Mähroboter 2027 werden größer, intelligenter und teilweise ziemlich verrückt. Genau diesen Eindruck habe ich von der GaLaBau 2026 in Nürnberg mitgenommen. Während vor wenigen Jahren schon ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel als echte Innovation galt, reden wir inzwischen über Allradantrieb, LiDAR, Network-RTK, KI-Kameras, aktive Lenkung, ausfahrbare Kantenschneider und autonome Maschinen für mehrere Hektar Rasenfläche.
Überblick
Und dabei verschwimmen die Grenzen zunehmend. Auf der einen Seite stehen kompakte Rasenroboter 2027 für normale Hausgärten mit 500 oder 1.000 Quadratmetern. Auf der anderen Seite werden Maschinen präsentiert, die Sportplätze, Golfanlagen und kommunale Grünflächen autonom bearbeiten sollen. Manche davon haben Schnittbreiten, bei denen ein klassischer Automower fast unter dem Mähdeck verschwinden könnte. Genau diese enorme Bandbreite macht die kommende Mähroboter-Generation so interessant.
Wer sich ansehen möchte, woher diese Entwicklung kommt, findet auf meinem Blog bereits einen großen Überblick über mehr als 50 neue Mähroboter des Modelljahres 2026. Viele Technologien, die dort noch neu oder ungewöhnlich wirkten, werden bei den Mährobotern 2027 konsequent weiterentwickelt. Neue Mähroboter 2026 – über 50 Neuheiten im Überblick
Mähroboter 2027: Diese Trends bestimmen die nächste Generation
Bevor wir die Hersteller einzeln durchgehen, lohnt sich ein Blick auf die großen Trends. Denn auf der GaLaBau 2026 wurde ziemlich deutlich, dass sich der Markt nicht nur durch noch mehr Modelle verändert. Vor allem die Technik unter der Haube entwickelt sich weiter.
Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind inzwischen keine Besonderheit mehr. Der klassische Draht verschwindet bei neuen Premiumgeräten fast vollständig. Stattdessen konkurrieren unterschiedliche Navigationskonzepte miteinander.
RTK und Network-RTK ermöglichen eine sehr präzise Satellitenpositionierung. LiDAR kann die Umgebung direkt erfassen. Kameras erkennen Rasen, Grenzen und Hindernisse. Und immer mehr Hersteller kombinieren gleich mehrere dieser Systeme miteinander.
Wie groß die Unterschiede im Alltag trotzdem noch sein können, habe ich bereits in meinem großen Mähroboter Vergleich 2026 gesehen. Dort mussten mehrere kabellose Modelle unter identischen Bedingungen gegeneinander antreten. Mähroboter Vergleich 2026 – sechs kabellose Modelle im Härtetest
Der zweite große Trend sind Allrad Mähroboter. AWD war 2025 noch eher eine Spezialität einzelner Hersteller. 2026 wurde daraus ein Boom – und 2027 scheint der nächste Schritt zu folgen: Allrad kombiniert mit aktiver beziehungsweise echter Lenkung.
Damit können die Roboter enge Wendemanöver sauberer ausführen, ohne den Rasen durch gegeneinander arbeitende Räder unnötig aufzureißen.
Und dann wären da noch die professionellen Maschinen. Bei ihnen geht es nicht mehr darum, 600 statt 500 Quadratmeter zu schaffen. Hier reden wir teilweise über Mähroboter für große Flächen von mehreren zehntausend Quadratmetern.
Genau deshalb war die GaLaBau für mich noch einmal wesentlich extremer als die spoga+gafa. Dort hatte ich bereits viele ungewöhnliche Mähroboter gesehen. Meinen ausführlichen Überblick dazu findet ihr ebenfalls im Blog. Die verrücktesten Mähroboter der spoga+gafa 2026




Navimow H5 Pro und Terranox: Vom Garten zum Profi-Mähroboter
Segway Navimow ist für mich eine der interessantesten Marken der vergangenen Jahre. Aus einem Hersteller, der vor allem für kompakte Consumer-Mähroboter bekannt war, wird zunehmend ein Anbieter mit einem sehr breiten Portfolio.
Auf der GaLaBau war unter anderem der neue Navimow H5 Pro zu sehen. Der kombiniert Allradantrieb, LiDAR und Kameratechnik mit einem ausfahrbaren EdgeMaestro-Kantenschneider.
