrzeugangaben, keine von mir nachgemessenen Werte.
Ich finde diese Fahrzeuge spannend, würde aber aus einer Messepräsentation keine pauschale Rangliste der Antriebe machen. Ob Batterie, Wasserstoff oder ein anderes Konzept sinnvoll ist, hängt von der Strecke und vom Betrieb ab. Für meine Reiseberichte bleibt am Ende die praktische Frage: Komme ich zuverlässig und bequem ans Ziel? Der Antrieb ist ein Teil davon, die Gestaltung des gesamten Angebots ein weiterer.
7. Autonome Züge und neue Nachtzug-Kabinen: Was noch Zukunft ist
Der Metro-Prototyp VELLINK von CRRC setzte optisch einen deutlichen Gegenpunkt zu den eher vertrauten Innenräumen. Die große Glasfront wirkte auf mich eindrucksvoll. Im Video steht das Konzept für automatisierten Betrieb im Mittelpunkt. Wichtig bleibt die Einordnung als Prototyp: Ein auf einer Messe ausgestellter Entwurf ist noch keine buchbare Verbindung.
Bei der Baureihe 430 der Deutschen Bahn ging es dagegen um Forschung mit einem bekannten Fahrzeug. Das Projekt AutomatedTrain untersucht mit Partnern Möglichkeiten einer stärkeren Automatisierung. Im Rundgang erwähne ich Sensoren wie LiDAR, Radar und Kameras. Ich würde daraus aber keine feste Aussage ableiten, ab wann eine bestimmte S-Bahn-Verbindung ohne Fahrer angeboten wird. Forschung und regulärer Fahrgastbetrieb sind unterschiedliche Schritte.
Bei den Nachtzügen interessierten mich vor allem die neuen Raumideen. Nox hatte ich bereits ausführlicher besucht. Im eigenen Nox-Mobility-Bericht zeige ich die ausgestellten Kabinen und trenne die verschiedenen geplanten Ausbaustufen. Im großen Messerückblick gehört Nox für mich dazu, ohne dass ich den ganzen Einzelbericht noch einmal wiederholen möchte.
Luna Rail Lab zeigte ebenfalls ein Innenraumkonzept für Reisezugwagen. Der gezeigte Gang erinnerte mich an ein Raumschiff, und die Kabinen machten beim Ausprobieren richtig Spaß. Besonders interessant fand ich den Gedanken, Räume je nach Tageszeit unterschiedlich zu nutzen. Das Thema ist allerdings nicht völlig neu: Auch bestehende Schlafwagen können tagsüber Sitzmöglichkeiten bieten. Entscheidend wäre, wie praktisch die konkrete Umwandlung hier im Betrieb funktioniert.
Ein angedeuteter Bildschirm im Ausstellungsraum bleibt ein Modellbauteil. Eine interessante Liege ist noch kein Beweis für eine erholsame Nacht auf der Schiene. Gerade weil mir die Idee gefällt, möchte ich wissen, wie viel davon später umgesetzt wird. Einen gesicherten Start oder eine konkrete Verbindung leite ich aus dem Messebesuch nicht ab. Das Konzept darf neugierig machen, ohne dass man daraus schon ein fertiges Reiseangebot macht.
Mein Fazit zu den InnoTrans 2026 Highlights
Norwegen und Kroatien haben bei mir die stärkste Reiselust ausgelöst. Italien zeigte eindrucksvoll, wie großzügig sich ein höherer Komfortbereich anfühlen kann. Südkorea erinnerte mich daran, dass ein eher klassisch gestalteter Innenraum sehr angenehm sein kann, wenn Sitz und Ausstattung passen. Bei den neuen Railjets blieb für mich dagegen der Abstand zwischen schöner Gestaltung und persönlichem Sitzgefühl zu groß.
Der neue FlixTrain gehört ebenfalls zu meinem Messebild. Den Rundgang findest du im separaten Artikel zum FlixTrain Talgo 230. Dort ordne ich auch die offenen Fragen zu Sitzkategorien und Sitzverstellung ein. Gerade beim Vergleich mit anderen Zügen muss klar sein, welcher konkrete Platz gezeigt wird. Eine Premiumkategorie und ein Standardplatz sind kein fairer Vergleich ohne Erklärung.
Zum Abschluss war das Railway Influencer Festival eine schöne Gelegenheit, Kollegen zu treffen und über die Eindrücke zu sprechen. Die Messe besteht eben nicht nur aus Fahrzeugdaten. Sie bringt Menschen zusammen, die Bahnreisen aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Informationen zum Veranstaltungsrahmen findest du bei der InnoTrans.
Welche dieser neuen Züge würdest du am liebsten ausprobieren? Für mich stehen Norwegen und Kroatien nach dem Rundgang deutlich weiter oben auf der Liste. Schreib mir gern, ob dir auf längeren Fahrten ein weicher Sitz, eine verstellbare Rückenlehne, mehr Beinfreiheit oder ein gutes gastronomisches Angebot am wichtigsten ist.
FAQ zur InnoTrans 2026
Was waren deine persönlichen InnoTrans 2026 Highlights?
Besonders gefallen haben mir der gezeigte Komfortbereich des FLIRT Nordic Express, die erste Klasse des kroatischen KONČAR-Zugs und die großzügigen Bereiche im Frecciarossa. Meine Bewertungen stammen aus kurzen Messebesuchen, nicht aus Langstreckenfahrten.
Warum haben dich die neuen Railjets enttäuscht?
Ich empfand die Sitze beim Probesitzen als zu hart. Die Gestaltung und einige praktische Details gefielen mir dagegen. Das ist mein persönliches Komforturteil zu den besuchten Plätzen.
Sind alle gezeigten Züge bereits buchbar?
Nein. Der Rundgang enthält Fahrzeuge für den Betrieb ebenso wie angekündigte Projekte, Forschungsfahrzeuge und Prototypen. Eine Ausstellung auf der InnoTrans bestätigt keine konkrete buchbare Abfahrt.
Ist dieser Messebericht ein Vergleich aller Standardklassen?
Nein. Ich habe unterschiedliche Fahrzeuge und Komfortbereiche besucht. Die gezeigten Premiumplätze dürfen nicht stellvertretend für jeden Sitz eines Zuges stehen.
Wo finde ich die Einzelberichte zu FlixTrain und Nox?
Im Text sind die ausführlichen Artikel zum FlixTrain Talgo 230 und zum Nox Mobility Nachtzug verlinkt. Dort findest du mehr Details zu den jeweiligen Innenräumen.