Der Dreame X60 Pro Ultra Test hat mich vor allem dort überzeugt, wo ich bei Saugrobotern schon oft genervt aufgegeben habe: bei herumliegenden Kabeln, Möbelbeinen und dem Schmutz rund um unsere Vogelvoliere. Der hier getestete X60 Pro Ultra Complete hat diese Aufgaben sehr ordentlich erledigt. Auch beim Wischen blieb es nicht bei einer schnellen Runde über den Fleck. Mein Ketchup-X bekam mehrere Durchgänge und eine Moppwäsche zwischendurch.
Das klingt nach einem gelungenen Premiumgerät. Trotzdem würde ich dir nicht einfach sagen, dass jeder Haushalt jetzt einen Saugroboter dieser Klasse braucht. Im Video nenne ich rund 1.300 Euro. Das ist der damalige Preisrahmen meines Berichts und kein heute verbindlicher Angebotspreis. Für diesen Betrag müssen die zusätzlichen Funktionen im eigenen Zuhause einen Nutzen haben. Eine kleine Wohnung mit glatten Böden und wenigen Hindernissen stellt andere Anforderungen als ein verwinkeltes Haus mit Türschwellen und Haustieren.
In diesem Artikel geht es um meine Erfahrungen aus dem am 28. September 2026 veröffentlichten Video. Ich habe Ecken und Kanten, Hindernisse, die Reinigung im Wohnzimmer, einen Wischfleck, einen Bodenübergang und die Station gezeigt. Es ist ein Praxistest bei mir zu Hause. Ich habe weder eine standardisierte Staubaufnahme in Prozent noch Lautstärke, Stromverbrauch oder Akkulaufzeit unter Laborbedingungen gemessen. Wo ich Herstellerwerte nenne, sind es genau das: Angaben zur Ausstattung, keine von mir nachgemessenen Ergebnisse.
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Inhaltsverzeichnis

1. Dreame X60 Pro Ultra Erfahrungen mit Ecken und Kanten
Runde Saugroboter und rechtwinklige Zimmerecken sind keine natürliche Liebesgeschichte. Der Roboterkörper kommt irgendwann an seine geometrische Grenze. Dann muss die Bürste den Rest erledigen. Beim X60 gefällt mir, dass Dreame die Reinigungswerkzeuge aktiv weiter nach außen bewegt. Im Video sieht man die ausfahrende Seitenbürste und den ebenfalls nach außen reichenden Wischmopp an Kanten und rund um Möbelbeine.
Für mich ist das mehr als eine nette Bewegung für die Kamera. Wenn die Bürste einen Bereich erreicht, den das Gehäuse nicht überfahren kann, wird der tatsächlich bearbeitete Streifen größer. Gerade bei Tisch- und Stuhlbeinen ist das interessant. Dort bleibt bei manchen Geräten eine kleine Insel liegen, obwohl der Raum auf der Karte längst als gereinigt erscheint. Der X60 arbeitet an solchen Stellen sichtbar näher an den Rand heran.
Im Video nenne ich für die ausfahrbaren Arme bis zu zwölf beziehungsweise achtzehn Zentimeter. Diese Werte stammen aus der Produktbeschreibung und sind keine Garantie, dass jeder Winkel im eigenen Zimmer erreicht wird. Entscheidend ist die konkrete Geometrie: Ein breiter Möbelstandfuß, ein enger Spalt und eine freie Wandkante verlangen unterschiedliche Bewegungen. Ein ausfahrender Mopp macht aus einem runden Gerät auch keinen quadratischen Roboter.
Was mich überzeugt hat, ist das Zusammenspiel beider Werkzeuge im gezeigten Alltag. Der Roboter versucht nicht nur, mit dem Gehäuse möglichst dicht an der Wand zu fahren. Er erweitert seinen Arbeitsbereich. Wenn ich nachher weniger kleine Stellen von Hand bearbeiten muss, ist das ein Vorteil, den ich jeden Tag merke. Dafür brauche ich keinen besonders eindrucksvollen Funktionsnamen auf dem Karton.