Noch viel interessanter war für mich allerdings der Terranox PM1400. Mit fünf Mähscheiben, großer Arbeitsbreite und Hinterradlenkung richtet sich dieses Gerät nicht mehr an den klassischen Vorgarten. Sportplätze, kommunale Grünflächen und Golfanlagen sind die Zielgruppe. Der Marktstart wurde auf der Messe für Anfang 2027 in Aussicht gestellt.
Wer wissen möchte, wie stark sich Navimows Consumer-Geräte inzwischen entwickelt haben, sollte sich meinen ausführlichen Test zum Navimow i220 LiDAR Pro AWD ansehen. Auch dort spielen LiDAR, Kameras und ein zusätzlicher Antrieb bereits eine zentrale Rolle. Navimow i220 Erfahrungen und Test

TerraMow: Neue Mähroboter 2027 und ein wichtiges Update
TerraMow gehört für mich weiterhin zu den unterschätzteren Marken am Markt. Schon der V1000 konnte mich mit seiner kamerabasierten Navigation ohne RTK-Antenne überzeugen.
Für 2027 möchte TerraMow das Sortiment offenbar deutlich erweitern. Auf der GaLaBau wurde eine noch nicht endgültig bezifferte Anzahl neuer Roboter angekündigt. Darunter soll auch eine Neuauflage der bekannten V-Serie sein.
Noch wichtiger finde ich persönlich eine Software-Neuigkeit: Die manuelle Kartierung soll kommen. Genau das war einer meiner größten Kritikpunkte an der bisherigen automatischen Kartierung.
Wie gut der Ansatz grundsätzlich funktioniert, könnt ihr in meinem ausführlichen TerraMow V1000 Test nachlesen. TerraMow V1000 Test – komplett ohne RTK und Begrenzungskabel
Auch den kleinen TerraMow Mini 500 hatte ich inzwischen bereits ausführlich im Garten. TerraMow Mini 500 Erfahrungen und Test

NexLawn NAVIA PRO AWD: Kantenschnitt wird zum großen Thema
Bei NexLawn wird besonders deutlich, wie breit Mährobotik inzwischen gedacht wird. Der Hersteller spannt den Bogen vom normalen Privatgarten bis hin zu professionellen Lösungen für Golfanlagen.
Besonders interessant fand ich auf der Messe den NAVIA PRO AWD.
Der Grund ist sein sogenannter NexCutter. Dabei handelt es sich um ein seitlich ausfahrbares Schneidsystem, das deutlich näher an Mauern und anderen Rasenkanten arbeiten soll.
Genau solche Lösungen dürften bei den Mährobotern 2027 eine wichtige Rolle spielen.
Denn Navigation ist inzwischen bei vielen Geräten ziemlich gut geworden. Das nächste große Problem ist deshalb der Rand. Ein Mähroboter kann noch so intelligent durch den Garten fahren – wenn anschließend zehn Zentimeter Gras an jeder Mauer stehen bleiben, muss der Besitzer trotzdem zum Trimmer greifen.
Interessant war außerdem der erneut gezeigte autonome Aufsitzmäher. Den hatte ich bereits auf der spoga+gafa in Köln gesehen, damals allerdings noch mit MOVA-Branding. In Nürnberg trug er NexLawn-Logos. Wann und unter welcher Marke diese Plattform tatsächlich erscheint, dürfte sich erst 2027 endgültig zeigen.

STIGA APX Pro: Profi Mähroboter mit 18-kWh-Akku
Mit dem STIGA APX Pro wird es richtig groß.
Dieser Profi Mähroboter ist für Flächen bis zu 27.000 Quadratmetern ausgelegt. Zur Orientierung kombiniert STIGA GPS, RTK, LiDAR, Ultraschall, Gyrosensoren und eine KI-Kamera.
Das klingt schon eher nach autonomem Fahrzeug als nach klassischem Gartenroboter.
Auch beim Akku sind die Dimensionen entsprechend: Sechs Batterien kommen laut Messeinformationen gemeinsam auf rund 18 Kilowattstunden.
Damit wird schön deutlich, wie weit sich der Begriff „Mähroboter“ inzwischen gedehnt hat. Ein kleiner Roboter für 500 Quadratmeter und eine autonome 27.000-Quadratmeter-Maschine gehören technisch zwar zur gleichen Produktkategorie, praktisch trennen sie aber Welten.

AL-KO Robolinho 2027: LiDAR, nRTK und Allrad
Bei AL-KO steht für 2027 praktisch eine neue Robolinho-Generation bereit.
