Gartenbrunnen Teil 21- ich habe fertig

Motiviert von meinem letzten Erfolg habe ich gestern wieder mit meinem Gartenbrunnen weitergemacht. Mein letzter Stand waren 14,22 Meter. Obwohl mir vom Seil ziehen tierisch die Hände wehtun habe ich mich Mittwochabend wieder an meine Bohrstelle begeben.

Und es rutscht wieder

Verantwortlich für meinen plötzlichen Fortschritt sind zwei Umstände.

  1. Die Bodenschicht in der ich mich befinde ist aus lockerem kleineren Kies und Sand.
  2. Mein Pumpverhalten. Ich lasse die KP erst volllaufen und hebe dann mehrmals kräftig die gesamte KP vom Boden ab und lasse sie wieder absinken. Das bringt mir in einem Vorgang satte 20-30 cm.

Der Zoll denn ich dafür zahlen muss: Bei diesem Vorgehen ziehe ich das Kies-Sandgemisch in das Sumpfrohr. Also muss ich dies nach jedem Erfolg erst einmal mit sanften Pumpvorgängen wieder leer räumen.

Brunnenbau Brunnen bohren Dreibein Brunnenrohr Gartenbrunnen

Gartenbrunnen – das letzte Stündlein hat geschlagen

Binnen einer Stunde liegt meine Holzzwinge komplett auf dem Boden auf. Nun wird alles demontiert inkl. meiner selbstgebastelten Bohrlochsicherung. Das Rohr soll später in einer Brunnenstube verschwinden, daher muss es noch ein wenig unter die Geländeoberkante. Auch wenn die Uhrzeit schon wieder recht fortgeschritten ist. DAS bringe ich JETZT zu Ende!

Brunnenbau Brunnen bohren Dreibein Brunnenrohr Gartenbrunnen

Raus mit dem Spaten und Platz gemacht. Schliesslich muss ich ja wieder die Holzzwinge draufschrauben. Ohne Gewicht – kein Vorankommen.

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Weitere 30 Minuten später ist es dann endlich geschafft. Meine 15 Meter Glattwandrohre sind ca. 20 Zentimeter unter der Erde. Mein proffessionelles Lot (langes Maßband mit einem Stein dran) sagt genau 15 Meter Tiefe bei 9,9 Meter Wasserstand. Halleluja!!!! Ich habe fertig.

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Gartenbrunnen verschliessen

Eine der letzten Handlungen des Tages ist es das Rohr unten zu verschliessen. Dazu habe ich 5 Kg Tonpellets liegen. Die Pellets werden einfach in das Rohr geschmissen, sinken darin zu Boden und quillen auf. Und die machen beim reinschmeissen einen Höllenlärm. Kostprobe gefällig?

Als letztes baue ich mein Dreibein ab, stelle die Kiespumpe zur Seite und sichere das Brunnenrohr noch damit kein Tierchen hineinfällt. Wie sagt Ice Cube: Today was a good day!

Brunnenbau Brunnen bohren Dreibein Brunnenrohr Gartenbrunnen

In den kommenden Tagen wird aufgeräumt. Die Werkzeuge abgespült, fotografiert und verkauft. Der Abraum kommt in ein neues Projekt. Aber dazu später mehr.

Zu unübersichtlich? Hier ist das Inhaltsverzeichnis und die Materialliste

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5 Responses

  1. Thomas sagt:

    Danke für deine Erfahrungen mit dem Brunnenbau, sehr anschaulich und jedem Brunnenbau-Amateur ein Grinsen abringend. 😉

    Dein Rohr ist aus meiner Sicht aber falsch herum drin, das Außengewinde gehört nach unten … um z.B. die Bodenkappe drauf schrauben zu können. Ist bei TSA-Rohr aber völlig egal, denn dafür gibt es ja keine Kappe. Bei normalen Brunnenrohr mit dicker Muffe das aber fatal wäre, weil dann die Muffe mit ihrer schneidenden Seite durchs Erdreich kratzt.

    Für den Brunnenkopf du ja so oder so oben das Gewinde abschneiden mußt, weil der Kopf meist mit O-Ringen daherkommt, die direkt ins Rohr gedrückt werden.

    Alles gut, gute Arbeit. Gruß aus Rostock.
    Thomas

    • Rene sagt:

      Hi Thomas,
      Danke Dir für Deinen Kommentar!
      Das BR mag falsch sein. Ich habe aber unten ein halbes Sumpfrohr, daher ist das nicht so schlimm.
      Gruß René

  1. Mai 28, 2018

    […] ihr im letzten Teil schon lesen konntet bin ich fertig geworden. Nun muss ich den Brunnen klarpumpen. Also letzte […]

  2. März 6, 2019

    […] an dieser Stelle genannt weil es doch sehr Kostenintensiv und durchaus auch langwierig werden kann, wie man sehr schön an dieser Stelle nachlesen kann. Danke für diese ausführliche Darstellung, mal sehen ob ich das ebenfalls so gut […]

  3. Mai 8, 2022

    […] Versuch dann lieber mit der gefüllten Pumpe durch schnelle und ruckartige Hübe die Bohrsohle zu lockern und Abraum ins Brunnenrohr zu saugen. So habe ich bei mir die letzten Meter spielend schnell geschafft. […]

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