Trotzdem würde ich vor einem Kauf die eigenen Problemstellen ansehen. Ist wirklich die Randreinigung das Ärgernis? Oder kommt das bisherige Gerät gar nicht erst unter ein Möbelstück? Im zweiten Fall hilft mehr seitliche Reichweite nur begrenzt. Die Höhe unter Sofa und Schrank sowie die Zugänglichkeit der Flächen bleiben eigene Kriterien. Genau deshalb gehört die Kantenfunktion für mich in eine Gesamtbewertung und nicht auf einen isolierten Siegerzettel.
2. Hinderniserkennung: Kabel, Socken und die helle Kaffeetasse
Der Hindernisparcours war bewusst näher am normalen Wohnalltag als an einer leeren Präsentationsfläche. Ich habe ein Kabel, Socken, eine Hundeschüssel und ein Lichtstativ ausgelegt. Dazu kam eine halbvolle helle Kaffeetasse auf hellem Boden. Die Tasse war zugegeben etwas mutiger als ein gewöhnlicher Testaufbau. Gerade der geringe Kontrast machte die Situation aber interessant.
Das Ergebnis hat mich positiv überrascht. Die ausgelegten Gegenstände wurden umfahren. Nur die Kaffeetasse hat der Roboter einmal kurz berührt, ohne sie im gezeigten Versuch umzuschütten. Das ist für mich ein wichtiger Unterschied zur Behauptung, er habe alles völlig kontaktlos erkannt. Gut funktioniert hat der Versuch trotzdem, und das herumliegende Kabel wurde nicht durch das Zimmer geschleppt.
Wer schon einmal ein Ladekabel aus der Bürste eines Saugroboters gefummelt hat, weiß, warum ich darüber so erfreut war. Ein Roboter kann hervorragend reinigen und einem trotzdem zusätzliche Arbeit machen, wenn er regelmäßig Dinge einsammelt, die auf dem Boden liegen bleiben sollen. Bei meinem Test mit dem X60 trat dieses Problem nicht auf. Das macht die Reinigung im echten Zuhause entspannter.
Die Kameras und die Hinderniserkennung sind dabei Hilfsmittel, keine Zusicherung für jeden möglichen Gegenstand. Ich habe keinen Test mit sämtlichen Kabelarten, spiegelnden Objekten oder wechselnden Lichtverhältnissen durchgeführt. Auch die im Video genannten Reaktionszeiten und erkennbaren Objektklassen sind Herstellerangaben. Mein belastbares Ergebnis ist der gezeigte Parcours mit den konkret ausgelegten Hindernissen.
Ich würde deshalb empfindliche Dinge weiterhin nicht absichtlich im Fahrbereich stehen lassen. Die Kaffeetasse war eine Testidee, keine neue Empfehlung zur Getränkeaufbewahrung. Für den Kauf ist wichtiger, ob der Roboter mit den üblichen kleinen Unordnungen zurechtkommt. Hier hat der X60 bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen, ohne dass ich daraus Unfehlbarkeit ableiten möchte.

3. Saugleistung und Bürstensystem: Was bei der Voliere zählt
Unser Wohnzimmer ist für Saugroboter kein besonders freundlicher Vorführraum. Vier Stühle mit dünnen Beinen, Kabel am Rand, unterschiedliche Möbel und eine große Voliere sorgen für genug Beschäftigung. Die Vögel verteilen Futter und Staub, ohne sich anschließend an der Reinigung zu beteiligen. Genau deshalb ist der Bereich rund um den Käfig für mich aussagekräftiger als eine sauber gezogene Testbahn.
Bei dieser Aufgabe gefiel mir der X60. Im Fazit des Videos beschreibe ich die Reinigung rund um die Voliere und den normalen Alltagsschmutz positiv. Das ist keine vollständige Aussage über jede Tierart oder jeden Bodenbelag. Vogelfutter auf unserem Boden ist etwas anderes als lange Hundehaare in einem dicken Teppich. Es zeigt aber, dass der Roboter in einem tatsächlich genutzten Wohnraum zurechtkam.