Je nach Modell kombiniert AL-KO Stereo-Kameras entweder mit 360-Grad-LiDAR oder mit nRTK.
Die interessantesten Geräte waren für mich aber die neuen PREMIUMpro AWD Modelle. Sie sollen Flächen bis zu 6.000 Quadratmetern bearbeiten und Steigungen von bis zu 84 Prozent bewältigen können.
Dazu kommen automatische Kartierung und ein integrierter Kantenschneider.
Damit reagiert AL-KO ziemlich direkt auf die wichtigsten Trends der Branche: einfache Einrichtung, Allrad und möglichst wenig manuelle Nacharbeit an Rasenkanten.
Optisch fand ich die neuen Robolinho übrigens ebenfalls ziemlich gelungen.
Mammotion MASTON und LUBA 4: Die Marke wächst nach oben
Mammotion kennen die meisten inzwischen durch LUBA und YUKA.
Mit MASTON geht der Hersteller aber in eine völlig neue Richtung. Statt nur größere Privatgärten anzusprechen, soll die Plattform professionelle Grünflächen bearbeiten.
Auf der GaLaBau wurde außerdem der neue LUBA 4 gezeigt. Anders als bei meiner Begegnung auf der IFA allerdings ohne Trimmerarm. Eine neue YUKA-Generation war dagegen noch nicht zu sehen.
Spannend finde ich, wie schnell Mammotion sein Sortiment verbreitert. Noch vor wenigen Jahren war LUBA praktisch das eine Produkt. Inzwischen deckt die Marke kleine Gärten, Allradmodelle und professionelle Anwendungen ab.
Wer eher nach einem aktuellen Consumer-Gerät sucht, findet bei mir außerdem einen ausführlichen Langzeittest zum Mammotion Yuka Mini 2. Mammotion Yuka Mini 2 Erfahrungen nach acht Wochen

ANTHBOT R7: Der kompakte Allrad Mähroboter, der noch gefehlt hat
ANTHBOT schließt 2027 eine interessante Lücke.
Trotz der riesigen Zahl neuer Geräte gab es bislang erstaunlich wenige kompakte Allrad Mähroboter mit aktiver Lenkung.
Genau hier setzt der neue ANTHBOT R7 an. Der Mäher soll Anfang 2027 auf den Markt kommen und verbindet eine kompakte Bauform mit Allrad und lenkbaren Rädern.
Und ja: Wegen seines Heckspoilers bleibt er für mich der kleine Pommes-Theken-Mäher.
ANTHBOT ist inzwischen ohnehin eine Marke, die man im Blick behalten sollte. Der M9 hatte mich bei meinem Praxistest positiv überrascht. ANTHBOT M9 Test und Erfahrungen
Yarbo: Ein Roboter, viele Aufgaben
Bei Yarbo ist die Bezeichnung Mähroboter eigentlich fast zu eng.
Hier wird eine modulare Plattform angeboten, an die unterschiedliche Werkzeuge angebaut werden können. Der Roboter soll also nicht nur Gras mähen, sondern je nach Konfiguration auch andere Aufgaben rund ums Grundstück übernehmen.
Auf der GaLaBau waren die modularen Maschinen mit verschiedenen Anbauten zu sehen – und natürlich durfte auch der Anhänger nicht fehlen.
Preislich gehört Yarbo zwar weiterhin nicht zu den günstigen Lösungen. Zwischen den professionellen Großmaschinen auf der GaLaBau wirkte der Roboter aber plötzlich fast schon wie Mittelklasse.

PANDAG: Mähroboter für wirklich große Flächen
Bei PANDAG verlassen wir den Hausgarten endgültig.
Der autonome Großflächenmäher wurde für Golfplätze, Sportanlagen, Kommunen und professionelle Dienstleister entwickelt.
Besonders interessant fand ich auch die verfügbaren Reifenoptionen. Einige davon sehen aus, als hätte jemand einen Reifen aus Mario Kart auf einen Mähroboter geschraubt.
Hinter dem lustigen Vergleich steckt allerdings ein ernstes Thema: Traktion.
Gerade professionelle Mähroboter für große Flächen müssen nicht nur auf perfekt ebenem Golfrasen funktionieren, sondern je nach Einsatzgebiet auch mit weichem Boden und unebenen Flächen zurechtkommen.
Sunseeker: Elite-Mähroboter jetzt mit Trimmerarm
Auch Sunseeker zeigte seine großen Elite-Modelle.
