Rasen neu anlegen – Es war einmal eine Einfahrt

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Die Zielgerade meines Gartenprojekts ist fast erreicht. Einer der letzten Schritte ist es meine ehemalige Einfahrt in eine schöne grüne Fläche zu verwandeln. Aber wie macht man das? Rasen neu anlegen in der DIY Methode in vier einfachen Schritten.

Rasen neu anlegen – Zwei Möglichkeiten

Grundsätzlich gibt es zwei Arten um eine Rasenfläche neu anzulegen. Einmal die günstigere, aber arbeitsintensivere Methodik des Umgrabens, walzen und säen oder die fixe Methode mit Rollrasen. Entschieden habe ich mich für Variante Nummer 1, denn aufschütten und walzen musste ich so oder so.

Schritt Nummer 1: Untergrund

Das Pflaster ist weg, die seitlichen Beete sind weg, das Chinaschilf umgepflanzt und die ganzen Betonfundamente der Randeinfassungen sind ebenfalls weggestemmt. Was erst einmal übrig bleibt ist eine verdichtete Kieswüste.

Pflaster entfernen

Um daraus nun eine Rasenfläche zu schaffen, muss zuerst Boden aufgeschüttet werden.  Ich nehme dazu die Rasensoden vom neuen Gartenweg, Aushub vom Brunnenbau (Sand-Erdmischung) und dem Trampolin. Der Sand aus dem Brunnenschacht wertet die lehmige Erde gleich etwas auf und sorgt für besseren Graswurzel-Wuchs. Und jetzt kommt der spaßige Teil. Ich habe mir eine Einhell Bodenhacke besorgt und alles einmal gut durchgemischt. Schon erstaunlich was so ein kleiner Motor kann, aber seht selbst. Ich habe mal die Kamera mitlaufen lassen.

Rasen umgraben
Brumm Brumm Mothertrucker
Garten umgraben
Hier stand das Schilf mal
Rasen neu anlegen
Das ist ein dreckeckiger Spaß 😉

Schritt Nummer 2: Glätten

Der zweite Schritt macht dann keinen Spaß mehr! Der Boden muss nun geglättet werden. Das heißt mit Holzlatten abziehen und immer wieder die zerhackten Grasbüschel rausziehen. Anschließend wird mit Hilfe von Rechen und Gartenwalze alles so gut es geht verdichtet und gerade gezogen. Bei größeren Senken fülle ich mit Blumenerde aus dem Baumarkt auf.

Rasen neu anlegen
Abziehen…
Rasen neu anlegen
Aufschütten….
Rasen neu anlegen
…walzen…
Rasen neu anlegen
…walzen….
Rasen neu anlegen
…zwischendurch etwas wässern….

Schritt Nummer 3: Säen und Düngen

Vor dem dritten Step habe ich erst noch schnell die neue Rasenkante festgelegt und die Steine in Position gelegt, damit ich nicht unnötig Rasensamen verschwende.

Ich mische ein Turbo-Nachsaat Produkt mit einer großen Sport- und Spielrasenmischung und verteile alles sehr großzügig auf der neuen Fläche. Anschließend muss alles angewalzt werden sonst wird ein großer Teil der Samen vom Winde verweht oder von Flattermännern gefressen.

Rasen neu anlegen

Für einen gesunden Start bringe ich gleich mit dem Streuwagen einen Langzeitdünger aus. Sieht irgendwie seltsam aus, oder?

Rasen neu anlegen

Schritt 4 beim Rasen neu anlegen: Wassermarsch!

Der vierte und letzte Schritt ist genauso kriegsentscheidend wie alle anderen. Sorgt dafür, dass eure zukünftige Rasenpracht in den ersten Lebenswochen immer feucht ist. Im Idealfall stellt ihr einen Rasensprenger auf, fixiert ihn mit U-Bügeln im Boden und lasst die Fläche mehrmals am Tag über einen Bewässerungscomputer beregnen. 

Zum Schluss noch ein kleiner Vorherher/Nachher Vergleich.

So sah es vor zwei Monaten noch aus:

Garten umgestalten
Garten umgestalten

Und so aus dem etwa gleichen Winkel

Rasen neu anlegen

Und jetzt schauen wir dem Gras beim Wachsen zu. Rasen neu anlegen ist gar nicht so schwer, oder?

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4 Kommentare

  1. So hatte ich meinen Rasen angelegt:

    1. Alte Grasnarbe dünn mit dem Spaten abheben. Umgekehrt aufgeschichtet entwickelt sich daraus eine sehr humose „Rasenerde“
    2. Groben, gewaschenen Sand bestellt und auf dem Areal gleichmäßig verteilt. Für 100 qm benötigst du, wenn du von einer 5 cm hohen Schicht ausgehst, 5 cbm. Da du von einem sehr undurchlässigen Boden sprichst, wäre u.U. die doppelte Menge erforderlich. Aber ich wäre vorsichtig und würde erst einmal an einer Stelle den Boden tiefgründig mit einer Grabegabel lockern, um dann mit ein paar Gießkannen Wasser die Durchlässigkeit des Bodens zu testen. Es könnte tatsächlich sein, dass nur die oberste Bodenschicht verdichtet ist.
    3. Entweder jetzt die Fläche mit dem Spaten (und anschhließend mehrmals mit der Grabegabel) umgraben. Spatentiefe bzw. Gabeltiefe reicht absolut. Leichter geht es mit einer Fräse, die man sich bei Obi oder einem anderen Baumarkt ausleihen kann.
    4. Wenn du hast oder anliefern lassen kannst würde ich auch noch eine Schicht Rottehumus (bekommt man bei kommunalen Gründeponien) verteilen.
    5. Ein paar Tage ruhen lassen, dann glatt rechen. Darauf achten, dass Grobes zerkleinert wird und Steine entfernt werden. Die nämlich mag später der Rasenmäher nicht.
    6. Eine Rasenwalze borgen oder mieten und die Fläche möglichst eben walzen. Alternative: 30 x 30-Brettchen unter die Füße binden und die Fläche platt-treten.
    7. Einsäen. Am besten geht das mit einem Düngerstreuer. Nur aus der Hand besteht die Gefahr, dass es zu unregelmäßig wird. Welche Rasensorte hängt von dem Qualitätsanspruch an den späteren Rasen ab. Soll es nur ein „Gebrauchsrasen“ sein, genügt die billigste Sorte aus den Baumärkten. Hochwertiger Zierrasen hingegen erfordert Suche und Geld.
    8. Nochmals walzen oder platt-treten, damit der Samen am Boden festgedrückt wird.
    9. Rasenfläche gut feucht halten. Achtung! Rasensamen keimt sehr zögerlich. Deshalb nicht verzweifeln. Eines Morgens wachst du auf und siehst einen grünen Flaum.
    10. Mit dem ersten Mähen warten, bis die Grashalme groß und einigermaßen dicht genug sind (ca. 10 cm). Freaks mähen zu Anfang mit der Sense, was angeblich am schonendsten sein soll, mit dem Spindelmäher, was gerade bei sehr jungem Gras ziemlich qualvoll ist oder frechweg mit einem Elektro- oder Benzinmäher. Auch damit erzielt man einen perfekten Rasen.
    11. Nun, und ab jetzt regelmäßig mähen und düngen. Rasen ist allein schon von der dichten Bepflanzung her ein Starkzehrer. Deshalb wirst du mehrmals im Jahr düngen müssen. Mähen solltest du mindestens einmal die Woche. Wenn du einen sehr schönen Rasen möchtest.

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