Die beworbenen 42.000 Pascal klingen beeindruckend. Ich sage im Video trotzdem ausdrücklich, dass eine höhere Pascalzahl nicht automatisch eine bessere Reinigung bedeutet. Bürsten, Luftführung, Fahrweg und die Abstimmung der Software spielen mit hinein. Ein Gerät kann noch so kräftig saugen: Wenn es einen Bereich nicht erreicht oder die Bürste den Schmutz schlecht zuführt, hilft die Zahl allein wenig.
Dreame verwendet ein Doppelbürstensystem, das Haarverwicklungen verringern soll. Ich finde den Ansatz interessant, weil jede vermiedene Bürstenreinigung Zeit spart. Einen Langzeittest mit gewogenen Haarmengen oder mehreren Haarlängen habe ich im Video aber nicht durchgeführt. Eine Werbeaussage zur vollständigen Entwirrung würde ich deshalb nicht als eigenes Testergebnis wiederholen. Kontrollieren muss man die Bürsten weiterhin.
Beim Übergang auf einen erkannten Teppich sieht das Konzept eine Leistungsanpassung und das Anheben der Wischmopps vor. Für einen Haushalt mit gemischten Böden ist dieses Zusammenspiel wichtiger als eine einzelne Maximalstufe. Vor dem Kauf würde ich trotzdem prüfen, welche Teppiche vorhanden sind. Sehr hohe Florhöhen, Fransen und empfindliche Materialien verdienen einen eigenen Blick. Mein positiver Alltagseindruck ersetzt nicht die Freigaben für jeden Belag.
4. Dreame X60 Pro Ultra Wischleistung: Mein Ketchup-X
Der anschaulichste Wischversuch im Video ist das Ketchup-X. Ein deutlich sichtbarer Fleck auf dem Boden ist eine andere Aufgabe als ein bisschen Staub auf einer ohnehin sauberen Fläche. Hier konnte ich beobachten, wie der Roboter reagiert, wenn ein einmaliges Darüberfahren offenbar noch nicht die gesamte Aufgabe erledigt. Gerade diese Reaktion hat mich beim X60 beeindruckt.
Er fuhr den verschmutzten Bereich an, passte seine Wischrichtung an und bearbeitete den Fleck. Zwischendurch ging es zur Reinigung des Mopps zurück, danach erneut an die Stelle. Im Fazit ergänze ich, dass es sogar einen dritten Anlauf gab, der im Zeitraffer nicht entsprechend deutlich zu sehen war. Das Endergebnis bewertete ich positiv. Für mich war das ein gutes Beispiel dafür, dass die Reinigungsstrategie mitentscheidet.
Die rotierenden Mopps übernehmen die mechanische Arbeit auf dem Boden. Der ausfahrende Mopp hilft zusätzlich am Rand. Die im Video genannten Umdrehungen und der Anpressdruck beschreiben die Technik; ich habe sie nicht selbst gemessen. Was ich beurteilen kann, sind das Verhalten im Versuch und das sichtbare Ergebnis. Ein Fleck, mehrere Bearbeitungen und eine Zwischenreinigung sind dafür wesentlich verständlicher als eine bloße Zahlenliste.
Aus dem Ketchup-Versuch mache ich trotzdem keine Aussage, dass jede eingetrocknete Verschmutzung automatisch verschwindet. Alter und Zusammensetzung des Flecks, der Bodenbelag und die gewählte Einstellung verändern die Aufgabe. Auch das Reinigen eines frischen Testflecks ist nicht dasselbe wie das Entfernen jahrealter Ablagerungen. Wer einen Roboter kauft, sollte eine gute regelmäßige Bodenpflege erwarten und kein Wunder für jede vernachlässigte Fläche.