Neben dem auffälligen Design geht es hier vor allem um hohe Flächenleistung. Dazu kommt inzwischen ein seitlicher Trimmerarm.
Der Trend ist inzwischen kaum zu übersehen: Fast jeder große Hersteller sucht nach einer Lösung für das Gras direkt an Mauern und Kanten.
Der klassische fest unter dem Gehäuse montierte Messerteller stößt dort konstruktionsbedingt an Grenzen. Ausfahrbare Mähwerke und zusätzliche Trimmer dürften daher zu den wichtigsten technischen Entwicklungen der Mähroboter 2027 gehören.






Kress: Wenn aus Rasenrobotern autonome Großmaschinen werden
Wer die roten Kress Mähroboter nur von Fotos kennt, unterschätzt ihre Größe.
Auf der GaLaBau standen Maschinen, die mit normalen Consumer-Mährobotern kaum noch vergleichbar sind.
Flächenleistungen von bis zu 28.000 Quadratmetern und Mähbreiten im Bereich von etwa 1,5 Metern zeigen ziemlich deutlich, wohin Kress sein professionelles Line-up entwickelt.
Kress und Worx gehören beide zu Positec. Trotzdem wirken die Produktwelten inzwischen sehr unterschiedlich.
Worx konzentriert sich stark auf Consumer-Lösungen. Kress geht dagegen konsequent in Richtung professioneller Rasenpflege.
Wie gut ein aktueller Worx im Privatgarten funktioniert, habe ich übrigens ebenfalls ausführlich getestet. Worx Landroid Vision Cloud – aktueller Mähroboter ohne Begrenzungskabel
Husqvarna Automower 2026: Keine große Mähroboter-2027-Premiere
Bei Husqvarna muss man etwas differenzieren.
Der Hersteller zeigte auf der GaLaBau sein aktuelles 2026er Automower-Programm. Im Mittelpunkt standen Modelle wie der Automower 430V NERA mit integrierter KI-Kamera und EPOS-Navigation.
Eine komplett neue, erstmals auf der Messe enthüllte Mähroboter-Generation 2027 gab es dagegen nicht.
Das macht die Geräte natürlich nicht uninteressant. Im Vergleich zu einigen anderen Herstellern war der GaLaBau-Auftritt aber eher eine Präsentation des aktuellen Programms als eine große Zukunftspremiere.
Wer sich allgemein für Husqvarna-Roboter ohne klassischen Draht interessiert, findet auf meinem Blog bereits weitere Beiträge zu diesem Thema. Husqvarna Automower ohne Begrenzungskabel

Ambrogio 4.50 PRO: Das Batmobil unter den Mährobotern
Bei Ambrogio habe ich auf der Messe einen neuen Anwärter auf den Titel „Batmobil“ gefunden.
Der Ambrogio 4.50 PRO besitzt drei Mähscheiben und erreicht damit eine Schnittbreite von 84 Zentimetern.
Daneben standen aber auch deutlich kleinere, fast traktorähnliche Modelle.
Ambrogio zeigt damit ähnlich wie mehrere Konkurrenten, dass ein Hersteller heute kaum noch nur eine einzige Zielgruppe bedienen kann.
Die Spannweite reicht vom Privatgarten bis hin zu professionellen Großflächen.
Honda Miimo: Mähroboter mit Network-RTK über 4G
Honda zeigte seine aktuelle Miimo-Serie eher beiläufig.
Technisch interessant ist vor allem der Einsatz von Network-RTK über 4G.
Damit greift Honda einen wichtigen Trend auf.
Klassisches RTK funktioniert zwar hervorragend, benötigt aber häufig eine eigene Referenzantenne auf dem Grundstück. Network-RTK kann Korrekturdaten stattdessen über eine Datenverbindung bereitstellen.
Für den Nutzer bedeutet das im Idealfall: weniger Hardware im Garten und trotzdem präzise Navigation.

ECOVACS und ECHO: GOAT Mähroboter kommen in den Fachhandel
Bei ECOVACS war weniger ein einzelner neuer Mäher die große Nachricht als eine strategische Veränderung.
Durch die Zusammenarbeit mit ECHO sollen die ECOVACS GOAT Mähroboter stärker in den deutschen Motorgeräte-Fachhandel kommen.
Geplant sind sechs Modelle für Flächen zwischen 1.000 und 10.000 Quadratmetern.
Das ist durchaus spannend. Denn der Mährobotermarkt wird technisch komplexer. Viele Käufer möchten sich ein Gerät nicht nur im Onlineshop bestellen, sondern vor Ort beraten lassen.
Ich hatte bereits mehrere GOAT-Modelle im eigenen Garten. Besonders interessant war zuletzt der ECOVACS GOAT O1200 LiDAR Pro mit seitlichem Trimmer. ECOVACS GOAT O1200 Erfahrungen und Test

PUDU GT3, GT5 und GT7: Drei neue Profi Mähroboter
PUDU Robotics kannte ich bisher vor allem aus anderen Bereichen der Servicerobotik.
Auf der GaLaBau steigt der Hersteller nun mit gleich drei professionellen Maschinen in die Grünflächenpflege ein.
Der PUDU GT3 ist laut Hersteller der kompakte Vertreter der Familie. Wobei „kompakt“ bei diesem Gerät definitiv relativ ist.
Er kann nicht nur mähen, sondern auch Schnittgut aufnehmen und sogar befestigte Flächen kehren.
Der GT5 kommt auf 1,52 Meter Schnittbreite.
Und der PUDU GT7 setzt auf ein 1,6 Meter breites Spindelmähwerk, das speziell für Golf- und Sportflächen vorgesehen ist.
Gerade PUDU zeigt sehr schön, wie attraktiv professionelle autonome Grünflächenpflege inzwischen auch für Robotikunternehmen außerhalb der traditionellen Gartengerätebranche geworden ist.
EGO AURA R2: Neue Mähroboter ohne Begrenzungskabel
Mit AURA R2 steigt auch EGO ernsthaft in den modernen Mährobotermarkt ein.
Die Modellreihe deckt laut Messeauftritt Flächen zwischen 1.500 und 6.000 Quadratmetern ab.
Was mich vor Ort besonders überrascht hat, war die Größe.
Auf den bisherigen Imagebildern hatte ich die Maschinen deutlich größer eingeschätzt. In natura wirken sie erstaunlich kompakt.
Damit könnte EGO insbesondere für Nutzer interessant werden, die bereits andere Gartengeräte des Herstellers verwenden und sich künftig auch einen kabellosen Rasenroboter wünschen.

Mowrator: Kein autonomer Mähroboter – aber trotzdem interessant
Der Mowrator ist streng genommen kein Mähroboter.
Das Gerät fährt nicht vollständig autonom, sondern wird ferngesteuert.
Trotzdem fand ich ihn interessant genug für das Video.
Der Mowrator zeigt nämlich, dass Elektrifizierung und Robotik auch bei klassischen Arbeitsmaschinen zusammenwachsen. Im Sommer wird gemäht, im Winter kann die Maschine mit Schneeketten und Räumschild eingesetzt werden.
Die Verarbeitung wirkte auf mich hochwertig.
Nur beim Fangkorb bin ich weiterhin nicht überzeugt. Der passt optisch nicht so richtig zum Rest der Maschine.
Spider: Autonome Rasenpflege im Extremformat
Spider bewegt sich ebenfalls weit weg vom kleinen Mähroboter im Vorgarten.
Hier wird eine große professionelle Mähmaschine autonom betrieben.
Sie soll auch hohes und nasses Gras auf anspruchsvollen Flächen selbstständig bearbeiten.
Genau solche Systeme zeigen, dass autonome Rasenpflege künftig nicht nur gepflegte Privatgärten betreffen wird.
Für Landschaftsbauer, Kommunen und Dienstleister ist Automatisierung ebenfalls interessant – gerade dort, wo Personal fehlt oder wiederkehrende Flächen regelmäßig bearbeitet werden müssen.

TOPSUN GOALKER: Allrad und lenkbare Vorderräder
Hinter der noch recht jungen Robotermarke GOALKER steckt der etablierte Gartengerätehersteller TOPSUN.
Neben ziemlich martialisch wirkenden Großmaschinen wurde auf der GaLaBau ein kompakteres AWD-Modell mit lenkbaren Vorderrädern für 2027 angekündigt.
Diese Kombination finde ich besonders spannend.
Vier angetriebene Räder helfen auf Steigungen und schwierigem Untergrund. Die aktive Lenkung verhindert gleichzeitig die typischen Drehbewegungen klassischer Mähroboter.
Wer sich schon heute anschauen möchte, was GOALKER im Privatgarten kann, findet meinen ausführlichen GOALKER H1 Test im Blog. GOALKER H1 Erfahrungen – Geheimtipp oder Hype?