Bei der Wassermenge habe ich im Alltag mit der Standardeinstellung gute Erfahrungen gemacht. Im Video empfehle ich sie als sinnvollen Ausgangspunkt, weil der Boden leicht feucht wird und die Tanks nicht unnötig schnell geleert werden. Für deinen Boden gelten zusätzlich dessen Pflegevorgaben. Empfindliches Holz oder ein Belag mit besonderen Anforderungen kann eine andere Einstellung oder Einschränkung verlangen.
Wenn dich eine andere Art der Wischtechnik interessiert, findest du in meinen Mova-S70-Roller-Erfahrungen einen Bericht über ein Gerät mit Wischwalze. Das ist hier kein direkter Vergleich unter identischen Bedingungen. Der Artikel hilft aber, die unterschiedlichen Konzepte einzuordnen, bevor man sich auf einen bestimmten Robotertyp festlegt.
5. Türschwellen und mehrere Etagen: Was ich wirklich ausprobiert habe
Der Bodenübergang zwischen Küche und Wohnzimmer ist bei mir eine Stelle, an der einige andere Roboter schon Probleme hatten. Der X60 hat ihn im gezeigten Versuch ordentlich überwunden. Das ist für mich ein konkreter Pluspunkt. Eine gute Reinigung nützt schließlich wenig, wenn der Roboter regelmäßig vor einem Raum stehen bleibt und ich ihn erst über die Schwelle heben muss.
Beim beworbenen Maximalwert muss man genau lesen. Im Video werden bis zu 5,2 Zentimeter bei einem einzelnen Hindernis und insgesamt bis zu zehn Zentimeter bei einem zweistufigen Aufbau genannt. Das ist nicht die Aussage, dass der Roboter jede zehn Zentimeter hohe senkrechte Kante schafft. Die Form des Übergangs ist entscheidend. Meinen eigenen Übergang habe ich nicht als maximalen Grenztest vermessen.
Für Altbauwohnungen oder Häuser mit unterschiedlichen Bodenhöhen kann eine größere Reserve trotzdem interessant sein. Ich würde vor dem Kauf die vorhandenen Übergänge messen und ihre Form ansehen. Eine abgerundete Kante, eine schmale Leiste und zwei aufeinanderfolgende Stufen sind unterschiedliche Hindernisse. Der positive Versuch bei mir ist ein guter Anhaltspunkt, aber keine Zusage für jede einzelne Schwelle in einem anderen Gebäude.
Auch der Etagenwechsel hat im Test funktioniert. Ich habe den Roboter von der Station genommen, nach oben getragen und gestartet. Er musste sich zunächst orientieren beziehungsweise neu kartieren und begann anschließend mit der Reinigung. Genau diesen Ablauf beschreibe ich im Fazit. Für mich war erfreulich, dass der Ortswechsel nicht in einer langen Fehlersuche endete.
Trotz der Hindernisüberwindung bleibt der X60 ein Roboter, den ich zwischen Etagen selbst tragen muss. Er steigt keine gewöhnliche Treppe hinauf. Im Video spekuliere ich darüber, was irgendwann in der Branche kommen könnte; das gehört nicht zur Ausstattung dieses Geräts. Ebenso befindet sich die Station weiterhin an einem festen Ort. Wer mehrere Ebenen reinigen möchte, sollte das Tragen und den Zugang zur Station in seine Planung einbeziehen.
6. Reinigungsstation und Wartung: Viel automatisch, einiges bleibt bei mir
Nach der Reinigung fährt der Roboter zurück in die Station. Der Staub wird abgesaugt, die Mopps werden gewaschen und anschließend getrocknet. Das ist der Teil des Premiumkonzepts, der mir im Alltag tatsächlich Arbeit abnimmt. Ich muss nicht nach jeder Fahrt einen kleinen Roboterbehälter ausleeren und verschmutzte Wischpads von Hand wechseln. Ganz ohne Pflege geht es allerdings auch hier nicht.
Für die Moppwäsche wird mit bis zu 100 Grad heißem Wasser geworben. Wichtig ist die Zuordnung: Es geht um den Waschvorgang in der Station. Das bedeutet nicht, dass der Roboter den Wohnungsboden mit kochendem Wasser behandelt. Ich habe weder die Temperatur am Mopp noch eine Keimreduktion gemessen. Hygienische Werbeversprechen sind deshalb kein Ergebnis meines eigenen Tests.
Die Trocknung ist für mich im Alltag besonders wichtig. Feuchte Mopps, die lange im Gerät bleiben, können unangenehm riechen. Im Video rate ich dazu, die vorgesehene Trocknung nicht ohne Grund zu verkürzen. Wie lange sie sinnvoll läuft, hängt auch davon ab, wie feucht die Pads nach der Reinigung noch sind. Nachsehen ist besser, als nur darauf zu vertrauen, dass ein sehr kurzes Programm schon reichen wird.
Beim Wasser bleiben zwei ganz normale Aufgaben: Frischwasser nachfüllen und Schmutzwasser ausleeren. Gerade Letzteres würde ich nicht unnötig hinausschieben. Die Behälter sind bei meinem Gerät gut abgedichtet, aber beim Öffnen merkt man, wenn das Wasser länger gestanden hat. Das ist kein besonders glamouröser Teil eines Saugrobotertests, gehört aber zum ehrlichen Bild der täglichen Nutzung.
Außerdem braucht das System gelegentlich Reinigungsmittel, einen neuen Staubbeutel und die Kontrolle der Reinigungsbereiche. Die im Video genannte mögliche Standzeit eines Beutels ist eine Herstellerorientierung und hängt von Schmutzmenge und Haushalt ab. Rund um unsere Voliere fallen andere Mengen an als in einem selten genutzten Gästezimmer. Ich würde Verbrauchsmaterial daher nicht mit einem festen Kalenderintervall gleichsetzen.
Wer sich ein weiteres Stationskonzept ansehen möchte, kann meinen Ecovacs-X11-Test ergänzend lesen. Auch hier gilt: Das sind separate Praxiserfahrungen. Ohne denselben Schmutz, dieselben Einstellungen und denselben Zeitpunkt wäre eine exakte Rangliste der beiden Geräte aus den Berichten nicht seriös.
7. Complete-Edition, Preis und Kaufentscheidung
Bei der Auswahl muss die vollständige Modellbezeichnung stimmen. Mein Gerät ist der Dreame X60 Pro Ultra Complete. Im Video zeige und erwähne ich zusätzliches Zubehör wie Bürsten, Filter, Staubbeutel, Wischmopps und Reinigungslösung. Gerade bei ähnlich benannten Varianten lohnt sich der Blick in den konkreten Lieferumfang. Ein niedrigerer Preis kann teilweise auch weniger Zubehör bedeuten.
Der oben und hier verlinkte Amazon-Artikel nennt ausdrücklich die Complete-Edition. Trotzdem würde ich beim Kauf noch einmal kontrollieren, welche Variante gerade ausgewählt ist und welcher Lieferumfang angeboten wird. Produktseiten, Verkäufer und Angebote können sich ändern. Deshalb übernehme ich auch keinen aktuellen Preis fest in diesen Text. Aktuellen Preis und Lieferumfang des Dreame X60 Pro Ultra Complete bei Amazon prüfen*.
Im Video spreche ich außerdem von einer dreijährigen Garantie. Für die eigene Bestellung würde ich die aktuell geltenden Bedingungen beim Hersteller beziehungsweise im Angebot prüfen: Land, Verkaufsweg, Produktvariante und mögliche Voraussetzungen sollten passen. Meine positive Erfahrung mit einem Gerät ist keine zusätzliche Garantie und ersetzt auch keine konkrete Leistungszusage des Verkäufers.
Für wen finde ich das Paket sinnvoll? Vor allem für Menschen, deren bisheriger Roboter an Kanten, kleinen Hindernissen oder bestimmten Bodenübergängen scheitert und die zugleich eine weitgehend automatische Mopp- und Staubpflege möchten. In einem anspruchsvollen Wohnraum werden mehrere der Funktionen regelmäßig gebraucht. Dann lässt sich ein hoher Preis eher nachvollziehen als anhand einer einzelnen spektakulären Zahl.