Roborock RockNeo 2: Der Saugroboter-Spezialist bleibt im Garten
Roborock ist ebenfalls auf der GaLaBau vertreten gewesen.
Neben der Z-Serie wurde dort der kommende RockNeo 2 gezeigt.
Dass Roborock überhaupt Mähroboter baut, ist eigentlich schon bemerkenswert.
Die Marke kommt aus der Saugrobotik und bringt entsprechend viel Erfahrung bei Navigation, Sensorik und automatisierten Haushaltsgeräten mit.
Wie sich das bereits beim aktuellen Premium-Modell auswirkt, könnt ihr in meinem Roborock RockMow Z1 Test nachlesen. Roborock RockMow Z1 Test und Erfahrungen
Zum RockNeo 2 folgt natürlich ebenfalls noch ein eigenes Video.
AIRSEEKERS ARANIX: Eine der versteckteren Mähroboter-2027-Neuheiten
Der neue AIRSEEKERS ARANIX war auf der GaLaBau überraschend unauffällig platziert.
Fast etwas versteckt stand der Roboter in einer Ecke, obwohl AIRSEEKERS für mich grundsätzlich zu den spannenderen neuen Herstellern gehört.
Zum ARANIX wird es noch einen eigenen Beitrag geben.
Bis dahin lohnt sich ein Blick auf meinen ausführlichen Test zum aktuellen AIRSEEKERS TRON. Dort habe ich unter anderem Navigation, Kartierung, Steigungen, Hinderniserkennung und Mähleistung getestet. AIRSEEKERS TRON Test – sieben spannende Erkenntnisse

BladeMate: Neuer Hersteller mit Kamera, RTK und bald NetRTK
Ganz zum Schluss meines Messerundgangs bin ich noch auf BladeMate gestoßen.
Die Marke war auch für mich neu.
Gezeigt wurden zwei unterschiedliche Modelle. Der kleinere Roboter ist für rund 500 Quadratmeter ausgelegt und navigiert ausschließlich kamerabasiert.
Das größere Modell soll rund 2.000 Quadratmeter schaffen und kombiniert die Navigation mit RTK.
Noch wird dafür eine klassische Antenne genutzt. Ein weiteres Modell mit NetRTK befindet sich laut den Informationen vom Messestand aber bereits in Entwicklung.
Damit bestätigt auch BladeMate einen der wichtigsten Trends für Mähroboter 2027: Die sichtbare RTK-Antenne im Garten könnte bei immer mehr Modellen verschwinden.
Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind 2027 endgültig der Standard
Wenn ich aus der GaLaBau eine übergeordnete Erkenntnis mitnehmen musste, dann diese:
Das Begrenzungskabel spielt bei neuen Mittelklasse- und Premium-Mährobotern praktisch keine Hauptrolle mehr.
Die spannendere Frage lautet inzwischen:
Welche Technik ersetzt es?
Einige Hersteller setzen weiterhin stark auf klassisches RTK. Andere bevorzugen NetRTK. Wieder andere versuchen komplett ohne Satellitennavigation auszukommen und verwenden LiDAR oder Kameras.
Im Alltag hat jede Lösung ihre Vor- und Nachteile.
RTK kann extrem präzise sein, benötigt aber freie Sicht zum Himmel beziehungsweise gute Empfangsbedingungen. LiDAR funktioniert auch in Bereichen mit schlechter Satellitensicht, kann dafür beispielsweise durch sehr offene oder sich stark verändernde Umgebungen anders gefordert werden. Reine Kameranavigation benötigt wiederum entsprechend gute Algorithmen zur Erkennung der Umgebung.
Genau deshalb teste ich Mähroboter nicht nur nach Datenblatt.
Wer sehen möchte, wie unterschiedlich kabellose Geräte tatsächlich funktionieren, kann sich dazu meinen aktuellen großen Vergleich ansehen. Kabellose Mähroboter im direkten Vergleich 2026
Allrad Mähroboter 2027: AWD allein reicht nicht mehr
Der zweite große Trend ist AWD.
2026 war gefühlt das Jahr, in dem fast jede zweite Neuankündigung plötzlich Allrad hatte.
Für 2027 wird die Entwicklung interessanter.
Es reicht nicht mehr, einfach vier Motoren an vier Räder zu bauen. Immer öfter kommt eine aktive Lenkung hinzu.
Das ist sinnvoll.
Ein klassischer Mähroboter lenkt, indem die Räder auf beiden Seiten unterschiedlich schnell oder sogar gegeneinander drehen. Das funktioniert gut, kann auf empfindlichem oder nassem Boden aber sichtbare Spuren hinterlassen.
Lenkbare Vorderräder ermöglichen deutlich natürlichere Kurven.
ANTHBOT R7, neue GOALKER-Modelle und weitere Systeme zeigen, dass diese Technik zunehmend auch in kleinere Roboter kommt.
Wie groß der Unterschied sein kann, habe ich bereits bei einem aktuellen Gerät mit lenkbaren Rädern getestet: dem Roborock RockMow Z1. Meine Erfahrungen mit dem Roborock RockMow Z1
Mähroboter 2027 für große Flächen werden ein eigener Markt
Mindestens genauso interessant wie die Consumer-Geräte fand ich auf der GaLaBau die riesigen professionellen Maschinen.
STIGA, Kress, PUDU, PANDAG, Mammotion und weitere Hersteller greifen einen Markt an, der bislang wesentlich stärker von klassischen Aufsitzmähern und professionellen Mähern geprägt war.
Die Rechnung dahinter ist nachvollziehbar.
Ein Mähroboter hat keine Schichtzeiten. Er benötigt keinen Fahrersitz. Er kann regelmäßig und in kleinen Schnitthöhen arbeiten. Und mehrere Roboter lassen sich theoretisch als Flotte steuern.
Natürlich ist das nicht automatisch für jede Fläche die beste Lösung.
Aber bei Sportanlagen, Golfplätzen, Parks, Solarparks, Firmengeländen oder kommunalen Grünflächen dürfte autonome Mähtechnik in den kommenden Jahren deutlich sichtbarer werden.
Gerade deshalb war die GaLaBau 2026 so interessant. Während klassische Consumer-Messen vor allem zeigen, was bald im eigenen Garten fährt, konnte man hier sehen, was passiert, wenn dieselbe Technologie einige Nummern größer gedacht wird.
Mein Fazit zu den Mährobotern 2027
Die Mähroboter 2027 werden nicht einfach nur etwas schneller oder mit größeren Akkus ausgestattet.
Die gesamte Produktkategorie verändert sich.
Kabellose Navigation wird selbstverständlich. RTK-Antennen verschwinden bei manchen Modellen zugunsten von Network-RTK. Kameras und LiDAR werden miteinander kombiniert. Allrad wird um echte Lenkung ergänzt. Und das ungelöste Randproblem greifen immer mehr Hersteller mit beweglichen Mähwerken oder separaten Trimmern an.
Gleichzeitig wird die Spannweite immer größer.
Auf derselben Messe stehen kleine kamerabasierte Roboter für 500 Quadratmeter neben Maschinen mit Arbeitsbreiten von mehr als einem Meter und Flächenleistungen von mehreren Hektar.
Welche Konzepte sich langfristig durchsetzen, wird sich erst im echten Praxiseinsatz zeigen.
Und genau darauf freue ich mich.
Denn ein Datenblatt kann beeindruckend aussehen – entscheidend ist am Ende immer noch, ob der Roboter zuverlässig mäht, Hindernisse erkennt, vernünftig kartiert und nicht jeden zweiten Tag irgendwo aus dem Beet gerettet werden möchte.
Bis die ersten 2027er-Modelle im Garten landen, lohnt sich deshalb auch ein Blick auf das, was heute schon erhältlich ist. Mein großer Mähroboter Vergleich 2026 zeigt ziemlich gut, wie weit die kabellosen Systeme bereits gekommen sind – und wo nach wie vor Probleme liegen. Zum großen Mähroboter Vergleich 2026
FAQ zu Mährobotern 2027
Welche neuen Mähroboter kommen 2027?
Zu den auf der GaLaBau 2026 gezeigten beziehungsweise angekündigten Neuheiten gehören unter anderem der Navimow Terranox PM1400, neue TerraMow-Modelle, NexLawn NAVIA PRO AWD, STIGA APX Pro, die neue AL-KO Robolinho-Generation, Mammotion MASTON, ANTHBOT R7 sowie neue Systeme von GOALKER, Roborock, AIRSEEKERS und BladeMate. Bei einigen Geräten kann sich die finale Ausstattung bis zum Verkaufsstart noch ändern.
Was sind die wichtigsten Mähroboter-Trends 2027?
Zu den wichtigsten Trends gehören Allradantrieb, aktive Lenkung, LiDAR, KI-Kameras, RTK und Network-RTK, automatische Kartierung sowie bewegliche Mähwerke und Kantentrimmer. Gleichzeitig kommen immer mehr professionelle Mähroboter für sehr große Flächen auf den Markt.