Weniger zwingend finde ich den Aufpreis, wenn nur wenige freie Quadratmeter regelmäßig von Staub befreit werden sollen. Wer bereits ein zuverlässig arbeitendes Gerät hat, sollte konkret benennen können, welche Aufgabe der X60 besser lösen müsste. Bei einem teuren Haushaltsgerät ist das für mich die nützlichste Kaufprüfung: Welche Handgriffe verschwinden wirklich, und welche neuen Pflegeaufgaben kommen hinzu?
Mein Fazit zum Dreame X60 Pro Ultra Test
Meine Dreame X60 Pro Ultra Erfahrungen waren insgesamt sehr positiv. Die ausfahrenden Werkzeuge haben mir gefallen, der Hindernisparcours klappte bis auf die kurze Berührung der Kaffeetasse sehr gut, und die Reinigung im Wohnzimmer samt Volierenbereich überzeugte mich. Beim Ketchup-X zeigte der Roboter ein gründliches Vorgehen mit mehreren Anläufen statt einer bloßen schnellen Vorbeifahrt.
Die Grenzen sollte man trotzdem kennen. Ich habe keine maximal hohe Schwelle nachgebaut, keine mehrjährige Haltbarkeit geprüft und keine Messreihe zur Akkulaufzeit erstellt. Die Station nimmt viel Arbeit ab, aber das Wasser, die Beutel und die Reinigung der Komponenten bleiben ein Thema. Genau diese Mischung aus guter Automatisierung und verbleibender Pflege macht das Gerät im Alltag aus.
Wenn du einen Premium-Saugroboter suchst, der in einem möblierten, tatsächlich bewohnten Zuhause gut zurechtkommt, würde ich den X60 Pro Ultra Complete nach meinem Test auf die engere Liste setzen. Ein günstiger Impulskauf ist er nicht. Für mich ist aber nachvollziehbar, wofür man hier bezahlt. Schau dir die Szenen im Video an und vergleiche sie mit deinen eigenen Problemstellen, bevor du entscheidest.
FAQ zum Dreame X60 Pro Ultra Complete
Welchen Dreame X60 hast du getestet?
Getestet wurde der X60 Pro Ultra Complete. Beim Preisvergleich solltest du auf die vollständige Modellbezeichnung und den aktuellen Lieferumfang achten.
Wie gut war die Hinderniserkennung im Test?
Kabel, Socken, Schüssel und Stativ wurden im gezeigten Parcours umfahren. Eine helle Kaffeetasse wurde einmal leicht berührt. Das ist kein Nachweis für jede denkbare Hindernissituation.
Schafft der X60 eine zehn Zentimeter hohe Türschwelle?
Die beworbene Gesamthöhe bezieht sich auf einen zweistufigen Aufbau. Das ist keine pauschale Zusage für eine einzelne senkrechte Zehn-Zentimeter-Kante. Mein Übergang war niedriger und wurde nicht als Maximaltest vermessen.
Wischt der Dreame mit 100 Grad heißem Wasser?
Die Temperaturangabe beschreibt die Moppwäsche in der Station. Daraus folgt nicht, dass der Wohnungsboden mit 100 Grad heißem Wasser gewischt wird.
Wie gut entfernte er das Ketchup-X?
Im gezeigten Versuch arbeitete er mit mehreren Durchgängen und einer Moppwäsche zwischendurch. Das Ergebnis bewertete ich positiv. Andere Flecken und Bodenbeläge können sich anders verhalten.
Ist der Roboter wartungsfrei?
Nein. Wasser und Reinigungsmittel müssen nachgefüllt, Schmutzwasser geleert und Verbrauchsmaterialien beziehungsweise Reinigungsbereiche kontrolliert werden.
Kann der Dreame X60 Treppen steigen?
Nein. Ich habe ihn im Test selbst zwischen den Etagen getragen. Die Hindernisüberwindung ist keine Funktion zum selbstständigen Treppensteigen.