Gibt es 2027 noch Mähroboter mit Begrenzungskabel?
Ja, klassische Mähroboter mit Draht werden nicht plötzlich komplett verschwinden. Bei neuen Mittelklasse- und Premiumgeräten liegt der Fokus aber deutlich auf Mährobotern ohne Begrenzungskabel. Virtuelle Grenzen über RTK, LiDAR oder Kameranavigation werden zunehmend zum Standard.
Was ist besser: RTK oder LiDAR beim Mähroboter?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. RTK ermöglicht eine sehr präzise satellitengestützte Positionierung. LiDAR erfasst dagegen die direkte Umgebung und ist nicht auf freien Satellitenempfang angewiesen. Viele neue Mähroboter 2027 kombinieren deshalb mehrere Technologien miteinander.
Was bedeutet NetRTK bei einem Mähroboter?
Bei Network-RTK beziehungsweise NetRTK erhält der Mähroboter seine Korrekturdaten über ein Netzwerk beziehungsweise eine Mobilfunk- oder Internetverbindung. Dadurch kann eine eigene fest installierte RTK-Referenzantenne im Garten teilweise entfallen.
Werden Allrad Mähroboter 2027 wichtiger?
Ja. AWD gehört bereits 2026 zu den größten Trends und wird 2027 weiter ausgebaut. Besonders interessant ist die Kombination aus Allradantrieb und aktiver Lenkung, da ein Roboter dadurch geländegängig bleiben und gleichzeitig rasenschonender wenden kann.
Welche Mähroboter 2027 sind für große Flächen interessant?
Im professionellen Bereich zeigen insbesondere STIGA, Kress, Mammotion, PUDU, PANDAG, Ambrogio und Navimow/Terranox Lösungen für sehr große Flächen. Die Zielgruppe reicht von Sportplätzen und Golfanlagen bis zu Parks und kommunalen Grünflächen.
Was ist ein Profi Mähroboter?
Ein Profi-Mähroboter unterscheidet sich von einem typischen Consumer-Gerät vor allem durch Flächenleistung, Schnittbreite, Robustheit und häufig auch durch Flottenmanagement. Während ein normaler Mähroboter vielleicht 500 bis 5.000 Quadratmeter pflegt, sind professionelle Systeme teilweise für mehrere zehntausend Quadratmeter ausgelegt.
Welche Mähroboter 2027 können besonders nah an der Kante mähen?
Kantenschnitt ist eines der großen Themen der neuen Generation. NexLawn arbeitet beispielsweise mit dem ausfahrbaren NexCutter, während andere Hersteller zusätzliche Trimmer oder bewegliche Mähsysteme verwenden. Wie gut diese Systeme im Alltag funktionieren, muss sich bei den finalen Seriengeräten allerdings noch zeigen.v
Welcher Mähroboter 2027 ist der beste?
Das lässt sich aktuell noch nicht seriös beantworten. Viele 2027er-Geräte wurden bislang nur auf Messen gezeigt oder befinden sich noch vor dem regulären Marktstart. Entscheidend wird nicht nur die Hardware sein, sondern auch Software, App, Kartierung, Hinderniserkennung und Zuverlässigkeit im Alltag.
Sollte ich auf einen Mähroboter 2027 warten oder jetzt kaufen?
Wer aktuell einen funktionierenden Mähroboter benötigt, muss nicht zwingend warten. Bereits die 2026er-Generation bietet sehr leistungsfähige Modelle ohne Begrenzungskabel, mit LiDAR, RTK oder Kamera. Wer dagegen speziell Wert auf aktive Lenkung, neue Kantenschnittsysteme oder die neuesten AWD-Konzepte legt, für den können die kommenden Mähroboter 2027 interessant sein.
Wo finde ich aktuelle Mähroboter Tests?
Auf Reens-Blog.de findest du inzwischen zahlreiche ausführliche Praxistests zu aktuellen Geräten – unter anderem zu Navimow, TerraMow, Mammotion, ANTHBOT, ECOVACS, Roborock, AIRSEEKERS, GOALKER und vielen weiteren Modellen. Einen guten Ausgangspunkt bietet mein aktueller Mähroboter Vergleich 2026, in dem mehrere kabellose Geräte unter vergleichbaren Bedingungen gegeneinander antreten. Mähroboter Vergleich 2026 öffnen